DMXC3 für Mac/Linux

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hallo ihr Lieben,

    Wäre es prinzipiell möglich, eine DMXC3-Version für Linux und/oder Mac zu releasen?

    Der Hintergrund ist folgender: Es gibt den "Atomic pi", ein singleboard-computer mit 2Gb RAM, 16Gb emmc Speicher und Intel Atom x5-Z8350 CPU. Und das für 36$ +Mhrwst und Frachtkosten aus den USA.

    Ich habe mir so einen mal zugelegt um DMXC darauf zu testen, doch Windows sträubt sich dagegen, auf einer SD karte installiert zu werden. der EMMC Speicher fasst nur 16Gb und ich habe noch nicht so viel Erfahrung im Heißluftlöten, als dass ich den chip easy austauschen könnte...

    Daher kam mir die Idee: Kann DMXC3 nicht auf einem schlanken Linux laufen? Windows braucht immer unheimlich viel Ressourcen im Hintergrund und ist nicht gerade als das stabilste OS bekannt.

    Gibt es da einfach zu wenig Bedarf oder ist es technisch schwierig/unmöglich ein Version dafür zu kompilieren?

    Und wenn es schwierig ist: was müsste getan werden?;) Bin stark an so einer Version interessiert...

    Grüße

    Machen ist wie Wollen, nur krasser.

  • Hallo,

    um es kurz zu machen: Es ist aktuell technisch schwierig bis unmöglich, eine komplette Linux-Version von DMXControl 3 zu generieren. Hintergrund sind gleich mehrere Punkte. Einerseits verwendet DMXControl das XNA-Framework für die Grafikdarstellung und Verarbeitung. Dieses läuft nicht unter Linux. Daher funktionieren alle Komponenten, die auf XNA bauen unter Linux nicht. Das betrifft sowohl GUI- (u.a. Stage View, Channelview, Programmer,...) als auch Kernel-Komponenten (Gobo-Korrelation, Matrix-Effekte). Weiterer Punkt ist das verwendete .Net-Remoting zur Kommunikation zwischen GUI und Kernel (DMXControl ist in C# geschrieben). Das .Net-Remoting ist aber nicht Linux-Kompatibel. Aktuell ist es also nicht möglich, DMXControl 3 auf einfachem Wege zu portieren.

    Viele Grüße

    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

    Edited once, last by JPK (May 18, 2020 at 9:27 AM).

  • Hi!

    Und nur um das Bild abzurunden: Die Frage wegen Linux taucht in der Tat öfter auf, da auch der Raspberry PI ein oft angefragtes Zielsystem für den Kernel ist. Insofern sind sich die Entwickler schon immer wieder diesem Wunsch ausgesetzt aber derzeit ist es wirklich schlichtweg nicht möglich. Aber wenn es irgendwann vertretbar wird, dann ist das schon auf der Wunschliste.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

  • Vielen lieben Dank für die ganzen schnellen Antworten!

    Na das ist ja sehr schade dass das für Linux nicht funktioniert:(

    Also müsste die gesamte Programmierung prinzipiell auf dieses Framework verzichten um auf Linux laufen zu können?! Oder gibt es da auch andere Frameworks, die Plattformunabhängig sind, aber weniger komfortabel was Bibliotheken etc. angeht? Kenne mich leider mit C# und Frameworks nicht aus, würde mich da aber unter Umständen auch belesen wenn uns das näher an ein solches Release (vielleicht abgespeckt?) bringt.

    Viele liebe Grüße,

    Chris

    Machen ist wie Wollen, nur krasser.

  • Probleme bereitet beim PI vor allem auch die GPU bzw. die unterstützten Grafik-APIs. Und ja, der neueste PI hat zwar schon mehr Dampf als die alten. Das dürfte aber unserer Vermutung mach nicht reichen. Daher sieht es für ein PI-DMXC leider eher düster aus.

    Viele Grüße

    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Ist .Net nicht sowiso komplett mit Linux inkompatibel?

    Nein, nicht generell. Es gibt mit Mono eine Möglichkeit .Net laufen zu lassen. Das Problem ist, dass das .Net Remoting von Mono und normal Windows inkompatibel ist. Ergo selbst wenn der Kernel auf Linux mit Mono laufen würde, könnte sich die GUI nicht verbinden, was die ganze Lösung Sinnlos macht.

    Das Leben ist NP vollständig!

  • mhh, sehr schade... Danke für die vielen kompetenten und ausführlichen Antworten :)

    dann muss ich wohl doch an den eMMC Speicher ran... Es handelt sich hierbei übrigens NICHT um den Raspi 4, der hat um Einiges weniger Power. Der Atomic pi hat glaub ich eine "Intel cherry trail" GPU. Was directX angeht, wären die Mindestanforderungen für DMXC3 erfüllt soweit ich da sehe. Oder gibt es noch andere Kriterien die eine Nutzung prinzipiell ausschließen?

    Machen ist wie Wollen, nur krasser.

  • Also DMXC3 lässt sich auf einem Mini-PC ("One Xcellent Box 2.0 XL") schonmal starten (dort ist ebenfalls eine Z8350-CPU eingebaut, genau wie im atomic pi). Dem pi müsste ich noch einen größeren eMMC Speicher verpassen damit Win10 installiert werden kann. Mal sehen wie sich beide Systeme dauerhaft schlagen...

  • Wie ich auch an anderer Stelle bereits erwähnte: es kommt halt immer darauf an, was du machen möchtest und ob du bereit bist, der Software während dem Programmieren der Show wegen der überschaubaren Rechenleistung ggf. die ein oder andere Bedenksekunde zu geben. Wenn es nichts spektakuläres wird mit mehreren DMX-Universen kann es funktionieren.

    Im eigentlichen Betrieb ist DMXControl 3 sehr effizient unterwegs. Bei meinem bis jetzt größten Projekt, dem York in Kassel, werkelt ein AMD 4-Kerner der aktuellen Generation. Ist die Show geladen und alles läuft, liegt die Auslastung der CPU bei ca. 20 bis 25% für die Ansteuerung von über 2800 DMX-Kanälen. Wo sich potente Hardware sehr stark bemerkbar macht, ist zum einen beim Programmieren (gerade durch das Arbeiten mit der Stage View) und zum anderen beim Laden.

  • 2800 Kanäle - WTF?! Das ist natürlich eine ganz andere Liga ;) Aber das Öffnen und Speichern ist natürlich nicht trivial, gerade bei größeren Projekten (auch mit nur einem Universum).

    Es steht bei mir im September ein kleines Festival an, dessen Eingangstor mit Deko und Licht ausgestattet wird, mal sehen ob es dafür reicht. Das Projekt beläuft sich aber denke ich auf lediglich einem Universum, von daher passt das schon ;) Bei mehr als 1 Universum käme meine Hardware sicherlich gut ins schwitzen, sofern sie das denn überhaupt packt...

    Machen ist wie Wollen, nur krasser.

  • Wenn du die Effekte auf einem "normalen" PC programmieren kannst und den Mini-PC lediglich zum Abspielen der Effekte verwendest, sollte es funktionieren.

    Einen direkten Zusammenhang zwischen der Ladezeit eines Projekts und der Anzahl der angesteuerten DMX-Kanäle gibt es so nicht. Es ist eher das Gesamtpaket, dass eben verschiedene Geräte, viele Cuelists und ein komplexes Softdesk mit dem zugehörigen gefüllten Input Assignment zum EInsatz kommen, welche allesamt zur Zeit die Ladezeiten höher ausfallen lassen.

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