Automatischer Verfolger

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hey Leute,

    mal eine Frage an die Bastler hier im Forum. Hat von euch schon einmal jemand einen automatischen Verfolger gebastelt? Ich stelle mir darunter folgendes vor:

    Wir sind in einem Raum, der mit ca. 4 Sensoren ausgestattet ist. Eine Person stellt sich mit einem Sender (Beispielsweise ein Line6 Headset Sender) an einen beliebigen Punkt im Raum. Durch die Sensoren, kann die Position der Person ermittelt werden. Diese Position wird umgerechnet in DMX-Werte, welche dann über ein Programm (z.B. DMX-Control mit Plugin) an einen Moving Head weitergeleitet wird. Dieser zentriert sich dann auf die Person. Bewegt sich die Person nun, wird sie vom Moving Head verfolgt.

    Also hat sich jemand darüber schon einmal Gedanken gemacht, so etwas selber zu bauen oder hat es schon?

    Viele Grüße
    Matze1992

  • Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, die zu verfolgende Person auf der Bühnenfläche genau zu orten.
    Wie genau willst du das mit dem Headset machen?

    Ich hab es selbst auch schon probiert, MHs als Verfolger zu nehmen. Ergebnis war nicht sehr schon und hat nen Haufen Arbeit gemacht.
    Für fixe Punkte auf der Bühne, z.B. ne Moderation kann man sich die MHs so einrichten, aber dynamische Bewegungen bringen mehr Aufwand als Nutzen. Wenn jemand Zeit, Lust und Ideen hat, sowas zu programmieren, kann er es machen. ich bleibe bei meinen beiden Bier trinkenden Pan und Tilt Achsen.
    Die können viel besser und genauer reagieren, trotz "Zielwasser" zum Fasching

    Grüße
    Korni

  • Genau das ist mein Problem! Ich habe einen Freund der Mathematiker ist, der mir ein 3D Modell erschaffen könnte, wenn er an die erforderlichen Signale kommt. Da ich keine Ahnung habe, wie das Signal eines Senders "orten" kann, kann ich ihm daher auch keine passenden Signale geben. Ich hatte gehofft, über die Signalstärke des Senders an die Entfernung zu kommen und mit diesem Signal dann das 3D Modell erstellen zu lassen. Ob das aber in der Realität überhaupt machbar ist, ist wieder eine andere Frage.

  • Hallo,
    interessant was Du da vorhast aber auch ich glaube das das nicht gehen wird.
    Ich kenne Systeme die Auf Grund vorhandener WLAN SSIDs und Feldstärken
    in Gebäuden und Outdoor Ortungen vornehmen, aber die Genauigkeit läßt für
    Deine Anwendung sicher zu Wünschen übrig.
    Trägt der, der angeleuchtet werden soll, den Taschensender rechts an der Hose
    oder links, dies wird die Feldstärken schon beeinflussen.
    Es wäre auch die Frage von Refexionen, Veränderung der Bühnenbildes usw
    die Einfluss darauf haben werden.
    Die von Dir beschriebenen Sensoren (Empfänger), bei den werden die Ausrichtung
    der Antennen einen großen Einfluss haben.

    Ich würde mir eher ein System vorstellen bei dem der Künstler einen Infrarot-Sender
    hat und man mit einer Kamera und Filter dies Infrarot Signal sehen kann.
    Wie man aber die X und Y Werte dort heraus bekommt kann ich nicht sagen.

    Gruß Steff

    Am Ende wird alles gut !

    Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.

    May the light be with you

  • Hallo,
    ich bin zwar auch kein "Bastler", aber ich kenne eine solche Ortungsmethode, welche man nachbauen kann: GPS. Dieses Ortungssystem funktioniert nicht über die Stärke der Sender, denn wie steff schon richtig angemerkt hat, kann durch Verdeckung die Sendestärke stark variieren. Die Laufzeit der Signale bleibt aber praktisch gleich. Dies macht man sich zunutze. Es gibt also im Raum mehrere Antennen, die die Sendersignale messen. Eines dieser Messergebnisse wird als Zeitreferenz verwendet. Nun können alle anderen Werte in abhängigkeit zu dieser Referenzzeit gesehen werden, wodurch die Verhältnisse der Entfernungen zwischen dem Sender und den einzelnen Antennen bestimmt werden kann. Wenn man nun noch genau weiß, wo sich im Raum die Antennen befinden, kann man aus beiden Informationen die genaue Position im Raum bestimmen.

    Allerding gibt es ein paar Einschränkungen. Man muss sehr auf die Reflektionen achten, denn diese verfälschen die Positionserkennung. Außerdem sollten die Antennen nicht auf der Höhe des Empfängers, sondern entweder weit überhalb oder weit unterhalb liegen, denn sonst gibt es zwei mögliche Aufenthaltsorte.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Trägt der, der angeleuchtet werden soll, den Taschensender rechts an der Hose
    oder links, dies wird die Feldstärken schon beeinflussen.

    über die Stärke der Sender, denn wie steff schon richtig angemerkt hat, kann durch Verdeckung die Sendestärke stark variieren.


    Genau das ist das Problem - mit einem System auf dieser Basis wird man keine genaue Positionierung bekommen, das kann man gleich im Vorhinein vergessen.

    Die Laufzeit der Signale bleibt aber praktisch gleich. [...] Verhältnisse der Entfernungen zwischen dem Sender und den einzelnen Antennen bestimmt werden kann. [...] Allerding gibt es ein paar Einschränkungen. Man muss sehr auf die Reflektionen achten, denn diese verfälschen die Positionserkennung.


    Ganz so ein Problem sind Reflektionen nicht, sofern das direkte Signal ankommt - denn das direkte Signal ist immer das erste Signal (da es die kürzeste Wegstrecke zurücklegt), und kann somit mit einfacher Logik heraussortiert werden.
    Allerdings hab ich da für den Hobbyanwender noch nix bastelbares gefunden, siehe auch mein Beitrag hier: FollowSpot Integration in DMXC2/3

    Für Hobbyanwender selbstbastelbare Lösungen dürften wohl eher auf Infrarottechnik funktionieren - also die Person trägt eine kleine Schaltung, die über eine Infrarot-LED kodiert eine ID ausschickt, und die Position dieser LED wird über mehrere verteilte Kameras eingelesen, und daraus die Position der Person errechnet.

    Freundliche Grüße

    Stefan

  • Es gab mal irgendwas mit ner Wii und nem IR-Sender, aber das ist mehr Spielerei für kürzeste Distanzen und mehr nicht (alleine schon wegen Abschattung, Drehung des Darstellers, "Überstrahlen" durch die IR-Emission der Beleuchtung etc.)

    Das große Problem bei der Ortung via Funk ist die Anforderung an die auswertende Hard- und Software, da diese in der Lage sein muss, in Echtzeit die Signale aller Empfänger möglichst parallel zu verarbeiten und durch mehrfache Filterung und Mustervergleich (Wiener Filter / LMS-Filter o.Ä.) die effektive Ankunftszeitverschiebung (TDOA) der einzelnen Signale zu berechnen um daraus die Entfernung zu jedem Empfänger zu berechnen.
    Nehmen wir einfach mal an, es können nur Verschiebungen (Laufzeitunterschiede) von mindestens einem vollen Zeigerumlauf (einer Periode) gemessen werden. Dann ergibt sich die größtmögliche Präzision der einzelnen Messung unmittelbar durch die Wellenlänge des Funksignals. Eine Frequenz von 10MHz beispielsweise würde hier eine Wellenlänge von 30m (!) entsprechen, 500MHz entsprechen ca. 60cm. Daher zeigt sich schnell, dass zur sinnvollen Verwendung mindestens Frequenzen im zweistelligen GHz-Bereich notwendig sind. Und eben hier kommt oben genanntes Problem der echtzeitfähigen Auswertung der Daten ins Spiel, die Verarbeitung von mehreren derart hochfrequenten Signalen erfordert mindestens den Einsatz eines FPGA-Boards mit entsprechenden HF-Eingangsstufen. Das letztendliche "Mapping" auf Absolutpositionen in x-y-z-Dimension sowie die Umrechnung in P/T-Werte sind da das geringste Problem.

    Ich habe mal mit einer etwas reduzierten Version eines solchen Projektes angefangen zur Steuerung von sehr weit von der Bühne entfernten Verfolgern, da brauchte ich näherungsweise keine Tilt-Änderung mehr, sodass ich mich erstmal nur für eine nur eindimensionale Ortung mit einem simplen Antennenarray aus nur zwei Empfängern zur reinen Winkelbestimmung beschränkt habe. Das Projekt ist leider damals aufgrund fehlender Hardware im Sande verlaufen, aber ich hoffe ich kann es in Zukunft mal wiederbeleben ;)

  • Hallo,
    evtl. kann man da aber auch den Spieß umdrehen und GPS-Hardware missbrauchen. Denn GPS-Empfänger können sehr präzise orten, sind aber durch die Massenfertigung vergleichsweise günstig. Dann müsste das errechnete Positionssignal nur noch von dem GPS-Empfänger per Funk an das Steuerungssystem übertragen werden.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Grundsätzlich ist das durchaus möglich, allerdings stehen bei der Verwendung von GPS insbesondere die Abschirmung durch das Gebäude sowie die schwankende Genauigkeit durch die wechselnde Anzahl empfangbarer Satelliten im Weg. Um auch nur annähernd brauchbare Daten zu empfangen müsste man mindestens mit Differential GPS arbeiten und ggf. mit einem eigenen Korrektursystem die üblichen Schwankungen minimieren. Theoretisch lässt sich so (unter freiem Himmel und mit genügend verfügbaren Satelliten) eine Genauigkeit von maximal 30cm erreichen, realistisch werden aber eher Werte im Bereich von +/- 2-5 Metern sein... und das ist doch deutlich zu viel. Hochpräzise GPS-Systeme, wie sie z.B. in der Vermessung eingesetzt werden, erreichen hier deutlich bessere Genauigkeiten, weil dann nicht nur die Anzahl vollständiger Perioden sondern auch die Phasenlage des Signals zur Bestimmung von Bruchteilen einer Periode als Laufzeitunterschied verwendet werden. Solche Empfänger sind dann allerdings nicht mehr in einer sinnvollen Preisklasse erhältlich ;)

  • Hallo,
    ich meinte aber auch, nicht direkt GPS zu verwenden, sondern nur die Hardware und sich daraus etwas eigenes basteln mit eigenen Sendeantennen.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Hallo,


    mache mir dazu auch schon seit längerem Gedanken dazu. Ich hatte mal eine App auf meinem Smartphone, die hatte ähnlich einer Wildtierkamera nur dann aufgenommen, wenn sie Bewegungen in dem Sichtbereich der Linse wahr nahm. Sie konnte sogar die Bewegung des Gegenstandes in Falschfarben wiedergeben - finde sie nur nicht mehr im Store...

    Vielleicht kann man das als Grundüberlegung nehmen und den betreffenden Gegenstand mit einer bestimmten Farbe belegen und einen entsprechen Farbfilter vor die betreffende Linse setzen (ginge dann bestimmt auch mit IR-Filter, wenn der Sender da ein kodiertes Signal ausgibt - ansonsten muss der Akteur halt z.B. ein quietschgelbes Hemd anziehen...).

    M.M.n. könnte das dann wenigstens in 2D funktionieren, wenn man das Videosignal ausgewertet bekommt.


    Grüße

    Markus

    Bitte laaaangsaaaam schreiben, bin älter als das Internet...

  • Hi!

    Was ist denn mit der iBeacon (http://de.wikipedia.org/wiki/IBeacon) von Apple, wäre hier ein Ansatz möglich?
    Ansonsten tauchen sogar in Profi-Foren bei diesen Fragen immer nur die gleichen Bemerkungen auf. Das läuft auf ca. 2 Firmen raus die das machen im Bereich "nahezu unbezahlbar". Solange also solche Systeme nicht auf quasi jeder Großveranstaltung verwendet werden und es China-Hersteller dafür gibt wird es wohl auch mit "einfach und billig"-Nachbau für die Schulbühne nix werden.

    Man soll ja niemals nie sagen, aber es wird wohl ein einmaliger Geistesblitz nötig sein um das zuhause so einfach zusammenzulöten. Das Genie dafür ist wohl noch nicht in Erscheinung getreten... :D
    (Es ist sicher eins der meist gewünschten Themen auf Bühnen)

    Wenn man genügend Luftraum über der Bühne hat, dann geht das mit der Infrarot-LED und der Wii-Fernbedienung übrigens tatsächlich sehr einfach. Die Wiimote gibt über die Software "GlovePie" als Joystick verwertbare Kommandos aus. Nur am Rand der Bühne/des Sichtbereiches der Wiimote wird es ungenau. Dummerweise muss der Darsteller dann die LED auf dem Kopf tragen und darf den dann auch nicht beim verbeugen senken. Sonst ist das Licht schnell woanders. Jede Kerze und jeder Scheinwerfer mit IR-Anteil gibt Störsignale aus. Also einfache Lösung aber quasi nur im Labor praktikabel.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

    Edited once, last by Hoc (June 2, 2014 at 5:11 PM).

  • ich meinte aber auch, nicht direkt GPS zu verwenden, sondern nur die Hardware und sich daraus etwas eigenes basteln mit eigenen Sendeantennen.

    Ganz gefährlich, du sendest dann ohne Lizenz (und möglicherweise auch ohne Sachnkenntnis) auf nem Band, was dafür nicht freigegeben ist. Das kann schnell teuer werden, wenn sich da irgendwer bei der Bundesnetzagentur über Störungen beschwert.

    Freundliche Grüße

    Stefan

  • Hallo,

    Ganz gefährlich, du sendest dann ohne Lizenz (und möglicherweise auch ohne Sachnkenntnis) auf nem Band, was dafür nicht freigegeben ist. Das kann schnell teuer werden, wenn sich da irgendwer bei der Bundesnetzagentur über Störungen beschwert.


    das ist klar. Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nicht auf dem GPS-Netz zu senden, sondern den GPS-Chip zu nutzen. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Es gab mal GPS-ICs, bei denen noch eine zusätzliche Empfangseinheit nötig war. Hier ist es dann egal, welches Funknetz du verwendest.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • [...]
    Was ist denn mit der iBeacon (http://de.wikipedia.org/wiki/IBeacon) von Apple, wäre hier ein Ansatz möglich?
    Ansonsten tauchen sogar in Profi-Foren bei diesen Fragen immer nur die gleichen Bemerkungen auf. Das läuft auf ca. 2 Firmen raus die das machen im Bereich "nahezu unbezahlbar"[....]

    Ist gerade wieder aktuell, wenn es um Wellenfeldsynthese in der Akustik geht - Schallquellen werden nach ihrer echten Lage auf der Bühne virtuell im Zuschauerraum platziert. Dabei ist allerdings die Genauigkeit geringer als für einen Verfolger nötig wäre.

    Es gab auch mal einen Versuch (ich glaube von Martin???), so ein System für Clubs und Variete zu verkaufen, um die "Biertrinkenden Pan/Tilt-Einheiten" (schönes Bild...) zu ersetzen (natürlich um Kosten zu sparen). Da das System aber nicht mehr verfügbar ist (oder nie über das Prototypenstadium hinaus gekommen ist), nehme ich an, dass es wirklicht nicht brauchbar war bzw. die Kosten für Kauf, Einrichtung und Fehlersuche vermutlich die Personalkosten für einen Followspotter überschritten haben (gerade da man dem Spotter auch mal funken kann "Jetzt leuchte das oder das an".

    In der Theorie geht da viel, aber auch die industrielle Kameramesstechnik hat Jahre gebraucht, bis der Robbie den "Griff in die Kiste" einigermaßen beherrscht hat.

    Mit Hobbymitteln wird sich da kaum was machen lassen.

  • Hallo
    ich hab euer sehr interessantes Tema gelesen,
    mir ist dabei eins eingefallen, und zwar gibt es webcams mit Verfolgung die arbeiten so viel mir bekant ist mit UV Erkennung . Also stelle ich mir vor man baut ein oder besser 2 keine UV-Straler ( LED oder ähnliches ) , können ja sehr klein sein, und befestigt die z.B. an den Schultern der Person. Dann hat man einen Punkt den die Kamera verfolgen kann. wenn man ihr dann via software noch beibringt wenn 2 Punkte da sind, die Mitte zu nehmen hast du deinen Verfolger wenn du das unter oder über dem eigentlichen Spot anbringst und die Bewegungswerte übernimmst ist das es doch. Du mußt dann nur den Zielpersonen beibringen durch die Anfangsposition des Spots zu laufen.
    denke für kleine Bühnen müßte das machbar und erschwinglich sein

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