Welches DMX-Dimmerpack für kleine Theaterbühne?

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Salü allerseits und ein frohes Osterfest miteinander!

    Im letzten Jahr hat "meine" Theatergruppe angefangen, LEDs punktuell für Effekte in der Bühnenbeleuchtung einzusetzen. Dieses Engagement wollen wir jetzt ausbauen, ohne aber völlig auf unsere klassische Beleuchtung mit "analogen" Leuchtmitteln zu verzichten. Bislang leuchten wir unsere "Hausbühne" (ca. 10x6 Meter) mit etwa 8 Scheinwerfern zu je 500W oder 1000W aus. Für die Zukunft dachten wir daran, einige der alten Scheinwerfer (4-6) für ein warmes Grundlicht zu nutzen und felxible Farbeffekte mit LEDs zu setzen. Unser LED-Equipment besteht derzeit aus 2 LightmaXX LED Mini PAR Tri-LEDs (von denen wir uns noch wenigstens zwei weitere anschaffen wollen) und einem LightmaXX Multi Color Spot Pro Tri-LED , dem wir noch ein oder zwei Geschwister zur Seite stellen könnten. Die Minis bieten sich für kleinflächige Farbakzente an, die Pro-Spots (mit Portalblenden!) könnten das Grundlicht der analogen Scheinwerfer farbig unterstützen.

    Um unseren analogen Bestand in die DMX-Steuerung integrieren zu können, brauchen wir natürlich ein geeignetes DMX-fähiges Dimmerpack. Auf eingebaute Effekte können wir wirklich verzichten, wir wollen nur dimmen können, dafür müssten die einzelnen Lampen aber auch einzeln ansteuerbar sein, der Dimmer darf nicht flackern und muss wirklich zuverlässig sein.

    Welches Gerät hat für eine Kombination aus 4 bis 6 500W/1000W-Scheinwerfern hat eurer Erfahrung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis? (Wir haben übrigens etwa 10 Vorstellungen pro Jahr, das Gerät wäre also nicht im Dauerbetrieb ;-)) Reichen für unsere Zwecke ein oder zwei günstige Dimmer, wie z.B. der Showtec Multi Dimm MKII , oder müssen wir deutlich tiefer in die Tasche greifen, wie für diesen 6-Kanal-Dimmer von Botex ?

    Es grüßt,

    Andreas.

  • Hallo Andreas!

    Ich kann nicht beurteilen, ob der Showtec Multi Dim für euch reichen wird.
    Jedoch kann ich dir den Eurolite DPX 610 DMX Empfehlen... ist etwas günstiger als der Botex... Wir haben diesen glaube ich 5x im Lager. Bis jetzt hat es mit diesen teilen noch keine Probleme gegeben! 8)


    Grüße
    Stefan

    __________________________________________________________________
    Equipment:

    1 * Digital Enlightenment Interface
    4 * Futurelight DMH 40 (40W LED Moving Head)
    4 * Futurelight EYE-7
    8 * Eurolite Par 64 TCL LED (Long Nose, 18 x 3W)
    1 * Eurolite LED B-17 (Spiegelkugeleffekt)
    1 * Tour Hazer II
    2 * Eurolite PMB-8
    4 * Eurolite DMX LED BAR

    Homepage von nem Bekannten:
    http://www.karl-stowasser.at

  • Ich habe sowohl den Mulitdim MKII als auch mehrere Botex DPX620 im Einsatz.
    Die Geräte unterscheiden sich grundsätzlich. Der MKII wird an der Traverse direkt bei den Scheinwerfern montiert und agiert gleizeitig als Stromverteiler. D.h. einphasiger Anschluß (damit auf ca. 3500 W begrenzt). Die Strombelastbarkeit liegt bei 4A/Kanal. Das Dimmerpack ist lautlos, da kein Lüfter verbaut ist. Der interne Aufbau ist nicht berauschend, ich musste schon unter absoluten Streß so ein Ding 1/2h vor Aufführung reparieren (Lötfehler am DMX-Stecker).
    Der DPX620 von Botex packt 16A / Kanal und hat einen 3 Phasen-Anschluß mit max. 3x40A (in der Praxis also 3x 32A). Der DPX620 ist für eine zentrale Installation gedacht (Rackmontage) und ist relativ laut. Auch mit diesem Teil hatte ich schon 2 Defekte: eine kaputte Sicherung (sehr schwer zu besorgen) und eine schlecht kontaktierte Schukosteckdose (habe die Schuko-Ausführung).

    Schnelle DMX-Interfaces können beiden Geräten Schwierigkeiten bereiten. Ich habe bei mir die Frame-Pausenzeit und die Interbytezeit etwas höher gestellt, dann funktionieren die Teile problemlos. Die Zusammenarbeit mit herkömmlichen Pulten ist von Haus aus problemlos.

    Wenn man mehr Qualität will, dann zahlt man dafür auch. Ich habe die Botex-Dimmer seit ca. 8 Jahren im Einsatz, ca. 2 Inszenierungen pro Jahr, darunter Freilichtbühne mit harten Einsatzbedingungen. Ausser den obig angeführten Defekten hatte ich nie irgendwelche Probleme.

    Beide Teile werden unter verschiedenen Labeln verkauft. Dabei gibt es beim DPX620 zwei verschiedene Leistungsausführungen. Eine mit 10A/Kanal eine mit 16A. Die 10A ist noch etwas billiger. Bei Thomann und Prolighting kann man sich einen guten Überblick schaffen.

    Gruß
    Konrad

  • Ich würde mich an Deiner stelle mal nach einem gebrauchten Pulsar Datapack umschauen..


    In Sachen Pulsar kann ich mich chris.k vollstens anschließen. Wir haben an meiner alten Schule (an der ich abundzu noch bei Theaterprojekten mithelfe) ein 6ch. Pulsar Rackpak schon seit Ewigkeiten im Betrieb. Wenn ich das richtig weiß, hat das Rackpak meine gesamte Schulzeit an der Schule (also 9 Jahre) und etliche Jahre davor und danach überdauert und funktioniert immernoch tadellos. Ich hab den Dimmer zwischenzeitlich mit DMX nachrüsten lassen (um weg von dem Handpult und hin zu DMXC ;) zu kommen).

    Den MKII haben wir auch 2mal im Einsatz (und einen Switch aus der selben Familie). Zumindestens bis jetzt hatten wir mit denen noch keinerlei Probleme (auch keine Probleme in Sachen Normgerechte DMX-Signale von einem DE-Interface) und machen gemessen am Preis doch einen recht wertigen Eindruck. Allerdings bräuchtest du, wie konrad schon gesagt hat, mehrere davon und entsprechend Platz an der Traverse, um diese dranzuhängen. Auch musst du dann die Lampen entsprechend aufhängen, weil du so maximal 2x 1000W und 2x 500W pro Dimmer dimmen kannst.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • [...]Um unseren analogen Bestand in die DMX-Steuerung integrieren zu können, brauchen wir natürlich ein geeignetes DMX-fähiges Dimmerpack. Auf eingebaute Effekte können wir wirklich verzichten, wir wollen nur dimmen können, dafür müssten die einzelnen Lampen aber auch einzeln ansteuerbar sein, der Dimmer darf nicht flackern und muss wirklich zuverlässig sein.[...]


    Der Post von JKP hat mich auf eine Idee gebracht: Wie dimmt Ihr die jetzt? Wenn der Dimmer 0..10V Steuerungseingang hat, kann man den ggf. nachrüsten.

    Zur Zuverlässigkeit: Natürlich gibt es nach oben keine Grenzen, was das Geld betrifft.
    Überdimensionieren ist immer gut für die Zuverlässigkeit. Nehmt 2 Stück 6x2kW Dimmer statt 1 Stück 12x1kW Dimmer. Da Ihr an jeden Kanal aber nur max 1 kW verbaut, könnt Ihr die Zuleitung auf die geringere Leistung auslegen. Und wenn das Geld noch reicht und Ihr WIRKLICH in kürzester Zeit einen Defekt beheben wollt, kommt ein dritter als "Spare" in die Kiste.
    Was ganz schön ist: Ausgangsseitige Sicherungsautomaten statt Feinsicherungen - oder eben gleich ein Päckchen auf Vorrat drankleben.
    Ich habe in vielen Jahren ganz ähnlicher Nutzung (Hier mal eine Theatergruppe in einer staubigen Scheune, dort mal ein Musikverein in einer Sporthalle, immer wieder ein/ausladen) noch nie einen Dimmer-Ausfall gehabt - und mein Haupt-Dimmer-Rack ist schon gebraucht gekauft...

  • Zunächst mal vielen Dank für die zahlreichen differenzierten und informativen Antworten. Ich vergaß in meiner Anfrage ausdrücklich zu erwähnen, dass wir keine eigene Bühne bespielen, sondern für die überschaubare Zahl unserer Aufführungen einen kleinen Saal der Stadt mieten, der bereits mit Scheinwerfern und Mischpult ausgestattet ist. Was wir bräuchten, wäre also eine möglichst mobile Lösung, mit der sich neue Lampen etc. einigermaßen fix an den fest installierten Traversen montieren lassen.

    Der Showtec-Dimmer wiurde in den bisherigen Antworten zwar mit der zu erwartenden Zurückhaltung beschrieben, es gab bislang aber noch keine kategorische Warnung vor dem Einsatz dieses Gerätes. Ich glaube, wir werden einfach mal testweise einen Multidim kaufen und ausprobieren. Falls es Probleme gibt, hält sich der finanzielle Verlust in Grenzen ;)

    Andreas.

  • Der Multidim funktioniert, das ist nicht das Problem. Wo du dir Gedanken machen musst, ist die Stromverteilung und die Belastung und evtl. der Einsatzaufwand wenn die Sicherung im Gerät fliegt. Der Multidim wird typischerweise an der Traverse montiert. Pro Multidimm benötigst du einen eigenen Stromkreis. Die mögliche Belastung ist begrenzt und wenn die Feinsicherung im Gerät fliegt, dann ist kraxeln und schrauben angesagt.

    Ich hab den Multidim für die Inszenierung eines Stückes in Gaststätten angeschafft. Dafür war er ideal: leise, montiert auf max. 2,5m hohe Stative mit kurzer Quertraverse und begrenzte Leistung.

    Gruß
    Konrad

  • Hmmm dann würde ich aber auch ehr zum großen Dimmer greifen. Du kannst ja mal versuchen, einen zu finden, der nicht sooo viel Krach macht.
    Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, den Dimmer in einen Nebenraum zu stellen. Die Verbindung zu den Lampen würde ich dann über Kabel mit Harting-Stecker und einer Verteilerbox (Harting auf 4x oder 6x Schuko) pro Traverse lösen. Der Mehraufwand, den du durch die Verkabelung zu den Lampen hast, sparst du dir bei der Stromkabelverlegung für die kleinen Showtec Dimmer. Du schließt den Dimmer an ein 16A oder 32A Drehstromanschluss an (sollte eigentlich jeder Veranstaltungsraum haben) und brauchst dadurch nur 1 Kabel für die Stromversorgung. Dann brauchst du je nach Kanalanzahl des Dimmers noch 1-3 Kabel zu den Traversen und erst in den Traversen brauchst du Verteilerkabel (da reichen eigentlich auch 3-fach Steckdosen, die kann man auch sonst abundzu mal gut gebrauchen). Mir ist zwar noch nie eine Sicherung direkt am Gerät geflogen, aber wer weiß, was passiert. Und im Falle des Falles ist ein schnell erreichbarer Sicherungsautomat am Dimmer besser, als Schmelzsicherungen in 3m Höhe.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Konrad und JPK, ich glaube, ich verstehe eure Einwände. Aufgrund der räumlichen und technischen Voraussetzungen (soweit sie mir bekannt sind ;-)) denke ich aber, der Multidim hat eine Chance verdient ;)

    Andreas.

  • Hallo aschlenger,
    der Multidim hat garantiert seine Chance verdient.
    In deinem ersten post sprachst du auch von 1kW Scheinwerfern,
    die würde ich nicht unbedingt damit betreiben.
    Mehr als 600 Watt würde ich da nicht dran hängen.
    Das mache ich selbst bei den LightBricks von Showtec nicht
    und die haben eine in Anführungsstrichen etwas bessere Technik. ^^

    Ich kann dir nur raten, vorsichtig zu sein.
    Es nützt dir nicht wenn der Dimmer bei der x-ten Veranstaltung
    um die Ohren fliegt.

    Fazit nutze die MultiDims mit bedacht und Sie werden Dir treue
    Dienste leisten, aber Vorsichtig bei höheren Lasten >0,6kW.

    Gruß Uwe

  • So ganz hab ich's noch nicht verstanden.
    Ihr nutzt einen vorhandenen Saal, da ist schon (konventionelles) Licht drin. Dazu packt Ihr für kräftige Farbeffekte noch LED dazu. (So lese ich das in Deinen Postings) Nun wollt Ihr das alles aus einem Pult steuern.
    Also in diesem Saal ist steuerbares konventionelles Licht vorhanden, aber das spielt nicht mit Euren LEDs. Zu was braucht Ihr dann noch weitere Dimmer? Oder kommt weiteres konventionelles Licht hinzu?
    Worauf ich hinaus will: Wenn die Leuchten und Dimmer schon drin hängen, wozu neue Dimmer? Es gibt vielleicht eine Möglichkeit, auch die bauseits vorhandenen Dimmer über DMX anzusteuern - selbst temporär.

    Für zentrale Dimmer spräche, dass an die Hängepositionen sowieso schon Multicore-Leitungen liegen (das, was JPK beschreibt). Dann würde man sich viel Verkabelung sparen, wenn Du evtl. noch vorhandene freie Adernpaare nutzen könntest. Da Ihr aber als LED-Nutzer ja sowieso Dauerstrom und DMX reinlegen müsst, spricht einiges für dezentrale Dimmer und gewisse Investition in saubere Verkabelung und eine zentrale E-Verteilung passend dazu.

    Für zentrale und gegen dezentrale Dimmer spricht, wenn Traglast ein Thema ist - vernünftige Dimmer haben immer auch Eisen an Bord (das sparen sich die billigen Dimmer gerne) und das möchte man nicht unbedingt mit aufhängen - und wenn sie überdimensioniert sind (so ist ja auch der Tip von Uwe zu verstehen, von den lt. Datenblatt zulässigen 1kW nur 0,6 kW zu nutzen) sind sie auch schwerer.

    Ich bezweifle, dass man in dieser 4-Kanal-Klasse etwas findet, das nominell mehr als 1 kW kann (damit man dann guten gewissens 1kW nutzen kann). 4 x 1kW sind knapp über den 3,6 kW, die man aus einer Haushaltssteckdose kriegt, das steck ein normaler Automat gerade noch so weg (da ja im Theater selten alle Kanäle gleichzeitig in 100% und das über längere Zeit laufen).

    Wenn schon dezentral - warum dann nicht gleich Einkanaldimmer? Nennen sich z.T. auch "Shuttle Dimmer". Ein 1,2 kW-Modell lässt sich guten Gewissens auch bis 1kW längere Zeit nutzen. Viele davon sind auch schon zur Montage an Traversen vorgerüstet.

    Bei Festinstallation wird der zentrale Dimmerraum noch immer bevorzugt. Der Dimmer und sein Umfeld gilt als elektrischer Betriebsraum: Der muss vom Zugriff durch Unbefugte geschützt werden. Ebenso gehört der Dimmerraum in einen anderen Brandabschnitt wie die Bühne oder der Zuschauerraum. Das ist im Tourbetrieb zwar seltenst so zu realisieren, aber das Ziel, nicht unnötig viel Brandlast in den Zuschauerraum zu bringen, sollte man auch bei dezentralen Dimmern immer im Auge behalten. Im vorliegenden Fall hat sich für die fest installierten Scheinwerfer schon jemand dazu Gedanken gemacht. Das sollte man durch "einfach dazuhängen" von elektrischen Geräten nicht unüberlegt über den Haufen werfen.

  • So ganz hab ich's noch nicht verstanden.
    Ihr nutzt einen vorhandenen Saal, da ist schon (konventionelles) Licht drin. Dazu packt Ihr für kräftige Farbeffekte noch LED dazu. (So lese ich das in Deinen Postings) Nun wollt Ihr das alles aus einem Pult steuern.
    Also in diesem Saal ist steuerbares konventionelles Licht vorhanden, aber das spielt nicht mit Euren LEDs. Zu was braucht Ihr dann noch weitere Dimmer? Oder kommt weiteres konventionelles Licht hinzu?
    Worauf ich hinaus will: Wenn die Leuchten und Dimmer schon drin hängen, wozu neue Dimmer? Es gibt vielleicht eine Möglichkeit, auch die bauseits vorhandenen Dimmer über DMX anzusteuern - selbst temporär.

    So weit, so richtig. Die zusätzlichen (oder besser: Ersatz-) Dimmer würden wir doch wohl brauchen, wenn wir die konventionellen Scheinwerfer ebenfalls vom DMX-"Pult" (hier wohl: Laptop) aus steuern wollen. Die bereits vorhandene Anlage ist (wenn ich das richtig verfolgt habe) über 10 Jahre alt. Dass sie bereits DMX-fähig sein könnte, scheint mir so unwahrscheinlich, dass ich bislang gar nicht daran gedacht habe ... Bei unseren letzten Vorstellungen vor etwa vier Monaten ist mir allerdings nichts direkt aufgefallen ... Ich mache mich mal schlau!

    Für zentrale Dimmer spräche, dass an die Hängepositionen sowieso schon Multicore-Leitungen liegen (das, was JPK beschreibt). Dann würde man sich viel Verkabelung sparen, wenn Du evtl. noch vorhandene freie Adernpaare nutzen könntest. Da Ihr aber als LED-Nutzer ja sowieso Dauerstrom und DMX reinlegen müsst, spricht einiges für dezentrale Dimmer und gewisse Investition in saubere Verkabelung und eine zentrale E-Verteilung passend dazu.

    Wie gesagt, wir nutzen den Saal nur zur Miete. Unsere Möglichkeiten, Technik, Kable etc. "fest" zu installieren, sind eingeschränkt ...

    Für zentrale und gegen dezentrale Dimmer spricht, wenn Traglast ein Thema ist - vernünftige Dimmer haben immer auch Eisen an Bord (das sparen sich die billigen Dimmer gerne) und das möchte man nicht unbedingt mit aufhängen - und wenn sie überdimensioniert sind (so ist ja auch der Tip von Uwe zu verstehen, von den lt. Datenblatt zulässigen 1kW nur 0,6 kW zu nutzen) sind sie auch schwerer.

    Die Beleuchtungstraversen im Saal sind fest an stabilen Holzbalken montiert, Traglast dürfte zumindest in dieser Hinsicht kein größeres Problem sein (jedenfalls nicht in den überschaubaren Größenordnungen, von denen wir hier sprechen).

    Ich bezweifle, dass man in dieser 4-Kanal-Klasse etwas findet, das nominell mehr als 1 kW kann (damit man dann guten gewissens 1kW nutzen kann). 4 x 1kW sind knapp über den 3,6 kW, die man aus einer Haushaltssteckdose kriegt, das steck ein normaler Automat gerade noch so weg (da ja im Theater selten alle Kanäle gleichzeitig in 100% und das über längere Zeit laufen).

    Vor dem Hintergrund unseres bisherigen Lichteinsatzes bei Aufführungen hatte ich geplant, zwei klassische 1000er und zwei 500er für das Grundlicht zu reservieren, unterstützt von zwei LED-PARs ausreichender Größe mit Torblenden, die flächig Farbe ins Spiel bringen können. Auf der Bühne bzw. in größerer Bühnennähe könnte man mit kleineren LED-PARs (z.B. diesen ) weitere Farbakzente punktuell setzen. Wenn wir von zwei 4Ch-Dimmerpacks ausgehen, kämen auf einen Dimmer *maximal* zwei 1000er und zwei 500er.

    Wenn schon dezentral - warum dann nicht gleich Einkanaldimmer? Nennen sich z.T. auch "Shuttle Dimmer". Ein 1,2 kW-Modell lässt sich guten Gewissens auch bis 1kW längere Zeit nutzen. Viele davon sind auch schon zur Montage an Traversen vorgerüstet.

    Hmmm ... Daran hatte ich auch schon ganz kurz gedacht, die Idee aus Kostengründen aber wieder verworfen. Die Einzeldimmer, die ich bisher gefunden habe, waren nur wenig günstiger als ein 4Ch-Gerät, hinzu kämen dann nochmal zusätzliche DMX-Kabel für die Verbindung. Dein Argument hinsichtlich der Leistung ist aber nicht von der Hand zu weisen ...

    Bei Festinstallation wird der zentrale Dimmerraum noch immer bevorzugt. Der Dimmer und sein Umfeld gilt als elektrischer Betriebsraum: Der muss vom Zugriff durch Unbefugte geschützt werden. Ebenso gehört der Dimmerraum in einen anderen Brandabschnitt wie die Bühne oder der Zuschauerraum. Das ist im Tourbetrieb zwar seltenst so zu realisieren, aber das Ziel, nicht unnötig viel Brandlast in den Zuschauerraum zu bringen, sollte man auch bei dezentralen Dimmern immer im Auge behalten. Im vorliegenden Fall hat sich für die fest installierten Scheinwerfer schon jemand dazu Gedanken gemacht. Das sollte man durch "einfach dazuhängen" von elektrischen Geräten nicht unüberlegt über den Haufen werfen.

    Ein Aspekt, den ich bislang noch gar nicht bedacht hatte. Danke für die Warnung! Wir werden über unser Vorhaben also wohl in jedem Fall bald mit der Haustechnikerin des Saals sprechen müssen ...

    Gruß,

    Andreas.

  • Hi!

    "über 10 Jahre" ist kein Alter für DMX. ;)
    http://de.wikipedia.org/wiki/DMX_%28Lichttechnik%29
    Die ersten Protokolle wurden bereits 1990 offiziell definiert. Es sind sogar schon Dimmer aufgetaucht, die DMX eingebaut haben und es fehlen lediglich die Anschlussbuchsen. Diese wurden damals wohl nicht vom Werk aus bestückt/angeschlossen. Also lohnt eine Recherche durchaus!
    Ebenso lohnt es sich auch DMX-zu-10v-Konverter anzuschauen falls die Anlage über eine 0-10V-Steuerung läuft. Auch das haben einige hier im Forum schon erfolgreich umgesetzt. Da wird dann eine vermutlich alte Anlage plötzlich wieder sehr interessant.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

  • Hallo,
    naja ich würde auch sagen, wenn möglich die Hausanlage zu verwenden. Die ist genau auf die eingebauten Scheinwerfer abgestimmt. Vielleicht ist das Saallichtsteuerpult sogar per DMX angebunden, dann würde sich hier praktisch die gesamte Diskussion erübrigen. Unsinnig ist es aber, Dimmer zu kaufen, wenn ihr keine eigenen Lampen habt, bzw. keine Lampen dazukauft. Weil, was ist, wenn ihr irgendwann aus irgend einem Grund nichtmehr in den Saal können. Dann bringen euch die Dimmer auch nichts.

    Außerdem ist es auch entscheidend, was die Saalbesitzer sagen. Wenn du nur das Lichtmischpult aussteckst und nacher wieder einsteckst ist das nicht sooo tragisch (kann aber auch zu etwas Ärger führen), aber wenn du deren gesamte Lichtanlage umbaust, dann werden die meisten Saalbesitzer (die nicht sooo groß sind, dass sie viel Technik haben) was dagegen haben. Mich hat eine Saalbesitzerin schonmal etwas gerüffelt, weil ich einige Dinge zusätzlich in der Licht- und Tonregie verbaut hab und meinen PC an die Stelle gestellt hab, an der normal das Saalpult steht. Erst nach entsprechender Versicherung meinerseits, alles nacher wieder in den Ausgangszustand zurückzubauen und nachdem ich ihr meine Handynummer gegeben habe, falls irgendetwas doch nicht in Ordnung ist, war sie beruhigt. Alle folgenden Aufführungen in dem Raum haben dann aber zu keinem Problem mehr geführt, sondern sie war beruhigt, das ich wieder die Technik mache :D. Trotzdem muss man bei sowas immer aufpassen, immerhin ist es fremdes Eigentum und die Besitzer haben oft nicht ganz so viel Ahnung von der Materie (abgesehen von deren Haustechnikern).
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Hallo,
    naja ich würde auch sagen, wenn möglich die Hausanlage zu verwenden. Die ist genau auf die eingebauten Scheinwerfer abgestimmt. Vielleicht ist das Saallichtsteuerpult sogar per DMX angebunden, dann würde sich hier praktisch die gesamte Diskussion erübrigen. Unsinnig ist es aber, Dimmer zu kaufen, wenn ihr keine eigenen Lampen habt, bzw. keine Lampen dazukauft. Weil, was ist, wenn ihr irgendwann aus irgend einem Grund nichtmehr in den Saal können. Dann bringen euch die Dimmer auch nichts.

    An sich richtig. Wir haben aber durchaus noch einen (kleinen) Bestand von 6-8 Scheinwerfern und Profilern. Vor vielen Jahren hatten sich die Stadt und unser Theater die Lichtanlage gewissermaßen geteilt: Die Geräte waren ständig fest im Saal installiert, die Hälfte der Scheinwerfer gehörte uns, die andere Hälfte der Stadt zur gegenseitigen freien Nutzung. Wenn wir ein Gastspiel außerhalb hatten, haben wir uns, was wir brauchten, mitgenommen. Damals war einiges noch einfacher - die Kommunen waren finanziell noch nicht so klamm, wir konnten den Saal kostelos nutzen und mit Brandschutzverordnungen sah man es faktisch noch nicht sooooo eng.

    Außerdem ist es auch entscheidend, was die Saalbesitzer sagen. Wenn du nur das Lichtmischpult aussteckst und nacher wieder einsteckst ist das nicht sooo tragisch (kann aber auch zu etwas Ärger führen), aber wenn du deren gesamte Lichtanlage umbaust, dann werden die meisten Saalbesitzer (die nicht sooo groß sind, dass sie viel Technik haben) was dagegen haben. (...) Alle folgenden Aufführungen in dem Raum haben dann aber zu keinem Problem mehr geführt, sondern sie war beruhigt, das ich wieder die Technik mache :D. Trotzdem muss man bei sowas immer aufpassen, immerhin ist es fremdes Eigentum und die Besitzer haben oft nicht ganz so viel Ahnung von der Materie (abgesehen von deren Haustechnikern).

    Sowas kenne ich. Trotz der oben angedeuteten etwas schwierigeren Lage (verglichen mit, sagen wir mal, den frühen 90ern) lässt sich mit der Stadt bzw. der verantwortlichen Veranstaltungstechnikerin durchaus reden. Wir schauen mal, was sich mit den vorhandenen Mitteln machen lässt. Ein Multidimm wird trotzdem angeschafft ... zumindest zum Ausprobieren im Probenraum - und wenn's nur der Betrieb von Bauscheinwerfern ist ;)

    Gruß,

    Andreas.

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