Externe Taktsynchronisierung in Input assignment

  • Hi,

    Ich habe ein relativ Komplexes setup mit dem ich Taktinformationen über das Input assignment an den speed master 1 gebe welcher dann alles andere (hauptsächlich cuelisten) synchronisiert.

    Aktuell mache ich das in dem ich den BPM wert des speedmasters auf 0 setzte und den Takt über den sync eingang gebe. Das funktioniert auch generell, aber immer mal wieder geht es für kurze momente nicht oder zählt mal einen takt Doppelt. Meine frage daher: Gibt es einen Besseren weg ein externes taktsignal (aktuell kommt es ber sACN) als beat signal in DMX Control zu verwenden? ODer hat jemand eine idee woran das "Stottern" liegt?

    Es ist übrigens nicht nur die GUI sondern auch tatsächlich die DMX ausgabe betroffen.


    Mfg,

    Jonas

  • Hallo Jonas!

    Was ist denn die Quelle für das Taktsignal, was du per sACN an DMXControl 3 schickst?

    Ich frage nämlich deswegen: wenn in der Quelle zum Beispiel der BPM-Wert vorliegt, dann würde ich zweigleisig und mit zwei oder auch drei DMX-Kanälen fahren und nicht nur den Takt, sondern auch den BPM-Wert übermitteln.

    Der erste DMX-Kanal dient weiterhin der Synchronisation des Takts zwischen der Quelle und DMXControl 3. Allerdings würde ich das reduzieren und entweder nur bei jedem 4. oder 8. Takt tatsächlich den Sync-Eingang vom Speed Master drücken. Das ist dann eine kleine Logik in DMXC selbst. Der zweite (ggf. in Kombination mit einem dritten) DMX-Kanal übermittelt einen Zahlenwert mit dem aktuellen BPM-Wert. Je nachdem wie oder was deine Quelle ist, nimmst du eben ggf. sogar zwei DMX-Kanäle hierfür, um eine höhere Auflösung des Werts zu erzielen. Varianten gibt es da genug, aber dafür müsstest du wie gesagt die Quelle verraten.

    Am Ende wird es damit dann so sein, dass DMXC über den Speed Master den Takt wieder selbst generiert und du mittels regelmäßiger Updates ein (massives) Auseinanderlaufen vermeidest. So muss das Taktsignal nicht kontinuierlich akkurat durchkommen, weil eben grundlegender Takt in DMXC vorliegt.

    Stefan

  • Hi,

    Danke für die Antwort!

    Die Quelle ist das Tool rkbx_link, ein opensource projekt um taktinformationen aus rekordbox zu extrahieren. Ich habe dafür ein sACN ausgabemodul geschrieben welches BPM als 8-Bit wert und den takt als inkrementellen wert übermittelt. Deine Idee ist gut, wäre vermutlich Robuster, allerdings hat sie das Problem dass einerseits ein 8-bit wert wie du schon angemerkt hast nicht wirklich ausreichend wäre und andererseits geht damit die Superschnelle reaktionszeit des systems verloren. Aktuell wird zb. beim Deckwechsel in rekordbox der Takt sofort aktualisiert und bei pause/stop hört das licht sofort auf sich zu bewegen. das wäre durch das verwenden der BPM im tempo master nichtmehr so "snappy". Gibt es sonst keine Methode wie man das etwas buggy verhalten des Tempo masters beheben kann, oder eine andere art der Synchronisierung verwenden?
    Habe hier mal ein kleines beispiel aufgenommen damit man sich vorstellen kann was genau das Problem ist:

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    Das passiert einfach manchmal und ich komme nicht dahinter warum der ausgang stehen bleibt.

    Mfg,

    Jonas

  • Ich habe dafür ein sACN ausgabemodul geschrieben welches BPM als 8-Bit wert und den takt als inkrementellen wert übermittelt.

    Das sind doch in dem Sinne die besten Voraussetzungen. Um eine höhere Auflösung für den BPM-Wert zu erreichen, nimmst du eben zwei (oder mehr) DMX-Kanäle her und kannst dann mit einer Auflösung von 16 Bit arbeiten. So wird es ja in der DMX-Wert bei vielen Gerätefunktionen auch gemacht, wenn man dort ebenfalls nicht mit 8 Bit auskommt.

    und andererseits geht damit die Superschnelle reaktionszeit des systems verloren.

    Wieso? Sobald sich der BPM-Wert ändert, hast du mit dem nächsten Mal "Sync" drücken am Speed Master das Licht wieder in der Spur.

    bei pause/stop hört das licht sofort auf sich zu bewegen.

    Wenn dein Tool zum Beispiel in diesem Moment automatisch den BPM-Wert 0 übermittelt, wenn der Track in dem aktiven Deck pausiert ist, steht auch direkt das Licht. Eine andere Variante wäre, dass du dafür einen weiteren DMX-Kanal hernimmst und die gewünschte Logik für den Fall "aktives Deck pausiert" im Input Assignment in DMXControl 3 baust.

    Lange Rede, kurzer Sinn: wenn du sowieso schon ein eigenes Tool gebaut hast, um Informationen aus Rekordbox in DMX-Werte umzusetzen, dann spare doch nicht mit DMX-Kanälen. Für DMXControl 3 ist es egal, ob du nur zwei oder zehn aus deinem Tool übermittelst und in DMXC weiterverarbeitest. Ich bin zwar kein Entwickler, aber ist würde sagen, dass jede Erweiterungen nun vergleichsweise überschaubar sind - weil du das Grundgerüst eben vorliegen hast.

  • Also Im Grunde hast du Recht, das wäre alles möglich. Ich glaube was mich daran stört ist dass das alles nur ein workaround für den bug des speedMaster sync eingangs ist, würde der nicht hängenbleiben wäre das alles nicht nötig. Ich dachte mir vielleicht ist es ein bekanntes Problem und liegt an irgendeiner einstellung oder so, aber gut. Dann schau ich mal ob ich das irgendwie so gelöst bekomme:)

  • Sagen wir mal so: ich habe es bis jetzt so noch nicht in der Intensität gemacht, den Speed Master quasi dauerhaft nur per Sync zu triggern. Und gehört habe ich es bis jetzt an anderer Stelle auch nicht, dass es jemand so macht. Daher fehlt ein Stück weit die Datenbasis, um eine fundierte Aussage zu treffen.

    Unabhängig davon will ich aber eben auch nicht ausschließen, dass sich das Netzwerk daran "verschluckt", weil es meint, mal gerade was anderes machen zu müssen. Gleiches kann auch für DMXC selbst gelten, dass es Momente gibt, die nicht exakt im Takt verarbeitet werden. Und letzteres ist grundlegend dem geschuldet, dass DMXC als Windows-Anwendung nicht zu 100% echtzeitfähig ist - gemeinsam mit Windows als Betriebssystem selbst.

    Deswegen hatte ich eben unmittelbar in den Raum geworfen, diese ultraenge Kopplung wieder aufzulockern, um damit eine gewisse Fehlertoleranz zu erhalten.

  • ich habe es bis jetzt so noch nicht in der Intensität gemacht, den Speed Master quasi dauerhaft nur per Sync zu triggern. Und gehört habe ich es bis jetzt an anderer Stelle auch nicht, dass es jemand so macht.

    Die Variante via Sync den SpeedMaster zu triggern ist tatsächlich nicht richtig. Der SpeedMaster hat eine eigene interne Clock, welche den Beat macht. Der Learn-Input sorgt dafür, dass die Clock-Dauer entsprechend angepasst wird. Ein Sync stoppt die Clock und startet sie neu. Ein Learn setzt die Dauer. Aber er triggert auch einen Beat. Allerdings hat der Beat einen kleinen Cooldown, um doppelte Trigger zu vermeiden. Der Sync triggert den Beat auch, setzt aber die Dauer nicht. Der Cooldown ist aber abhängig von dem Interval zwischen Beats. Wenn du durch den Sync das Interval nie setzt, ist das bei einer größerem Dauer und der Beat geht u.U. durch diesen Cooldown verloren. Daher bitte den Learn verwenden.

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Die Variante via Sync den SpeedMaster zu triggern ist tatsächlich nicht richtig.

    Mir persönlich war das auch durchaus bewusst, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber wie eingangs erwähnt (und so hatte ich es auch im Kopf): wenn der BPM-Wert im Speed Master auf 0 ist, kann man über den Sync manuelle, einzelne Beatschritte auslösen. Das ist für mich für einzelne Momente schon ein valider Ansatz - aber eben nicht als Dauerlösung.

  • Eigentlich fehlt für den Anwendungsfall von Jonas dem Speedmaster ein manueller Trigger, sodass der Beat beim Impuls um einen erhöht wird.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube wir hatten das schon mal diskutiert. Warum wir uns dagegen entschieden hatten, kann ich mich nicht mehr erinnern.

    Grüße

    Nutzer99

  • Der Punkt ist, der SpeedMaster inkl. dem Effektsystem haben ein paar Einschränkungen, was die genaue Synchronisation und die Beats angeht. Deshalb bringt das alles auch nicht so richtig etwas, da darüber zu diskutieren ;)

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Der Punkt ist, der SpeedMaster inkl. dem Effektsystem haben ein paar Einschränkungen, was die genaue Synchronisation und die Beats angeht.

    Aber (zur Einordnung): Im Gegensatz zu den Effekten und Filtern lassen sich Cuelists mit beatgesteuerten Cues sehr wohl synchronisieren und damit auch über den Sync-Eingang manuell weiterschalten, wenn der BPM-Wert 0 ist.