Wieso hat DMX 255 Werte

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hi,


    da ich grade ein Projektarbeit über das DE-Interface und DMX Control schreibe (Bau/Einrichtung und Benutzung) und das ganze so sein soll, dass eine unerfahre Person nutzen kann, also mit Erklärungen, suche ich grade nach einer Erklärung wieso das ausgerechnet 255 Wert sind...


    Danke schon mal vorab!

    Gruß
    Tobias

  • Die Daten werden bei DMX für jeden Kanal hintereinander seriell mit jeweils 8 Bit gesendet.
    Acht Bit entspricht einer möglichen Anzahl von 2^8 Werten, die somit ein Kanal haben kann.
    2^8 sind 256 verschiedene Werte, aber davon wird noch die 0 mitgezählt und somit kommt man bei DMX auf einen Wertebereich von 0 bis 255.

    Grüße
    Korni

  • Hallo,
    ergänzend zum Post von Korni habe ich noch ein paar zusätzliche Dinge. Denn sein Post beschreibt zwar, wie sich die 256 Werte aus der Bit-Anzahl berechnet. Aber warum es gerade 8 Bit sind, die pro Kanal übertragen werden sagt er nicht ;). Es gab nämlich damals durchaus andere Systeme mit 7bit (z.B. PMX) und 16bit. Warum sich aber DMX mit 8bit durchgesetzt hat, kann man nicht so genau sagen. Das ist das gleiche wie z.B. bei Bluray zu HD-DVD gewesen. Einige Hersteller haben Systeme entwickelt in der Hoffnung, dass sich ihr System durchsetzt. Dann entscheidet der Markt oder (wie bei der Bluray) einzelne unabhängige Firmen, die sich für ein System entscheiden. Für DMX gab es aber auch mehrere weitere gute Gründe. Diese sind die große Rohbustheit (recht große Kabelwege möglich), der damals mehr als ausreichenden Kanalanzahl und der für konventionelle Scheinwerfer ausreichenden Werteanzahl.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • 8bit = 1 byte (= unsigned short integer in vielen Programmiersprachen)
    Das war auch lang die Breite der gleichzeitig verarbeitbaren Daten in Prozessoren. Da ist es ziemlich naheliegend, gleich diesen Wert zu nehmen. Und man war doppelt so fein wie die bei Dimmerlicht übliche %-Angabe - also war die Übertragung sicher besser als die damals verfügbaren Ein- und Ausgabegeräte.

    Auch heute noch findet man z.B. bei E/A-Knoten in der Automatisierungsindustrie die 8. Da sind dann 2, 4 oder 8 digitale oder analoge In/output in einem Modul. Hab noch nie 6, 10 oder 12 gesehen.


    Wozu man 16 bit brauchen sollte wusste man am Anfang noch nicht (selbst die spiegelbewegten Multifunktionsscheinwerfer waren mit 8 bit am Rande ihrer Wiederholgenauigkeit) und hätte dafür 16-bit-Prozessoren nicht nur beim Generieren, sondern auch beim Empfänger gebraucht.

    Der Vollständigkeit halber: Auch PMX kannte nicht nur 7-bit-Typen, sondern auch 8-bit-Typen. Wenn man die Kurzspec durchliest klingt das schon viel komplizierter als DMX... http://pulsarlight.com.tempdomain.com/Downloads/Inst…02/Default.aspx

  • Auch heute noch findet man z.B. bei E/A-Knoten in der Automatisierungsindustrie die 8. Da sind dann 2, 4 oder 8 digitale oder analoge In/output in einem Modul. Hab noch nie 6, 10 oder 12 gesehen.


    Nur bei DMX-Dimmern hat sich irgendwie die 6 durchgesetzt, die meisten Dimmer haben sechs Kanäle oder ein Vielfaches davon.
    Nur bei Einphasendimmern ist öfter mal die 4 anzutreffen.

    Ich hab nen Dimmer mit 8 Kanälen (auf der Platine sind sogar 16 Kanäle vobereitet)

  • Hatte das mit der "6 Kanal Bauweise" nicht mit der vereinbarkeit der drei Strom Phasen zu tun gehabt ! Ich mein das mal irgendwann als Grund bei einer Schulung erfahren zu haben !

    Nur einige wenige Anbieter haben damals 4 oder 8 Kanal Dimmer "Endstufen gehabt !

    tobi97 :
    Denke daran, das der wert "0" genauso eine Werteausgabe ist wie alle anderen Werte !
    Es gibt im gegensatz zur analogtechnik "0 bis 10 Volt kein "nichts"
    Ist DMX eingeschaltet , sendet er auf allen kanälen ! 0 ist der niedrigste gesendete Wert und 255 der höchste !
    Da die "0" ja der erste Wert ist ! ist der Wert 255 der 256zigste Wert ! einen "Nichts-Wert" gibt es nicht !

    Liest sich dämlich, ist aber real !!

    Gruß Ralf

  • Jap, das mit 6 Channels hat was mit 3 Phasen zu tun.
    Auch von der Baugröße ist das gut in 19-Zoll 2HE-Gehäuse unter zu bringen.

    Alleine aus diesen zwei GRünden haben sich 6 Kanäle schon bewährt.
    Alles was nicht durch 3 teilbar ist macht eigentlich keinen Sinn bei Drehstromanschluss.

  • Hi!

    Ich weiß, das ist jetzt schreckliches Off-Topic. Sogar doppelt weil ja alleine die Diskussion um die Dimmer das schon ist. Aber ich muss das jetzt endlich mal fragen:
    Warum haben dann verdammt viele dieser kleinen Stromverteiler 4 Schuko-Dosen???

    Damit auch noch was Nützliches zum Thema da steht:
    LightStar: DMX sendet nicht immer alles wenn kein Kanal belegt ist. Es gibt einiges Interfaces die von sich aus auch nur "ein paar Kanäle" können und dafür dann billiger sind. Wenn man mehr Kanäle haben will, dann kostet es mehr. Seltsame Preispolitik weil das technisch preislich nicht relevant ist, aber durchaus verbreitet.
    Und dann gibts noch Interfaces die nur bis zum letzten Kanal senden und dann sofort von vorne wiederholen. Das heißt es könnte theoretisch sein, dass er erstmal nur einen einizigen Kanal mit 0 sendet und das war's. Das bringt manche Geräte durcheinander weil der Kanal, auf den sie eingestellt sind, zu schnell wieder "dran" ist und sie noch nicht wieder bereit sind.
    Also auch wenn DMX eigentlich ein Standard ist, heißt das leider noch lange nix....
    (Das ist übrigens jetzt auch noch der zweite Teil: Es gibt auch genau 255 (Ahrg, wenn die Finger schneller tippen als das Hirn denkt...) 512 Kanäle, nicht nur Werte. Hier zählt die 0 nicht mit. ;))

    Hoc

  • Warum "4 Steckdosen" ?
    Weil auch außerhalb von Showtechnik viel durch 2 4 oder 8 Teilbar sein soll ! :thumbup:

    Ich habe z.b. alle Ellemente meiner Technik immer durch 2 - 4 - 8 ... aufgeteilt !
    weil Musik in der Regel 4 Takte hat = Rot blau grün gelb ... alle Effekte auf 4 Takt Musik ausgelegt sind ! (bei mir zumindest) :thumbup:
    Natürlich bin ich genauso in der Lage einen Walzer zu begleiten ! :D
    (Umschalten des Pulsar Modulator auf 3 K ...alle 4 mal 3 Takte kann auch ein viertel . . .) 8)

    Standartmäßig sendet DMX Immer 512 Kanäle nonstop ! ^^

    Klar ist natürlich das Hersteller Optionen einbauen um "Zeit" zu sparen und/oder Schnelleren Refresch zu ermöglichen ... genau richtig wie "Hoc" schreibt:
    ---Es gibt einiges Interfaces die von sich aus auch nur "ein paar Kanäle" können und dafür dann billiger sind.--- das ist gemacht, aber nicht "Standart"
    ---Also auch wenn DMX eigentlich ein Standard ist, heißt das leider noch lange nix....

    . . . Hoc, du meinst "512" Kanäle ?? (Sicher nicht 255) ( Schmunzel ) :P

    Das ist für anfänger manchmal verwirend ! dieses: die 0 ist eigentlich die 1 ... und so ! Das ist ja auch in der ddf erstellung so - oder ?!! (richtig ?? )
    Und das ist selbst für Profis manchmal "doof" ...aus gewohnheit den kanal einstellen und feststellen, der hätte ja einen tiefer gemust !


    Gruß Ralf ;)

  • Hallo,

    Standartmäßig sendet DMX Immer 512 Kanäle nonstop ! ^^


    Da muss ich dich leider korrigieren. HOC hat vollkommen recht, wenn er sagt, dass DMX nicht immer alle 512 Kanäle übertragen muss. Das hat (ausnahmsweise) nichts damit zu tun, dass das irgendwelche Firmen nicht normgerecht machen. Denn so steht das sogar in der Norm drin. Ich habe leider nur die DIN 56930-2 Bühnentechnik Bühnenlichtstellsysteme Teil 2: Steuersignale vorliegen, die auf die eigentliche DMX-Norm USITT : DMX512/1990 verweist. Sie ist aber voll anwendbar, denn Geräte, die sich an diese DIN-Norm halten dürfen die Aufschrift "Nach USITT DMX512/1990" (siehe dazu Kapitel 5 Benutzerinformation) tragen.

    In der DIN 56930-2 steht unter 4.3.5.2 Mindestanzahl von Dimmerwerten sinngemäß, dass es keine Mindestanzahl der zu sendenden Kanäle gibt und somit auch weniger Kanäle in einem DMX512-Signal geschickt werden dürfen, solange alle anderen Normbedingungen eingehalten werden. Ergo ist das so erlaubt und ein Endgerät muss eigentlich, wenn es sich an die Norm hält, damit umgehen können.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Auch heute noch findet man z.B. bei E/A-Knoten in der Automatisierungsindustrie die 8. Da sind dann 2, 4 oder 8 digitale oder analoge In/output in einem Modul. Hab noch nie 6, 10 oder 12 gesehen.


    Nur bei DMX-Dimmern hat sich irgendwie die 6 durchgesetzt, die meisten Dimmer haben sechs Kanäle oder ein Vielfaches davon.
    Nur bei Einphasendimmern ist öfter mal die 4 anzutreffen.

    Ich hab nen Dimmer mit 8 Kanälen (auf der Platine sind sogar 16 Kanäle vobereitet)

    Das hat ja prinzipiell nix miteinander zu tun. Bei den von mir erwähnten E/A-Modulen (zumindest bei den digitalen) werden die bit ja schließlich einzeln ausgegeben. Und darum ist das mit den 8 bit da ganz praktisch.
    Warum bei Strom = Leistung dann wieder die 3 ne wichtige Zahl ist, ist ja bereits erklärt.

  • Warum haben dann verdammt viele dieser kleinen Stromverteiler 4 Schuko-Dosen???


    32 A Eingang -> 2x 16 A Ausgang. Dann braucht man für vier Dosen nur zwei Phasen anklemmen :)


    Das war aber hoffentlich witzig gemeint. Schon mal was davon gehört, dass man die 3 Außenleiter (vulgo "Phase") gleichmäßig belasten soll? Ein Verteiler, der so aufgebaut wäre wie du skizziert hast, würde eine gleichmäßige Auslastung unmöglich machen. Selbst wenn das Inverkehrbringen einer solchen Fehlkonstruktion zulässig wäre, würde bei mir so was bei der Wahl der geeigneten Betriebsmittel rausfliegen.
    Nene, auch in diesen Kleinverteilern werden alle 3 Außenleiter benutzt. Sind alle 4 SchuKos individuell abgesichert, hat meist die 4. SchuKo wieder L1.

  • Hallo,

    Schon mal was davon gehört, dass man die 3 Außenleiter (vulgo "Phase") gleichmäßig belasten soll?

    in der Theorie kenn ich das auch.
    Aber in der Praxis ist das immer schlecht durchzuführen.
    Einmal haben nicht alle Verbraucher die selbe Leistung, noch sind sie
    gleichzeitig an.
    Nicht Symetrische Belastung ist aber normal kein Problem wenn nicht
    die einzelnen Phasen überlastet werden.

    "Notstrom-Generatoren" können bei Schieflast ein Problem haben,
    da die Spannung nur geassmt gregelt werden kann und nicht in den
    einzelnen Phasen

    Wir hatten bei der Arbeit mal eine größere Anzahl von Bürocontainern.
    Die alle gleich aufgebaut waren. Die 2000W Heizung immer auf L1.
    Jeder Container hatte einen 32A CEE Eingang und auch einen Abgang,
    Damit man sie einfach zusammenschalten kann.
    Im Sommer kein Problem, aber als es kälter wurde flogen in der
    Verteilung die Sicherungen von L1.
    Container Umverdrahtung kam nicht in Frage, also bei unseren
    Verbundungsleitungen L1 auf L2, L2 auf L3 und L3 auf L1 gelegt.
    Dies an den Steckern gekennzeichnet.
    Nun verteilte sich die Leistung beser auf alle drei Phasen.

    Gruß Steff

    Am Ende wird alles gut !

    Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.

    May the light be with you


  • 32 A Eingang -> 2x 16 A Ausgang. Dann braucht man für vier Dosen nur zwei Phasen anklemmen :)


    Das war aber hoffentlich witzig gemeint. Schon mal was davon gehört, dass man die 3 Außenleiter (vulgo "Phase") gleichmäßig belasten soll?


    Nö, das war mein Ernst. Die Verteiler, die ich kenne, haben demnach auch nur zwei Sicherungen drin - je 2 Steckdosen mit einem 16 A Leitungsschutzschalter abgesichert. Für deine Lösung bräuchte man 1-2 Sicherungen mehr, das macht den Verteiler nur teurer.

    Mich würde interessieren, wie das bei den anderen Verteilern ist.

    Alle Phasen gleichmäßig belasten? Das ist dann relevant, wenn man möglichst viel rausholen will. Wenn man sich trotzdem sicher sein kann, dass man den zulässigen Strom nicht überschreitet, kann man die Phasen auch ungleichmäßig belasten. Mal im Ernst: Wenn du im Arbeitszimmer Licht brauchst, schaltest du dann auch im Bad und im Keller das Licht an, damit alle Phasen gleichmäßig belastet sind? ;)

    Freundliche Grüße

    Stefan

  • Im Haushalt sind die 200W der Beleuchtung im Bad, die eine Phase mehr belastet nicht so gewichtig im Gesamten System. Der Nachbar hat seine Beleuchtung im Wohnzimmer vllt. Auf L2 und ein anderer auf L3. Das macht kaum Auswirkungen. Hast du aber alles nur auf einer Phase hängen, und das macht jeder so, dann kann sich das schon mehr auswirken. Davon Betroffen sind z.B. Die Transformatoren im örtlichen Verteilernetz. Da kann sich durch schieflast Probleme entstehen. Ob die Transformatoren oder Generatoren Probleme mit schieflast haben, hängt auch ab, ob sie in Stern oder Dreieckschaltung angeschlossen sind. Dreieck verträgt in der Regel schieflast.

    Grüße
    Korni

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