Follow Spot mit Ortung

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hi Leute,
    das decaWAVE TreK1000 system ist eingentlich die fertige Basis für alles worüber hier gemutmaßt wurde.
    Die CHips kosten $12 das Stück

    Zusammengebaut benötigt man ein Dreipunkt-Messsystem dessen Punkt zu Punkt Entfernung bekannt sein muss.
    darin bewegen sich die Ziele TAG's .
    Frener sind die Dinger so schnell das noch genug Zeit bleibt die Daten für DMX umzurechnen.
    Die Technik basiert auf ARM Prozesoren die sehr wenig Strom verbrauchen, und damit ist auch ein mehrstündiger Bühneneinsatz gegeben.

    Quellcode und API wird mitgeliefert ... rund $900 für ein Starset.

    Sorry aber damit würde ich mich nicht mehr hinsetzen und erfundene lauffähige BasisTech neu erfinden.

    Mit der API kann man gleich loslegen die Positionen in Vectoren umzurechenen und Daten an DMX weiterzugeben.

    MarkusW .. hat das schon richtig erkannt.

    Gruß Uwe

  • Ich finde es ja richtig Super wie einfach das zu sein scheint ? (Nicht negativ gemeint)

    . . . Die CHips kosten $12 das Stück . . .
    . . . Quellcode und API wird mitgeliefert ... rund $900 für ein Starset. ? OK !

    Ist jemand hier im Forum in der Lage soetwas zu realisieren ?? Für einige Hundert Euro ?
    Ich meine für Anwender von DMXC oder anderer Freier Lichtsteuersoftware ?

    Natürlich gibt es Profilösungen ! (In der Profiliga) Die Arbeiten aber meist eher mit MA und co !

    Wenn Jemand sowas für einige Hundert Euro Betriebsfertig anbieten könnte ? währe er sicher ein Kanidat zum Aufstieg in die Obere Liega ! (Dabei egal ob W-Lan oder anders)
    Wie würde es den mit "GPS" aussehen ? ...warscheinlich nicht Punktgenau genug aber Betriebssicher ! Oder ?

    Das Europähische GALILEO hätte sicher eine geeignette Auflösung ((20cm) - wenns denn funktioniert)
    Doch wie machen es denn die "Drohnen" ?? hierüber liest man ja Phantastische möglichkeiten ! bezüglich Punktgenau und zuverlässig !

    Gruß Ralf

    PS: Ich halte "W-Lan" nachwievor für ungeeignet !
    Weil es sich zwischendurch immer mal kurz verabschiedet ! (Zuviel Funkfeuer im Umfeld)
    Stelle dir eine Formationsfigur im Reitsport vor und die Verfolger ruckeln zwischendurch mal nach ?? (Geht garnicht)
    Ist ja meist genau im Wichtigsten Moment so !

  • Hi!

    Die "Drohnen" machen das mit GPS und entsprechenden Korrektursignalen. Damit wird eine höhere Auflösung erreicht als mit dem "normalen" GPS. Geht bis in den Milimeterbereich, was für die Dinger in der Größenordnung von mindestens einem Kleinflugzeug nicht weiter ins Gewicht fällt. Außerdem brauchen die das ja für ihre Zielsuchraketen sowieso... ;)

    Hobby "Multikopter" dagegen (und die meinst Du, nicht die militärischen Dinger) nutzen ganz normales GPS mit einer Genauigkeit von ca. 3m. Dazu aber dann die internen (Beschleunigungs- und Gyro-) Sensoren und zum Teil Kameras zur Erfassung des Bodens. Damit wird die Ungenauigkeit dann weiter reduziert. Daher sieht es so aus als würden sie "wie festgenagelt" in der Luft stehen. Aber das täuscht. Dieses System ist für Innenräume nicht geeignet.
    Galileo hat übrigens tatsächlich eine bessere Auflösung, aber auch nur für diejenigen die dafür (teuer) bezahlen. Und wie oben geschrieben kann das durchaus GPS mit Korrektursignalen auch. Aber auch das kostet.

    Die 900$ sind schon ein Schnäppchen und um etliche Größenordnungen unter professionellen Systemen! Bzw. habe ich in anderen Foren schon gelesen, dass zum Teil die Profisysteme gar nicht mehr auf dem Markt sind. Zentimetergenaue Ortung ist nicht einfach.

    Übrigens vernachlässigt nicht die Größe einer Person. Die Höhe des Transponders ist nicht ganz uninteressant. Auch wenn der Verfolgerscheinwerfer einen recht großen Kreis wirft, kann da schonmal der Kopf oben im dunkeln sein wenn es zuweit abweicht. Denn der Winkel zwischen "ganz nah dran" und "am weitesten vom Verfolger weg" wirkt sich unter Umständen enorm aus. Wenn dann ein Verfolger mit der gleichen Einstellung hintereinander zwei verschiedene Personen verarbeiten muss, kann das schiefgehen.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

  • Naja, ich sehe schon, Automatische Verfolgersysteme die halbwegs gut Arbeiten sind nur (wenn überhaubt noch) in der Obersten Profiliga zu finden !

    Hog@ Danke für die ausfürliche Antwort !

  • Hi,

    ich hatte mich mit dem Thema Tracking auch schonmal beschäftigt (speziell für große Bühnen und mehrere Personen/Objekte), allerdings fielen für mich fast alle Lösungen die man so kaufen kann weg.

    * Laserscanner - teuer, stört Kameras
    * WLAN/BLE - 2,4GHz band ist schon recht voll
    * bei anderen Funklösungen war immer die Betriebsdauer (Akku) ein Problem
    * IR Dioden am Objekt selbst wäre gut, aber Betriebsdauer ist ein problem, könnte aber auch Rotation erkennen

    Ich war nachher bei Kamerabasiert stehen geblieben, man bräuchte allerdings 10-12 Kameras mindestens mit ordentlicher Auflösung. Bildverarbeitung kann man prinzipiell live machen, braucht aber einiges an Rechenleistung.

    Fakt ist, für einige Hundert Euro kann man sowas nicht so bauen, dass das stabil, zuverlässig auf +-10cm genau funktioniert. Hänge mal noch wenigstens zwei Nullen an dein Preisschild an, dann fängt es an interessant zu werden.

    Grüße,
    Martin

  • Hallo,
    das Indoorpositionserkennung nicht so einfach ist, sieht man z.B. auch am MiWuLa in Hamburg. Denn für eben den Hamburg-Abschnitt wurde nach einem System gesucht, mit dem man die Schiffe millimetergenau orten kann (für eine automatische Steuerung wie bei den Zügen). Da wird nun schon seit mehreren Jahren getüftelt, es wurde aber noch kein Verfahren / System gefunden, was die Genauigkeit hat. Wenn man sieht, was die schon alles im technischen Bereich entwickelt haben, dann kann man schon sagen, dass die fähige Entwickler haben. Und wenn sogar die das nicht hinbekommen, dann ist das schon ne harte Nuss. Ok, die Genauigkeit im Millimeterbereich wi dort erforderlich ist, braucht man bei der Personenverfolgung nicht. Trotzdem zeigt das, dass der Teufel wie immer im Detail steckt und dann solte Projekte schwer macht.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Hallo,

    MiWuLa in Hamburg. Denn für eben den Hamburg-Abschnitt

    Das war doch der Skandinavien Abschnitt.

    Es ist ja auch noch ein Unterschied ob die Objekte 2D also nur auf einer Oberfläche
    geortet werden sollen oder 3D im Raum.

    Gruß Steff

    Am Ende wird alles gut !

    Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.

    May the light be with you

  • Naja, WIWULA hat eigentlich auch klare Ortsverhältnisse die auch noch anpassbar sind ! hier können sie frei experimentieren !
    Wenn das denoch so schwer ist ? wie dann erst auf einer Live Bühne mit unbekannten Funkfeuer und sonstigen fremdeinflüßen !
    Obgleich über Optische Sensoren/Kopler für MIWULA hier eigentlich möglichkeiten bestehen !!
    Ich habe mich lange zeit mit Optischen koplungen befasst !
    Hier würde ich es mit einer IR-Lichtfeldmatrix versuchen ? Habe damit mal Licht per Tanzbewegungen gesteuert !
    Doch werden die Entwickler bei MUWILA schon wissen was sie brauchen, wollen und welche ziele ereicht werden sollen.
    Bei IR hat man zudem auf der Bühne auch das Problem der ständigen Sichtnotwendigkeit ! Wenn da ein Künstler einen Anderen Weges kreuzt ? bleibt ein Verfolger stehen ?

    Schon eignetlich ein Ding ! das hier so komplikationen auftauchen !

    Gruß Ralf

  • Hi!

    Wobei mit Sicherheit nochmal die gleichen Welten dazwischen liegen um von cm-Auflösung auf mm zu kommen wie bei GPS-Meter auf cm. Aber auch die TU-Hamburg-Harburg hat da im MiWuLa schon beratend mitgeholfen. Muss mal wieder nachfragen was daraus geworden ist, das ist auch schon Monate (oder Jahre?) her. Hatte mein Schwager damals eingefädelt. ;)

    Übrigens das hier scheinen derzeit die richtigen Profis für Tracking zu sein: http://www.zkoor.com/websiteredax/2-0-ZACTRACK.html
    - "Bis zu 16.000 Transponder innerhalb eines zactrack Systems"
    - "Sehr großer Aktionsbereich von bis zu 1.500 m Reichweite"
    - "Automatische Kameraverfolgung in Echtzeit (zactrack steuert ab sofort neben Licht, Sound und Video auch professionelle Broadcast Kameras komplett automatisch und in Echtzeit.)"

    Preise? Keine, vermulich alles eher Miet-Lösungen.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

  • Wie schon gesagt es gibt etliche Systeme.

    Man könnte so was selber bauen, logischerweise basierend auf anderen Projekten.
    Um es sicher zu machen müsste man auch auf 2 oder 3 Technologien gleichzeitig zurück greifen.

    Aber wer zahlt dafür soviel das es sich lohnt?
    Bitte unterschätzt den Aufwand nicht für ein Produkt, es ist nicht nur ein IC für 12€ und Software gibt es auch nicht wirklich fertig einsetzbare.
    Ein Entwicklungskit für 900€ ist kein Produkt und schon gar nicht fertig!
    Da reden wir mal schnell über Hardware kosten von 100-200 für einen User plus die ganze Basis Hardware von locker 1000-2000€.
    Dann sitzt da jemand locker 1-2 Mannjahre dran um was stabiles ab zu liefen.

    Da würde ich aktuell lieber warten bis andere was fertig machen und vielleicht ist das ganze in 2 Jahre dann auch bezahlbarer und auch einsetzbar.
    Wenn man dann auf 2 unterschiedliche System zurückgreifen kann und diese nur noch kombinieren muss ist der Aufwand auch überschaubar.

    Ausserdem glaube ich das höchstens 10 hier im Forum das überhaupt gebrauchen könnten.

    VG, Dirk

  • Hi!

    Es geht ja dann weiter: Welche Hardware verwendet hier aus dem Forum jemand um das dann automatisiert zu beleuchten? Auf kleinen Bühnen geht das sicher noch mit ein paar Movingheads oder Scannern. Aber wenn's größer wird?

    MarkusW: Du schreibst Reiterquadrillen mit 8 Paaren. Welche steuerbaren Lichtquellen sollen es denn zur Beleuchtung sein? Bei normalen Verfolgern gibts nicht umsonst eine Iris bzw. optischen Zoom um weiter weg den Spot kleiner zu machen. Bei einer normalen 60er Halle (Ich tippe jetzt einfach mal, bei 8 wirds in der 40er zu eng) wird der Kegel am Ende bei 15° Abstrahlwinkel (hab irgendeinen Movinghead als Beispiel genommen, hatte so 13°-20° auf die Schnelle gefunden) schon einen Durchmesser von 16m haben. Also quasi fast die ganze Halle. Und nur ein Verfolger pro Paar macht eigentlich unschönes Licht wenn man nicht genau in der Linie der Lichtquelle sitzt weils dann Schatten gibt. Daher nutzt man normal ja auch mehr als einen Verfolger pro Ziel. Also mindestens 16 Heads/Scanner nur für's Verfolgen ist schon ein bisserl heftig. Hab ich bisher auch noch nicht mal bei Apassionata oder sonstigen Shows gesehen. Quadrillen werden meist allgemein beleuchtet, Spots/Verfolger dagegen ja eher bei "Solokünstlern". Ich tippe mal drauf eben weil es Lichttechnisch zu aufwändig wäre so viele Followspots einzuplanen.

    Übrigens gabs/gibts auch ein System wo man einen "Hauptfollower" hat der dann über ein Positionierungssystem weitere Movingheads/Scanner auf das Ziel "aufsyncronisiert". Das geht auch ohne Licht, dann eher so wie die Zielerfassungslaser beim Militär... ;)
    Im Prinzip eine "light"-Lösung wo es keine vollautomatische Positionserkennung gibt, aber eben nur einer das Ziel "im Visier" behalten muss und ein ganzes Geschwader an Geräten dann draufhält.

    Hoc

    Mein Equipment:
    1x Hirn | 2x Augen (leicht defekt) |2x Ohren | 1x Mund |32x Zahn (zum Teil V1.5) | 1x Handundfuß-Interface
    *SCNR*

  • Wenn jemand hier das Wissen und die möglichkeiten hat, sowas auf Professioneller Basis zu entwickeln/bauen/herzustellen ?
    Gäbe es sicher einen Markt !
    (Helene Fischer DSDS und co - oder: http://www.satis-fy.com/ - also welche der Ganz Großen)

    Doch wer legt gerne massiv vor ohne garantierte Abnehmer zu finden !!

    Fürne 6 x 4 Meter Bühne ganz sicher nicht !
    Schon bemerkenswert !! "Wir" Senden Sonden zum Mars aber bekommen keinen Autoverfolger hin . . .

    Übrigens @HOG ! dein anmerkung bezüglich "Iris bzw. optischen Zoom" ist genauso ein wesentliches Kriterikum wie die Zielgenauigkeit ! Und Focos zu Automatisieren geht nur über 3d Erfassung !

    Bedenke mal "Vier Verfolger" auf einen Soloreitkünstler in einer Großen Halle !! (Das Beispiel aus dem Reitsport Passt gut)
    Genauso Modeschauen !! Hier habe ich meine zwei 1220er über den Verfolgermodus und einen "Stehenden" Bewegungsmacrokanal Gefahren (wegen 3D)- von Hand !! und da muste ich voll bei sein sonst war das schnell daneben.
    Ein Automatiksystem wäre sicher eine sehr erleichternde Sache gewesen ! Aber Geld und Angebote Fehlten...

    Hier gibt es sicher noch eine Nischen-Produkt bedarf.

    Gruß Ralf

  • Hallo.
    Habe letztens hier diese Diskussion entdeckt und bin heute zufällig auf ein Video vom ESC gestoßen von der Präsentation von zwei Songs vom Gewinner des letzten Jahres wo er und vier Tänzer auf ihawks auf der Bühne rumcruisten und dabei von dem LED Floor mit einem Fleck begleitet wurden. Alle hatten drei weiße Bächen auf den Schultern, es scheint mir fast so das da auch mit Einem Tracking System gearbeitet wurde. Aber welche Art wurde denn dort eingesetzt? Video?

    Viel Erfolg noch beim entwickeln

  • Hallo und herzlich willkommen im Forum,
    joa, ich gehe mal davon aus. Solche reflektierenden Kugeln sind eigentlich mit sonst nichts anderem zu erfassen als mit Videokameras. Die Kamera von oben deutet ja auch schon darauf hin :) .
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Moin!

    Es gab dieses Jahr wieder ein Blog von Ola Melzig, dem technischen Leiter für den Showpart der Veranstaltung. In irgendeinem Beitrag hat er auch das Thema Tracking kurz angesprochen und das eingesetzte System benannt, ich weiß allerdings nicht mehr an welchem Tag das war und habe gerade keine Lust zu suchen :D Ich weiß aber noch ziemlich sicher, dass es ein Kamerasystem war, da hingen extra Kameras für im Rig, unabhängig von den Broadcastkameras.
    Du kannst ja mal im Blog danach stöbern, ist auf jeden Fall sehr interessant, da man sehr detaillierte Einblicke hinter die Kulissen bekommt: http://m-m-pr.com/index.php/eurovision-diary-2016/

    Beste Grüße
    Henrik

  • Hi,
    ein interessantes und reizvolles Problem. Da könnte ich mich wirklich reinhängen - wenn ich mehr Zeit hätte.

    Es wurden kurz die in (Amateur-) Drohnen verwendeten Verfahren angesprochen. Ich war kurz davor, mir die DJI Phantom 4 zu kaufen (für mein Videohobby). Deshalb habe ich mich mit Einzelheiten beschäftigt. Das Ding ist nur so mit Kameras gespickt. Für die Fixierung über Grund gibt es allein drei Systeme:
    Ultraschallsensor für die Höhe
    Nach unten gerichtete Kamera zur Navigation für Höhen bis 3m
    Nach unten gerichtete Kamera zur Navigation für höhen bis 10 m
    Zusätzlich zwei nach vorne zur Hinderniserkennung
    Die Navigations-Kameras erkennen Strukturen auf dem Boden und steuern die Drohne, sodass diese in der Mitte des TV-Bildes bleiben.

    Interessanter ist die Follow-me Steuerung. Das richtige TV-Bild der UHD-Kamera wird per Funk auf einen Bildschirm übertragen. Dort kann ich ein Objekt markieren, in der Regel mich selbst z.B. auf dem Fahrrad. Jetzt fliegt das Ding hinter mir her und richtet Flugbahn und Kameraausrichtung so aus, dass ich im Bild bleibe. Wenn ich unter einem Baum durch fahre, verliert mich die Bildanalysesoftware. Wie gut sich ein Teil davon umfunktionieren ließe, kann ich nicht überblicken. Zumindest würde ich es nicht probieren. Ach ja, ich habe mich eisern beherrscht und die Drohne nicht gekauft. Schon wieder dies Zeitproblem!

    Wenn mir jemand den konkreten Auftrag gäbe, kommerziell ein Follow-me System für einen Scheinwerfer zu konstruieren, würde ich alle Funkmess-Systeme erst einmal ausschließen. Ich sehe eine gute Chance darin, das Pferd von hinten aufzuzäumen.
    Soll heißen:
    Nicht der Akteur (Schauspieler, Sänger) wird lokalisiert. Der Akteur erkennt, ob er vom Scheinwerfer erfasst ist und meldet das zurück. Dabei setze ich voraus, dass dieser Mensch ohnehin total verkabelt ist und etwas mehr davon tolerabel ist.
    Zusammen mit dem Spot wird ein Infrarot-Strahler kombiniert, der moduliertes Licht aussendet (ähnlich einer TV-Fernbedienung). Der Akteur trägt Infrarotsensoren, wie sie im Fernseher üblich sind. Das ausgewertete Empfangssignal von denen wird per Funk an die Lichtsteuerung übertragen. Ähnlich wie der Funk-Leitstrahl bei Landeanflugsystemen auf Flughäfen ist der Infrarotstrahl in mehrere Segmente aufgeteilt, die unterschiedlich moduliert sind. An den Empfangssignalen der Infrarotsensoren lässt sich erkennen, in welcher Richtung die Strahlerausrichtung korrigiert werden muss.

    Der technische Aufwand ist recht klein. Zum Senden wäre eine Matrix von ungefähr 100 kräftigen Infrarot-LEDs nötig, deren Bereiche mitte, links, rechts, oben, unten unterschiedliche Signale aussenden. Das Teuerste daran wäre wahrscheinlich eine große (infrarotdurchlässige) Linse, um alles zu bündeln. Handelsübliche Empfänger sind um die 5x7 mm groß, haben eine große Empfangsempfindlichkeit und sind spottbillig (Typenreihe TSOP1830...TSOP1840). Für meine Arduino-Steuerungen verwende ich die zusammen mit einer Standard-FB als Tastaturersatz. Die Sendedioden müssten mit einer Trägerfrequenz zwischen 30 und 40 kHz arbeiten. Dafür sind die Filter in den Empfängern ausgelegt. Die Sendesignale müssen so augetüftelt werden, dass sie sich in den Überlappungsbereichen nicht gegenseitig behindern. Der Flugfunk hat dafür Morsezeichen verwendet (tut er es heute noch?). Punkte auf einer Seite, Striche auf der anderen; wenn der Pilot beide gleich laut gehört hat, war er auf dem richtigen Wege. Einem kleinen Mikrocontroller am Akteur sollte es leicht fallen, Korrekturkommandos zu berechnen, die sich dann z.B. durch einen Mikrofonkanal (oder was auf der Bühne sonst üblich ist) übertragen ließen.

    Nein, ich bin längst Rentner und spekuliere auf keinen Auftrag. Aber vielleicht mag jemand anders die Idee ausprobieren. Meinen Segen hat er!
    Gruß RoBernd

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