Hallo in die Runde,
ich bin neu hier im Forum und würde direkt mal mit einer recht offenen Frage durch die Tür fallen wollen.
Hintergrund: Da ich primär der Tonmensch unserer Band bin, werde ich Licht "nebenher" machen. Bedeutet, dass wenn mit dem Ton alles schick läuft ich recht viel Kapazität hierfür übrig habe, wenns aber Pfeift etc., sich das auch mal sehr schnell ändern kann. Ich suche also gewissermaßen den sweatspot zwischen einer cuelist pro song mit möglichst wenig notwendigem Bedieneingriff und gleichzeitig der Möglichkeit, bei vorhandener Kapazität eben auch manuell das ganze etwas interessanter zu gestalten ![]()
Da die Songs live mitunter etwas variiert werden (Refrain mal etwas länger etc.) fallen Dinge wie timecode etc wohl schon einmal raus.
Gibt es hier andere user, welche Licht für eine (oder mehrere) Band(s) fahren?
In dem Fall würde mich sehr interessieren, wie ihr dies Konkret umsetzt - also Aufbau der Show, Bedienkonzept etc.
Liebe Grüße und vorab vielen Dank für jeden Kommentar
Johannes
Showkonzept für Livebands
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JogiJ -
February 2, 2026 at 3:56 PM -
Thread is Resolved
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LightningBrothers
February 2, 2026 at 4:00 PM Approved the thread. -
Hallo JogiJ ,
Von der Idee her wäre es so das Du Cuelisten mit mehreren Cues für die verschiedenen Stellen jedes Songs anlegen kannst. Diese Cues kannst Du dann manuell weiter klicken. Das halt da du nie genau weißt wie schnell und wie lang die einzelnen Stellen gespielt werden.
Weiter kannst Du dann viele weitere Cuelisten anlegen, mit den Du dann für mehr Abwechslung diese Live klicken kannst.
Das ganze kann man dann zur Bedienung im Softdesk abbilden und steuern.
Zum manuellen weiter schalten kann man das zum Beispiel über eine Taste der Tastatur realisieren.
Wir selber klicken alles Live da einer fest am „Lichtpult“ (Computer) steht und wir keine feste Band betreuen. Deshalb würden die festen Cuelisten für die Songs für uns nicht in Frage kommen, aber bei Dir macht das schon Sinn.
Gruß -
Ich bin Gitarrist einer Band und steuere das Licht über eine DMX Fußleiste (Eigenbau) - die Hände habe ich ja auch belegt

Im Prinzip habe ich verschiedene Cues mit verschiedenen Lichtstimmungen welche dauerhaft durchlaufen können. Je nach Song kann ich die auswählen oder mal unterwegs umschalten. Dazu 3 Sondertaster welcher eine Solo Cue startet (strobo und viel Nebel), weißes Licht auf das Publikum und Nebel alleine aktivieren.
Funktioniert top wenn man sich mal daran gewöhnt hat
Grüße Ingo
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Hallo Johannes,
ich mache auch gleichzeitig Ton und Licht und kann mich nicht voll aufs Licht konzentrieren. Daher habe ich wie von Steff empfohlen für jedes Lied eine Cuelist mit Cues für die verschiedenen Teile eines Lieds. Oft ist darin nur die Farbsteuerung enthalten. Diese schalte ich manuell weiter und das ist das Basislicht. Wenn ich mehr machen möchte, dann habe ich zusätzliche Cuelists mit Effekten, die ich dann zusätzlich starten kann, aber nicht muss. Die Effekt Cuelists haben eine höhere Prio und überschreiben damit die Einstellungen der Basis Cuelists. In den Effekt Cuelists verwende ich Parametermaster um die Effekte im Livebetrieb anzupassen. Das ist dann meine Spielwiese wenn ich Kapa habe.
Grüße Andi
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Vielen Dank Euch für die Rückmeldungen!
Dann scheinen meine bisherigen Ansätze ja gar nicht mal so falsch zu sein.
Ich habe eine Cuelist group (Nur eine cuelist gleichzeitig aktiv), in welcher ich pro Song eine cuelist habe. Innerhalb dieser dann je einen cue pro Songpart, sodass ich nur bei wechsel von refrain auf strophe etc. weiter drücken muss.
Höher priorisiert habe ich dann weitere cuelists auf buttons, welche ich bei Bedarf abspielen kann. Also flashs, spezielle Positionen der Movingheads etc.
Womit ich mich nicht nicht auseinandergesetzt habe, ist sind die Parametermaster - werde ich mir die Tage mal zu Gemüte führen. -
Womit ich mich nicht nicht auseinandergesetzt habe, ist sind die Parametermaster - werde ich mir die Tage mal zu Gemüte führen.
Sagen wir mal so: sich mit den Mastern in DMXControl 3 zu beschäftigen, macht dann Sinn, wenn du auch den akuten Bedarf hast, live während der laufenden Show an verschiedenen Stellschrauben zu drehen:
- Wiedergabegeschwindigkeiten von Effekten (Parameter- oder / und Geschwindigkeits-Master)
- Ändern der Farbzusammensetzung von Effekten (Farb-Master)
- Variieren einer (Grund-) Position von Moving-Heads (Positions-Master)
- Anpassen von Helligkeiten für bestimmte Gerätegruppen (Gruppen-Master)
Das ist natürlich nur eine grobe Übersicht für die möglichen Verwendungsszenarien von Mastern. Die Master können vor allem aber dann ihre Vorteile ausspielen, wenn du in der Show viel live "nachjustieren" musst oder die Vielfalt von Effekten erhöhen möchtest - zum Beispiel durch die besagte Farbzusammensetzung. Bevor du dich nun darauf stürzt, solltest du dir überlegen, ob du das wirklich brauchst. Denn jeder Master will ja am Ende auch bedient werden und da braucht es logischerweise zusätzliche Fader oder Buttons. Sollten die Lichtstimmungen aber für die Songs soweit feststehen, kannst du dir dies im großen Stil ggf. sparen.
Ein Ansatz wäre jedoch ggf. die Nutzung von Positions-Mastern für bestimmte Positionen für eure Moving-Heads, gerade wenn nicht sichergestellt werden kann, dass der Aufbau immer zu 100% gleich ist. Hier könnten dir die Positions-Master bei der Anpassung der Show auf die neue Location helfen, weil du dann nicht mehr Presets oder Cues bearbeiten musst, sondern die Positionen eben direkt mit den Positions-Mastern anfährst.
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Bis dato verwende ich bereits Geschwindigkeits- und Gruppenmaster.
Speedmaster 1 ist dabei mein aktueller Takt (zur zeit via tap. Auf Dauer will ich die Geschwindigkeit aber ggf entweder über den klick reinholen oder via MIDI empfangen). Speedmaster 2-5 errechne ich mit Multiplikatoren über IA aus Speedmaster 1, sodass ich darauf dann bspw achtel, sechzehntel etc. habe.
Gruppenmaster setze ich zur Zeit für die Anpassung des Vorderlichts an die örtlichen Gegebenheiten an.
Mit Position- und Parametermaster habe ich mich eben noch nicht auseinandergesetzt. Aber Du hast schon recht: Etwas verwenden, nur weil es eben "da ist", ergibt erstmal keinen Sinn und verursacht im Zweifelsfall nur Mehrarbeit und Fehlerpotential.
"Ein Ansatz wäre jedoch ggf. die Nutzung von Positions-Mastern für bestimmte Positionen für eure Moving-Heads, gerade wenn nicht sichergestellt werden kann, dass der Aufbau immer zu 100% gleich ist"
Das ist definitiv ein Punkt, der mir eben auch in den Sinn kam. Aktuell löse ich es so, dass ich wichtige Positionen (Drumset, Sängerin, Gitarren- und Bassmensch) je in einem Preset gespeichert habe, welches ich wiederum als Special Cue aufrufe. Nach jedem Aufbau lade ich die entsprechenden presets in den programmer und passe die Positionen dem Ist-Aufbau an. Wenn ich es richtig verstehe, könnte ich die Positionen stattdessen auch über Positionmaster definieren und diese eben nach dem Aufbau flott neu einstellen, korrekt? Wäre im Ergebnis wohl das gleiche, vom handling her aber vermutlich etwas komfortabler, insbesondere, wenn ich die Position-master über Hardwareencoder oder -fader bediene. -
Speedmaster 2-5 errechne ich mit Multiplikatoren über IA aus Speedmaster 1, sodass ich darauf dann bspw achtel, sechzehntel etc. habe.
Kleiner Tipp: Man kann auch direkt mit den Mastern rechnen, so mache ich das, um abgeleitete Geschwindigkeiten zu haben:
Master DMXC3 – Deutsches DMXC-WikiStefan
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Ach perfekt, vielen Dank! Das ist natürlich deutlich angenehmer und flexibler als meine Variante!
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