DMX Interface (FX5/noodle) vs ArtNet Node

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hi Community,

    ich habe mir vor kurzem die Frage gestellt ob und wenn ja wo die Vorteile der "herkömmlichen" Interfaces wie dem von DE oder hier vom Forum liegen, gegenüber von den ArtNet Nodes, die ja mittlerweile auch "breit" verfügbar sind hier im Forum.
    Da mit dmxc3 jetzt auch mehrere Universen unterstützt werden, ist das is meinen Augen ein sehr viel einfacherer Weg, zudem Ethernet > USB und ArtNet > DMX!!! ;)
    Wie ist hier der technische Background? Spricht was gegen ArtNet?
    Danke an die Kompetenz!

  • Hallo quaddro,

    was meinst du mit "zudem Ethernet > USB"?
    Wenn du damit meinst, dass Ethernet besser als USB sei, dann kann ich dir da so nicht zustimmen, denn:
    * Ethernet hat undefinierte Latenzen und Paketverluste
    * du hast mit Ethernet Protokoll-Overhead
    * du musst dich um die Absicherung deiner Ethernet-Strecke kümmern
    * über Ethernet ist die Spannungsversorgung "komplizierter" als über USB
    Somit benötigen Art-Net Interfaces meistens eine separate Stromversorgung, welche die USB Interfaces nicht benötigen.

    Auch "ArtNet > DMX" stimmt so nicht, für die letzten Meter wird wohl auch die nächsten Jahre noch DMX das eingesetzte Protokoll bleiben. Allein schon wegen dem mit Art-Net deutlich höheren Leitungsaufwand (Leitung zu jedem Gerät statt eine Busleitung für alle Geräte)

    Freundliche Grüße

    Stefan

  • * Ethernet hat undefinierte Latenzen und Paketverluste


    Dafür gibt es mittlerweile Protokolle um sowas zu 99% zu unterbinden - selbst wenn nicht, wann hattest du denn auf aktueller, marktüblicher Hardware
    also Cat6(a) Patchkabel, Gbit Switches, vernünftigen Routern mal Latenzen >3ms? Ich hatte das die letzten 5 Jahre nichtmehr...

    Über WLAN ist ne andere Geschichte und würde ich auch keinem Empfehlen wollen.

    * du musst dich um die Absicherung deiner Ethernet-Strecke kümmern

    Ich sag dazu mal, wer Funk kennt nimmt Kabel, und ansonsten würde ich fürs Feld immer Kupfer nutzen, wenn du keine Lust hast deine Glasfaserstrecke abzusichern.
    Encryption ist via Ethernet eh kein Thema

    * über Ethernet ist die Spannungsversorgung "komplizierter" als über USB
    Somit benötigen Art-Net Interfaces meistens eine separate Stromversorgung, welche die USB Interfaces nicht benötigen.


    Dafür gibt es PoE - mittlerweile kann das sogar deutlich mehr Strom liefern als jede USB Schnittstelle.

    Und zum Letzten Meter - ja ich gebe dir recht, dass DMX das Endprotokoll (fürs erste) bleiben wird - ABER man könnte auch einfach pro Gerät einen 3Port Ethernet (da reichen 100Mbit 10mal) Switch in der Preislage von ~1,50€ verbaut ? könnte man dann genau so mit Ethernet Patchkabeln verkabeln
    Und bevor man sich für RDM 5polige Kabel anschafft, tun es dann auch Ethernet kabel mit XLR Steckern dran - dann bist du für die Zukunft gerüstet.

    Martin

  • Hallo,
    naja, mit den Latenzen hat Stefan recht. Das hat nichts mit gutem und schlechtem Switch zu tun. Ich hatte vor kurzem die Delays eines 48-Port GBit managed Switches gemessen und kam da auf recht große Zeiten. Dies ist hier dem Verfahren (managed) geschuldet und nicht, weil er billig wäre (der war nähmlich ganz schön teuer ;)).
    Das Problem ist aber nicht nur das Delay, sondern auch die Delay Variation, die bei Ethernet nicht gesichert ist, weil ein Switch immer nur ein Paket gleichzeitig verarbeiten kann. Daher geht er zyklisch alle Ports der Reihe nach durch und schaut nach neuen Paketen, die er verarbeiten kann. Solche Zykluszeiten haben aber direkten Einfluss auf die Variation, was sich bei mehreren Switches hintereinander auch noch aufsummiert.
    Viele Grüße
    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • vielen dank für das ernstnehmen der Frage und die Antworten!
    Ich kann meinem Vorredner da in den mir bekannten Punkten nur zustimmen;

    • mit
      Quote

      Ethernet > USB

      meinte ich vor allem erstmal den verriegelbaren Stecker ;)

    • Ich gehe jetzt erstmal von dem Fall aus, dass ich ein dezidiertes, autarkes LichtNetz hab, also keine lustigen Dante oder sonstigen Audio/Video Pakete noch mit rumkreuchen und dann auch managed gigabit switche nehm. zweitens sollte auch der fall nur von pc zu artnetNode betrachtet werden. Also wirklich purer Vergleich mit USB DMX Interface
    • Was genau meinst du mit Absicherung? Encrption, wie martin es vermutete?
    • spannungsversorgung ist mir klar, wobei mir das sogar lieber ist ein extra netzteil zu haben. zu poe muss ich sagen dass da meines wissens bei 30m die grenze liegt.
    • zu letzterem; ich spreche nicht unbedingt von dem Fall NUR noch artnet, sondern ab Node schon noch DMX, aber eben 4 universen bspw. aus der Node. damit bleibt man abwärtskompatibel. und das argument mit den kabeln lasse ich sicher nicht gelten, da sollen sich die hersteller gefälligst die 20 cent für den miniswitch fürne "artnet-Out" buchse leisten, machen ja so schon viele.

    sonst noch was? vielen dank schonmal, ich denke das interessiert nämlich einige auf der suche nach dem "richtigen" IF

  • Den Vorteil, den ich bei ArtNet Interfaces sehe: Du kannst es irgendwo auf der Bühne platzieren und hast deine X Universen frisch und direkt von der Quelle in der Nähe der Lampen. Brauchst kein Multicore vom Pult zur Bühne ziehen und kannst längere Kabelwege mit nem guten Cat-Kabel überbrücken. Mit USB geht das nicht, wenn du viele Universen nutzt ist ein relativ dickes und schweres Multicore auch doof (und teuer). Und man kann das natürlich erweitern (Switch dran und los geht's: noch ein ArtNet Node für mehr Universen, einen Medienserver, was auch immer noch so ArtNet versteht...) und alles über's gleiche Kabel.
    Allerdings: Wenn das kaputt ist, ist Feierabend ;)
    Lohnt sich halt schon, wenn du viele Universen belegst, oder irgendwelche Medien sowieso mit ArtNet fütterst.

  • Ich bin auch ein absoluter Fan von Artnet geworden.
    Und ich bin sogar wahnsinnig genug, es über WLAN laufen zu lassen. Je nach Größe der Bühne und Abstand Bühne - FoH habe ich bis zu drei Linksys WRT54 im Einsatz, einer normal als Access Point, die anderen als Repeater.

    Es ist toll, dass man zum Einleuchten der Z-Brücke (in meinem Stammtheater über eine Zwischendecke zu erreichen mit etwa 30m Fußmarsch, diversen Leitern, Hindernissen,...) und da ist es schon ganz angenehm, in der Brücke mitm Handy zu sitzen und die Scheinwerfer durchgehen zu können :D

    Ansonsten ein paar Argumente und Widerlegte Argumente:

    - "Absicherung der Ethernet-Strecke": Genau das macht Ethernet doch selber. Das Protokoll (nicht Artnet) ist doch genau darauf ausgelegt, keine Daten zu verlieren und verlorene Pakete zu vermeiden.

    - "Protokoll-Overhead": Äh... Eine 10MBit-Verbindung reicht für wie viele Universen? 256? Der Overhead ist vorhanden, aber er verstopft die Leitung nicht.

    - "Latenzen": Wenn man nicht gerade im Netzwerk mit Medienservern, zwei Computerräumen und der Kaffeemaschine hängt, sondern ein Netzwerk nur für Artnet hat, kommt es auch zu keinen spürbaren Latenzen

    - "Stromversorgung": Ich scheue nicht davor, den Aufwand in kauf zu nehmen, einen weiteren Stecker in eine Steckdose zu stecken. Dafür kann ich mir sicher sein, dass die Versorgung stabil ist. USB ist nicht gerade für mechanische und elektrische Stabilität bekannt. PoE ist eigentich überflüssig. Da wo man Artnet braucht, hat man auch Strom.


    Richtig gemacht ist Artnet mit Sicherheit USB überlegen.

  • Richtig gemacht ist Artnet mit Sicherheit USB überlegen.


    Auf jeden Fall. Ich bin übrigens auch ein Fan von WLAN, man ist einfach viel flexibler.
    Allerdings ist auch für kleinere Geschichten vom Aufwand und den Kosten (Wenn man lange Kabel, z.b. cat5 oder cat6 verlegt) ein USB-Interface die einfachere/günstigere Lösung. Wenn man sich nicht gut mit dem Netzwerkzeug auskennt wird aus "mal ebend" schnell mal ein ganzer Nachmittag. Wobei das auf keinen Fall das ausschlaggebende Kriterium sein sollte, wenn man's einmal raus hat wie man so ein Interface einrichtet ist das auch kein Hexenwerk mehr.

  • Ich mache die meisten Sachen auch mit ArtNet und WLAN, aber WLAN nur um mit dem iPhone/iPad via TouchOSC zu arbeiten.
    Das ist eine sehr angenehme Sache und auch echt hilfreich.
    Man kann sich so z.B. Bei ner Gala ganz formell und fein mit Anzug gekleidet unauffällig ins Publikum setzen und die Lampen mit dem iPad an und ausknipsen ;)
    (Und sich nebenbei vom Catering bedienen lassen, während man mit dem Tonmann auf den schönen Abend anstößt, der sein Digitalpult ebenfalls mit dem iPad ansteuert ;) )
    Oder sich einfach nur den Weg zwischen FOH und Bühne späten, wenn man gerade einleuchten will.
    Mein Art-Net Node habe ich praktischerweise über POE versorgt und einfach die bei 10/100 MBit nicht benötigten Leitungen im Kabel dazu verwendet.
    Das Funktioniert auch noch nach 30m Cat Kabel und da wo der Computer und WLAN Router steht, hab ich sowieso ne Steckdose, wo ich dass IF ran klemm.

    Ich hatte auch schon Probleme mit den USB Steckern, die wirklich erstes nicht verriegelbar und auch garnicht Roadtauglich sind.
    Mir ist mal Passiert, dass aus Versehen am USB Kabel gezogen wurde und schon war der Stecker raus(bei laufender Show!!!) Bei dem USB Interfaces ist es eben nicht mit Stecker wieder rein getan... Es half nur der Neustart von DMXC um das IF ansprechen zu können. Da dauert zwar nicht lang, fühlt sich aber unter Stress an wie ewige Stunden...

    Ein weiterer Vorteil von Art-Net: viele Konsolen geben auch über dieses Protokoll Daten aus, weshalb man das IF ohne Probleme z.B. Mit ner Creation II verwenden kann( oder einer Licon 2x, falls es sowas irgendwann mal geben wird... :evil: )

    Grüße
    Korni


  • Man kann sich so z.B. Bei ner Gala ganz formell und fein mit Anzug gekleidet unauffällig ins Publikum setzen und die Lampen mit dem iPad an und ausknipsen ;)
    (Und sich nebenbei vom Catering bedienen lassen, während man mit dem Tonmann auf den schönen Abend anstößt, der sein Digitalpult ebenfalls mit dem iPad ansteuert ;)

    Man sollte sich dabei allerdings nicht neben ältere Damen setzen.
    Ich Lichttechnik für eine einfache Veranstaltung. Weißlicht auf Rednerpult, komplette Bühne und/oder Banner. Also schön mitm Laptop ins Publikum geflätzt und ab und zu mal Knöpfchen gedrückt. Bis mich eine Dame der Generation 65+ anspricht. O-Ton: "Warum sind Sie überhaupt gekommen, wenn Sie eh nur auf Ihrem Ding da rumtippern. Das finde ich respektlos von der Jugend heutzutage!" - Meine Antwort: "Ich kriege Geld dafür, auf 'diesem Ding rumzutippern'", dann war immerhin Ruhe :D

  • [...]

    Und zum Letzten Meter - ja ich gebe dir recht, dass DMX das Endprotokoll (fürs erste) bleiben wird - ABER man könnte auch einfach pro Gerät einen 3Port Ethernet (da reichen 100Mbit 10mal) Switch in der Preislage von ~1,50€ verbaut ? könnte man dann genau so mit Ethernet Patchkabeln verkabeln
    Und bevor man sich für RDM 5polige Kabel anschafft, tun es dann auch Ethernet kabel mit XLR Steckern dran - dann bist du für die Zukunft gerüstet.

    Martin

    Deine Rechnung hinkt etwas.
    1. es mag sein, dass ein 3-port-switch netto 1,50 kostet (stimmt aber auch nicht ganz) . Dann muss aber noch ein Ethernet-Baustein in jeden Teilnehmer rein. Der ist (ich arbeite in einer Firma, wo es um so Zeug geht) in den Implementierungs- und Produktionskosten immer noch spürbar teurer als die Auswertung eines einfachen seriellen Protokolls wie DMX eines ist.
    2. Das Argument für den nicht-normgerechten 3-pol-Stecker ist immer wieder "ist halt billiger als der 5-pol" - dann prost Mahlzeit, wenn nun plötzlich die Geräte alle mit road-tauglichen Ethernetsteckern/Dosen ausgestattet werden müssen. Das einzige System, das ich momentan im Veranstaltungstechnikbereich kenne ist EtherCON von Neutrik. Die M12-Stecker, die die Industrie für "industrial Ethernet" verwendet nutzt niemand in der Veranstaltungstechnik.
    3. Ein normales Patchkabel im Veranstaltungsumfeld? wie oft hast Du das schon gemacht? Einmal durchs Rigg gezogen und die Rastnasen sind ab. Einmal draufgetreten und der "Würfelzucker" ist zerbröselt.
    4. RDM braucht keine 5-poligen kabel. RDM ist eben der Weg, mit den vorhandenen 3 Pins bidirektionalen Betrieb zu ermöglichen.
    5. Aber wenn schon Ethernet-Leitung mit XLR-Stecker - dann kannste ja wieder vollständig und normgerecht 5pol legen. :) Aber auch da: Selbst mit XLR sind die Leitungen bei weitem nicht so stabil wie handelsübliche DMX-Leitungen. Schon mal einen Querschnitt von den Leitungstypen genau angeschaut? Ein Patchkabel über eine Kante gezogen und ein road-Taugliches Mikrokabel?

    Ich arbeite auch viel mit üblichen Patchkabeln - die fliegen regelmäßig wegen mechanischer Schäden raus - wesentlich häufiger als ich z.B. meine DMX-Kabel oder Mikroleitungen reparieren muss.

    Bei vergleichbarer mechanischer Stabilität = Lebensdauer = Handhabbarkeit ist eine Netzwerkverkabelung auf den letzten Metern immer noch teurer als DMX.

  • Ich mache die meisten Sachen auch mit ArtNet und WLAN, aber WLAN nur um mit dem iPhone/iPad via TouchOSC zu arbeiten.
    Das ist eine sehr angenehme Sache und auch echt hilfreich.
    Man kann sich so z.B. Bei ner Gala ganz formell und fein mit Anzug gekleidet unauffällig ins Publikum setzen und die Lampen mit dem iPad an und ausknipsen ;)
    (Und sich nebenbei vom Catering bedienen lassen, während man mit dem Tonmann auf den schönen Abend anstößt, der sein Digitalpult ebenfalls mit dem iPad ansteuert ;) )


    Touch-OSC ist ja geschummelt :) Du steuerst ja gar nicht direkt die Lampen, sondern deinen Rechner mit DMXC. Und wie der dann wieder das Licht rausgibt ist ein ganz anderes Thema (zugegeben, wenn schon mal ein WLan steht - warum nicht nutzen...).
    Der Toner und Du, Ihr macht das beide vergleichbar: Die Hauptlast (Seien es Lichtkanalwerte oder Audiosignale) laufen (vermutlich über dedizierte Leitungen) zwischen Konsole und Gegenstelle hin und her.
    Was zum IPad und zurück läuft ist "nur" die Information "mach den lauter" bzw. "starte den Effekt".

    Quote


    Oder sich einfach nur den Weg zwischen FOH und Bühne späten, wenn man gerade einleuchten will.


    Auch das geht ja wohl mit DMXC ganz unabhängig vom Interface zu den Lampen. Ich hab dazu einen alten Windows Mobil Organizer und die DMXC-Fernsteuerung. Hat den vergleichbaren Charme wie die alten Einleucht-fernbedienungen, die es für die Theaterkonsolen gab.

    Quote


    Mein Art-Net Node habe ich praktischerweise über POE versorgt und einfach die bei 10/100 MBit nicht benötigten Leitungen im Kabel dazu verwendet.
    Das Funktioniert auch noch nach 30m Cat Kabel und da wo der Computer und WLAN Router steht, hab ich sowieso ne Steckdose, wo ich dass IF ran klemm.


    Sicher eine individuell gute Lösung - letztlich aber sehr speziell und ohne fette Warnhinweise am "heißen" Ende des Kabels nicht "Hand-Tauglich".

    Quote


    Ich hatte auch schon Probleme mit den USB Steckern, die wirklich erstes nicht verriegelbar und auch garnicht Roadtauglich sind.
    Mir ist mal Passiert, dass aus Versehen am USB Kabel gezogen wurde und schon war der Stecker raus(bei laufender Show!!!) Bei dem USB Interfaces ist es eben nicht mit Stecker wieder rein getan... Es half nur der Neustart von DMXC um das IF ansprechen zu können. Da dauert zwar nicht lang, fühlt sich aber unter Stress an wie ewige Stunden...


    Das ist DAS schlagende Argument - und zeigt wieder, dass übliche PC-Hardware am FOH immer ein Risiko darstellt. Darum gibt es hier ja Kollegen, die sich ihre PC-Ausstattung road-Tauglich machen, indem sie alles in Cases verbauen, wo man erst mal nicht an die Stecker rankommt.
    Das Argument gilt übrigens auch für den vielleicht am PC angeschlossenen Faderwing und ist letztlich ein Argument für ne dedizierte Lichtkonsole - ganz unabhängig von Artnet oder DMX.

  • Halo,

    Ich hatte auch schon Probleme mit den USB Steckern, die wirklich erstes nicht verriegelbar und auch garnicht Roadtauglich sind.
    Mir ist mal Passiert, dass aus Versehen am USB Kabel gezogen wurde und schon war der Stecker raus(bei laufender Show!!!)

    Deshalb habe ich mir ein Pult gebaut in dem der PC, Monitor, DMX Multiplexer und
    das DE-Iterface fest verbaut sind.
    Nur wenn man die !9" Platten abnimmt, kommt man da ran.
    Bis jetzt damit keine Probleme.
    Hinten sind nur Neutrik Armaturen verbaut.

    Gruß Steff

    Am Ende wird alles gut !

    Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.

    May the light be with you

  • Zitat

    Mein Art-Net Node habe ich praktischerweise über POE versorgt und einfach die bei 10/100 MBit nicht benötigten Leitungen im Kabel dazu verwendet.
    Das Funktioniert auch noch nach 30m Cat Kabel und da wo der Computer und WLAN Router steht, hab ich sowieso ne Steckdose, wo ich dass IF ran klemm.


    Sicher eine individuell gute Lösung - letztlich aber sehr speziell und ohne fette Warnhinweise am "heißen" Ende des Kabels nicht "Hand-Tauglich".

    Aber sicher doch. nach 802.3af ist das das sog. "Spare" verfahren - wobei V+ über ein twisted pair und V- über ein twisted pair laufen.
    Dabei ist afaik bei 10/100mbit kein Protokoll definiert, also nur Saft drauf und gut.

    Martin

  • Genau daran habe ich mich gerichtet...
    es werden viele POE Injektionen uns Splitter angeboten, die diese nichtbelegung ausnutzen. An meinem kleinen Switch sind sogar nur 4 Pins pro Port in der RJ45 Buchse vorhanden, somit ist es dem auch egal, was auf den anderen Leitungen passiert, und davor hängt dann der Injektor oder auch der Splitter, den ich aber im IF selbst eingebaut habe. ist auch wesentlich ästhetischer und sicherer, da kein Hohlstecker am IF rausrutschen kann und es braucht kein weiteres Loch im Gehäuse wo staub oder Wasser eindringen könnte. (und ich war beim Bau zu bequem noch ein Loch zu bohren... :D )

    Grüße
    Korni

  • Soo, da bin ich auch mal wieder :) Ich hoff, ich hab all die Zitate korrekt hinbekommen :)

    Das Problem ist aber nicht nur das Delay, sondern auch die Delay Variation, die bei Ethernet nicht gesichert ist, weil ein Switch immer nur ein Paket gleichzeitig verarbeiten kann.


    Genau das meinte ich, Latenz + Latenzvariation

    Dafür gibt es mittlerweile Protokolle um sowas zu 99% zu unterbinden


    Die nutzt Art-Net aber nicht, ist alles UDP Traffic, mit viel Broadcast (inzwischen auch Unicast). Wenn ein Paket verloren ist, dann ist es einfach weg. Und die Latenzen und Latenz-Variationen vom Switch bekommst du mit keinem Protokoll weg - außer du definierst in dem Protokoll eine feste Latenz, die über der maximal möglichen Gesamtlatenz liegt.

    * du musst dich um die Absicherung deiner Ethernet-Strecke kümmern


    [...]würde ich fürs Feld immer Kupfer nutzen, wenn du keine Lust hast deine Glasfaserstrecke abzusichern.
    Encryption ist via Ethernet eh kein Thema

    Was genau meinst du mit Absicherung? Encrption, wie martin es vermutete?


    Encryption meinte ich nicht, ist für Art-Net auch zu teuer, das muss jedes Gerät unterstützen, und macht es teurer. Ich meinte vorallem den Fall, wenn du bestehende Netzwerk-Verkabelung (vom Gebäude) für Art-Net verwendest, da kann dir jeder, der am gleichen Netz hängt, dazwischenfunken. Würd ich für ne große Veranstaltung auch nicht empfehlen - aber du weißt ja selbst, wofür DMXControl eingesetzt wird, und wenns an ner Schule schon ne Netzwerk-Verkabelung gibt, wieso dann nicht einfach die fürs Licht verwenden? Hab ich auch schon gemacht :)

    Dafür gibt es PoE - mittlerweile kann das sogar deutlich mehr Strom liefern als jede USB Schnittstelle.


    Sicher eine individuell gute Lösung - letztlich aber sehr speziell und ohne fette Warnhinweise am "heißen" Ende des Kabels nicht "Hand-Tauglich".

    Aber sicher doch. nach 802.3af ist das das sog. "Spare" verfahren - wobei V+ über ein twisted pair und V- über ein twisted pair laufen.
    Dabei ist afaik bei 10/100mbit kein Protokoll definiert, also nur Saft drauf und gut.


    Das ist so falsch. PoE hat immer eine Überprüfung drin, ob das Endgerät PoE fähig ist, davor gibt es (außer der Prüfspannung bis 10 Volt, die keinen Schaden anrichten kann) keine Leistung auf die Netzwerkdose.
    Wenn du da ne Spannung von 5 V auf die Leitung gibst, bist du natürlich auf der sicheren Seite, aber das ist nach Protokoll kein PoE - denn PoE arbeitet im Betrieb mit um die 50 V Spannung, andernfalls würde es die benötigte Leistung auch nicht zur Verfügung stellen können, da der Querschnitt von Netzwerkleitungen sehr gering ist, da sie ja eigentlich ursprünglich nicht für die Stromübertragung gedacht waren.

    ABER man könnte auch einfach pro Gerät einen 3Port Ethernet (da reichen 100Mbit 10mal) Switch in der Preislage von ~1,50€ verbaut ? könnte man dann genau so mit Ethernet Patchkabeln verkabeln
    Und bevor man sich für RDM 5polige Kabel anschafft, tun es dann auch Ethernet kabel mit XLR Steckern dran - dann bist du für die Zukunft gerüstet.


    Neutrik 5 Pol XLR Einbaubuchse und -Stecker: 6,30 - 7,90 Euro
    Neutrik EtherCon Einbaubuchse: 8,70 Euro
    Ist also noch mal teurer. Und wenn die Chinaschrott-Hersteller kein Geld für ne normgerechte 5-polige Buchse ausgeben wollen, dann werden sie es erst recht nicht für EtherCon und der zusätzlichen für Ethernet notwendige Hardware machen.
    Außerdem verschärfst du mit jedem Switch wieder weiter deine Latenz-Problematik. Da reicht dir ne Latenz von 20 ms pro Switch, und dann gehst du einmal um dein Rigg rum, und hast schon ne Latenz von ner halben Sekunde - das siehst du sicher.

    mit "Ethernet > USB" meinte ich vor allem erstmal den verriegelbaren Stecker ;)


    Neutrik hat auch Stecker für USB im Angebot. Aber ich seh grad, die sind nicht verriegelbar - wieso eigentlich nicht? Wäre doch sinnvoll.

    zweitens sollte auch der fall nur von pc zu artnetNode betrachtet werden. Also wirklich purer Vergleich mit USB DMX Interface


    Den Fall hab ich aber nie, da ich nur einen Netzwerk-Port im Rechner hab, und somit meistens zumindest ein Switch zwischen Art-Net Node und Rechner hängt.

    spannungsversorgung ist mir klar, wobei mir das sogar lieber ist ein extra netzteil zu haben. zu poe muss ich sagen dass da meines wissens bei 30m die grenze liegt.


    Nee, PoE unterstützt genauso 100 m, wie Ethernet auch.

    - "Absicherung der Ethernet-Strecke": Genau das macht Ethernet doch selber. Das Protokoll (nicht Artnet) ist doch genau darauf ausgelegt, keine Daten zu verlieren und verlorene Pakete zu vermeiden.


    Naja, da musst du schon spezifizieren. TCP kümmert sich um verlorene Pakete (dann aber m.W. ohne spezfizierte Latenz und mit Timeouts, die größer sind, als es einem in der Veranstaltungstechnik lieb ist). Art-Net verwendet aber UDP, welches verlorene Pakete einfach mal verlorene Pakete sein lässt - wie DMX übrigens auch.

    - "Protokoll-Overhead": Äh... Eine 10MBit-Verbindung reicht für wie viele Universen? 256? Der Overhead ist vorhanden, aber er verstopft die Leitung nicht.


    Mir gings nicht um die Leitungskapazität, sondern um die Berechnungszeit im Rechner und im Interface - und der ist m.W. bei Ethernet höher als bei USB.
    Bei USB ist der Rechner immer der Master, und kann dem Interface sagen "hör mir jetzt zu" - und das Interface muss hören, oder es ist defekt. Das geht bei Ethernet nicht - da schickt der Rechner das Paket (hoffentlich zeitnah) raus, und es kommt (hoffentlich zeitnah) beim Interface an.

    PoE ist eigentich überflüssig. Da wo man Artnet braucht, hat man auch Strom.


    Du vielleicht, ich nicht immer. Außerdem muss der Strom oft gelegt werden. Hier an der Uni wird für die W-LAN Accesspoints schon länger nur noch PoE gelegt, reduziert den Leitungsaufwand erheblich, und hat noch einen entscheidenden Vorteil: Man braucht keinen Elektriker, um eine Steckdose zu setzen. Die Netzwerkdose kann der Netzwerktechniker selbst setzen :)
    Auch auf Arbeit, wo die Telefone über VoIP laufen, wird PoE verwendet, selbst wenn die Steckdosen (für die sowieso verwendeten Computer) gleich nebendran sind. Ist wohl auch wartungsärmer, sonst würde es nicht gemacht werden.

    Bei dem USB Interfaces ist es eben nicht mit Stecker wieder rein getan... Es half nur der Neustart von DMXC um das IF ansprechen zu können. Da dauert zwar nicht lang, fühlt sich aber unter Stress an wie ewige Stunden...


    Haken beim Output-Plugin entfernen und wieder neu setzen, dann läuft das Interface auch wieder. Meine ich hätte sogar schon mal wer geschrieben, aber ich find das hier grad nicht mehr und sags deshalb lieber nochmal - war wohl in nem anderen Thema.
    Aber ich selbst verstehs auch nicht, wieso DMXControl das nicht automatisch macht - wär fürn Live-Betrieb sehr hilfreich.

    Freundliche Grüße

    Stefan

  • Hallo,

    Aber ich selbst verstehs auch nicht, wieso DMXControl das nicht automatisch macht - wär fürn Live-Betrieb sehr hilfreich.

    hatte ich vor längeren auch schonmal vorgeschlagen.

    Artnet läuft ohne zu tun wieder ?

    Ich verwende das DE Interface und habe, wenn mal Probleme
    auftauchen das Interface lieber in der nähe und kann eingreifen.
    Mit einem Splitter habe ich drei DMX Stränge einen für das
    Dimmer-Rack und zwei für die Traversen. Macht da ein Bus mal
    Nervereien ist auch nur ein Strang gestört. Ist bei mir zwar noch nicht
    vorgekommen aber 0mir irgendwie sicherer als Artnet.7

    Ich wollte mir aber jetzt mal ein Artnet Node besorgen um bei Bedarf
    dies mal verwenden zu können. Aber halt mehr über WLAN für
    dezentrale Sachen. Da aber auch DMX über Funk muß auch noch
    gekauft werden.
    Um halt flexibeler zu sein.
    Artnet für die Laser Simulation ist natürlich keine Frage.


    Gruß Steff

    Am Ende wird alles gut !

    Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.

    May the light be with you

    Edited once, last by Steff (November 10, 2014 at 3:46 PM).

  • Artnet läuft ohne zu tun wieder ?


    Ja, solange "nur" die Netzwerkverbindung unterbrochen wird. Wenn man die Netzwerkkarte entfernt (analog zu Interface abstecken bei USB) könnte es auch Probleme geben.

    Dass Art-Net sofort wieder läuft liegt am Protokoll von Art-Net begründet. Bei Art-Net 1 sind alle Pakete Broadcasts ans ganze Netzwerk. Der Server sendet einfach seine ArtDMX Pakete ins ganze Netz, und der Client (Art-Net Box) empfängt sie, macht DMX draus, und gibt es aus. Dem Server ist es egal, ob, welche und wieviele Empfänger im Netz sind, der sendet einfach.
    Erst mit Art-Net 2 ändert sich das ein bischen, sodass man den Server auch auf Unicast umstellen kann. Ich hab das noch nicht ausprobiert, aber selbst da sollte der Server bei Verlust eines Clients recht schnell wieder die Verbindung wiederherstellen, und es läuft einfach weiter.

    Freundliche Grüße

    Stefan

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