Hallo,
gestern war ich in Berlin zur "Beyond-the-darkside"-Show (https://forum.dmxcontrol-projects.org/www.beyondthedarkside.com), die gerade in Berlin läuft. Das Review der enttäuschenden Show, die als Riesen-Licht-und Lasershow angepriesen wurde, gehört nicht in dieses Forum, aber wen es interessiert, kann meinen Beitrag (als DMXFrank) unter http://www.pinkfloydforum.de/forum/viewtopic.php/p/390#390 nachlesen.
Aber einen Punkt möchte ich hier mal zur Diskussion bringen, denn ich habe mich einfach mal eine Stunde in die Nähe des Lichttechnikers gestellt und ihm bei der "Arbeit" der angeblich weltgrößten Lichtshow zugeschaut, wonach nun mein gesamtes Weltbild von einem Lichttechniker zusammengebrochen ist.
Also, er hatte da 2 oder 3 PCs, wobei auf den Bildschirmen ein Martin-Steuerungsprogramm mit DOS-Oberfläche lief (nur eine Bildschirm aktiv zur Show). An einem anderen PC hat der Typ über eine halbe Stunde unter dem Tisch mit einer Taschenlampe rumgebastelt, während auf dem anderen PC nichts anderes als eine cue-list automatisch ablief. Lichttechnisch gesehen. lief die Show also als playback ab (!!!), es wurde nur ganz selten manuell eingegriffen. Erwartet hatte ich dagegen Riesem-GrandMa-Pulte, wo der Lichttechniker über die gesamte Zeit die Synchronisation zur Life-Show herstellt - aber es war kein Pult für Licht da (nur nebenan Audiopulte beim kläglich versagenden Audiotechniker).
Als der kaputte PC dann scheinbar wieder lief, hat der Techniker dann irgendwelche Szenen programmiert, die nichts mit der aktuellen Show zu tun hatten.
Jetzt frage ich mich, wie läuft da in der Praxis die life-Synchronisation ab? Hat das Funk-Headset-MicroSet,das der Lichttechniker teilweise auf dem Kopf hatte, etwas mit dem Kopfhörer des Schlagzeugers der Band zu tun? Gibt in so einer Show das Licht "den Takt an", und die Musiker spielen danach? Wie gesagt, mein Weltbild ist durcheinander geraten.
Übrigens einen interessanten Aspekt habe ich entdeckt. Während ich bisher meine Szenen in DMXControl immer lichttechnisch benannt habe (sowas gab es dort auch wie "yellow circle") waren in dieser Pink-Floyd-Covershow 60% der Szenen (cues) musiktechnisch benannt ("vocal solo", "Saxophon solo", "guitar play...", etc.). Da konnte man wirklich schön in der abrollenden cuelist mitlesen, was gerade in der Band passiert.
Vielleicht können mal Experten berichten, wie solche life-Auftritte von Bands tatsächlich realisiert werden. Sicherlich können wir daraus auch noch einiges für DMXControl lernen. ...Oder auch Beiträge in unserem Wiki generieren.
Gruss Frank