Komisches Dimmer Verhalten

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hallo DMX Community,

    ich habe von Lightmaxx den LED PAR 54 und verwende das folgende DDF dazu: https://ddf.dmxcontrol.de/ddfs/2241

    Nun verhält sich der Dimmer nicht so wie gedacht. Ich erwarte dass bei der kleinsten Erhöhung des Dimmers ab 1 die LEDs auch langsam angehen und sich die Helligkeit erhöht. Tatsächlich fängt der "fade" erst ab einem DMX Wert von 10 bzw. Dimmer Wert von 3.4 an. Davor gehen erst Rot, Grün und Blau hintereinander an. Also ist der Dimmer Wert 1 geht sofort nur blau an. Schiebe ich den Dimmer weiter kommt ab 1.4 (bzw. DMX Wert 004) die Farbe Grün mit dazu. Ab einen Wert von 3.4 kommt Rot dazu. Ab dann beginnt das Dimmen.

    1. Dimmer = 1, DMX = 003, Farbe = Blau
    2. Dimmer 1.4, DMX = 004, Farbe = Blau + Grün
    3. Dimmer 3.4, DMX = 009, Farbe = Blau + Grün + Rot

    R,G und B stehen dabei alle auf 1. Setze ich Weiß auch auf 1 geht das zusammen mit Blau an. Also wenn Weiß = 1 und Dimmer = 1, dann ist Weiß und Blau an. Der Rest ist dann wie in der Aufzählung, nur eben noch zusätzlich mit Weiß.

    Also ein Dimmen ist das nicht, denn zwischen DMX 0 und 9 gehen erstmal die einzelnen Farben getrennt mit einer niedrigen Helligkeit an die sich dann erst ab 10 kontrollieren lässt.

    Ist das normal? Ich habe auch noch U-King LED PAR ZQ-B273, bei denen ist das nicht so.

    Vielen Dank für die Hilfe

  • Hallo!

    Ein solches Verhalten kommt gerne durch die Lampe selbst, wo der LED-Treiber nicht so gut abgestimmt ist und die LEDs eben nicht mit dem DMX-Wert 1 eingeschaltet werden. Dies ist bis dato leider immer noch ein qualitativer Nachteil gegenüber höherpreisigen Lampen, die dann sogar in Verbindung einer 16bit-Dimmung selbst bei kleinsten DMX-Werten noch eine gemischte Farbe ausgeben können.

    Seitens DMXControl kannst du hier nur in begrenzt gegensteuern, indem du für den jeweiligen DMX-Kanal einen angepassten Dimmbereich definierst. Entsprechende Vorlagen findest du im Wiki. Aber auch mit dieser Anpassung wird es trotzdem so sein, dass du einen gewissen Sprung zwischen LEDs aus und der geringsten Helligkeit hast.

    Ich hoffe, dass du meinen Ausführungen soweit folgen konntest.

    Viele Grüße, Stefan.

  • Hallo und danke für die Info. Und ich dachte ich hätte mit den Lightmaxx PAR ein Upgrade im Vergleich zu den U'King gemacht. Immerhin sind die teurer, heller und haben sogar auch einen Stromausgang. Kann mir jemand tipps geben wie man bessere Fixtures identifizieren kann? Auf den Preis alleine zu achten scheint nicht zu reichen.

    Diese PARs sind auch die ersten bei denen im Handbuch steht man solle 110ohm XLR Kabel verwenden. Daran kann es nicht liegen? Habe mich darauf hin mal damit beschäftigt und ich glaube nicht dass meine Kabel 110 ohm haben. Zu mindestens gibt kein Amazon Händler den Widerstand mit an und der Preis deutet eher auf 70-80ohm hin. Sind vermutlich alle Audiokabel mit XLR Anschluss die auch als DMX Kompatibel angepriesen werden. Und die LJ Community zerfetzt sich förmlich um die Frage ob man 110ohm benötigt oder nicht.

  • Daran kann es nicht liegen?

    Nein, daran liegt das nicht. Der Abschlusswiderstand sorgt "nur" dafür, dass es keine Reflexionen des DMX-Signals am Kabelende gibt, die sich dann mit dem eigentlichen DMX-Signal überlagern und so die Scheinwerfer nur noch Kauderwelsch verstehen. Das Verhalten bei dir liegt klar am Scheinwerfer.

    Und die LJ Community zerfetzt sich förmlich um die Frage ob man 110ohm benötigt oder nicht.

    Das ist korrekt. Hier die klare Antwort auf diese Frage: "Es kommt darauf an" :D Es kommt nämlich darauf an, ob man mit dem Blick des Standards darauf schaut oder dem Blick aus der Praxis. DMX nutzt den RS485-Bus für die Übertragung der DMX-Signale. Dort ist definiert, wie die Sender, Empfänger und der Bus (also das Kabel) beschaffen sein müssen. In diesem Standard steht ganz klar drin: Ja, man braucht einen Abschlusswiderstand von 120Ohm und die Kabel müssen eine Impedanz von 110Ohm aufweisen. Hier ganz wichtig: Das heißt nicht, dass die Kabel einen Widerstand von 110 Ohm haben, sondern einen Wellenwiderstand von 110 Ohm. Das ist ein entscheidender Unterschied. Dann und nur dann kannst du bei DMX 1 Sender und 31 Empfänger anschließen. Die Praxis zeigt, dass der RS485 Bus doch auch recht robust ist. Man kann also auch andere Kabel (sprich Mikrofonkabel) verwenden und den Abschlusswiderstand weglassen. Es wird dadurch nicht gleich die DMX-Übertragung unmöglich gemacht. ABER: Beides hat einen Einfluss auf die maximale Kabellänge und die maximale Anzahl der Geräte, die an einem DMX-Bus hängen können. Beides nimmt mit Mikrofonkabeln und ohne Abschlusswiderstand merklich ab. So kann man dann eben z.B. nur noch 15 Empfänger betreiben, bevor dann Geräte anfangen, das Signal nicht mehr richtig zu verstehen. Das kann dann die wildesten Effekte haben. Da ist alles dabei von "reagiert gar nicht" bis "tut eigentlich, was man einstellt, aber manchmal gibt es so kurze Farbblitzer". Das ist dann halt sehr nervig und hängt auch von Fall zu Fall ab (mal sind die Kabel so gut, dass der 17. Scheinwerfer noch tut, mal hat man schon nach dem 14. Probleme).

    In der gelebten Praxis habe z.B. ich fast alle Kabel mit der richtigen Impedanz und guten Steckern (konnte ich machen, weil alles selbst gebaut). Ich betreibe eine gewisse Separation von DMX-Strängen, da mir meine 3x Showtec Net-2 insgesamt 6x unabhängige DMX-Linien ermöglichen. Dafür verzichte ich aber z.B. auf Abschlusswiderstände und komme mit dem Setup auch durchaus auf so 20 - 25 Geräte maximal in einem Strang (vor allem meine 16 Eurolite PS-4 hängen eigentlich immer in einer DMX-Linie). In meiner ehemaligen Schule wiederum verwenden wir fast ausschließlich Mikrofonkabel und kommen so auf um die 15 - 20 Geräte, was eigentlich immer ausgereicht hat.

    Zusammenfassend kann man also sagen: Du musst dir mit deinen Kabeln jetzt keine Gedanken machen und diese einfach so benutzen. Erst, wenn es zu Flackerern kommt oder ein Gerät nicht angesteuert werden kann, dann würde ich handeln.

    Kann mir jemand tipps geben wie man bessere Fixtures identifizieren kann?

    Generell verzichte ich nicht nur auf die ganz günstigen "Marken" aus China, die man beim Großen A hinterher geworfen bekommt. Aber ich lasse in aller Regel auch die Finger von den Eigenmarken der Händler (Lightmaxx beim großen M bzw. Stairville beim großen T). Nur in Ausnahmefällen schaue ich mir die an und dann auch ganz genau, ob es da irgendwelche Probleme gibt. In der Preisstufe darüber (so um 100 - 200€) ist man auch nicht immer vor Problemen in der Firmware gefeit, aber zumindest die krassen Ungereimtheiten sind draußen und man bekommt normalerweise auch konsistente Geräte, wenn man später noch einmal mehr kauft. Das kann bei den günstigen auch anders sein. Aber bei diesen Preisen kann man dann halt auch gleich deutlich weniger Scheinwerfer kaufen, wenn es nur ein Hobby ist. Daher empfiehlt es sich da eigentlich immer gerade beim großen M oder großen T vorbeizufahren und die Geräte anzuschauen oder sich je ein Testgerät schicken lassen, alle testen und dann vom besten mehrere bestellen und den Rest zurück schicken.

    Viele Grüße

    JP

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Das Kabel ist bei kürzeren Distanzen eher zweitrangig, solange es grundsätzlich in Ordnung ist. Ich selbst nutze von an Beginn an keine DMX-Kabel mit 110 Ohm, sondern auch klassische Mikrofonleitungen und dann sogar auch kein Endwiderstand.

    In den ganzen Jahren, in den ich hier entsprechende Lichtsetups in den verschiedensten Konstellationen mit den unterschiedlichsten Anzahl an Geräten pro DMX-Strang (hier natürlich nie mehr als 32 Geräte) und auch größeren Längen aufgebaut habe, hat die Tatsache, dass ich bei meinen Aufbauten Mikrofonleitungen nutze, bei mir persönlich noch nie ein Problem verursacht. Vielmehr war es dann in erster Linie, dass durch den Gebrauch mal ein Kabel defekt war und deswegen eine Störung verursachte. Ich will aber nicht unbemerkt lassen, dass ich mich hier auf eine Serie eingeschossen habe und diese immer noch kaufe - seit Ende 2009, wo ich selbst in das Thema DMX eingestiegen bin.

    Was mir in der Zwischenzeit eher mal unter die Finger gekommen ist, waren Geräte, die mit einem "schnellen" DMX-Signal nicht zurecht kamen und daraufhin die Kanalbelegung nicht mehr stimmte. Nach der Anpassung der Timings im Interface war hier dann aber auch Ruhe.

    Bezüglich des Preises ist es natürlich eine Frage des Bezugssystems, was als günstig und was als teurer empfunden wird. Eine pauschale Regel lässt sich mittlerweile anhand des Preises auch leider nur noch schwer ableiten. Was ich in der Vergangenheit merkte, waren eben zum einen die Kanalbelegung selbst, anhand dessen ich mir viel ableiten konnte und allgemein die Angaben und Spezifikationen im Handbuch. Am Ende - das ergab sich bei mir ebenfalls erst kürzlich - ist das Beste, sich das in Auge gefasste Gerät einfach selbst anzuschauen und zu testen.

    Wie du siehst, haben JPK und zwei unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema - aber die Aussage insbesondere zu den Kabeln ist die gleiche: es kommt drauf an. ;)

  • Wow Danke ihr zwei. Eure ausführlichen Antworten sind wieder mega Hilfreich!

    Ok mit meinen lächerlichen 7 Geräten und max 50M Kabel sollte ich safe sein ^^ Und wenn ich euch richtig verstanden habe, dann brauch ich gar keinen Abschlusswiderstand? Es wäre mit diesen Kabeln sogar besser wenn ich ihn weglassen würde?

    Quote

    waren Geräte, die mit einem "schnellen" DMX-Signal nicht zurecht kamen

    Interessant, ich mache eher die umgekehrte Erfahrung. Z.b. bei einem Sinus auf RGB ist bei niedriger Frequenz der Übergang eher Stockend. Aber das klingt für mich auch nach Hardware.

    Inzwischen müsst ich bald alle Hersteller durch haben, die Lightmaxx sind schon der Ersatz für meine Holdlamp die ich nun nach 4 Wochen wieder zurück schicken darf weil ein PAR plötzlich nicht mehr an ging und die Elektronik angefangen hat zu schmoren. Bei meinem Lixada DJ Projektor 0142 ist mir heute aufgefallen dass die blaue-weiße LED flackert. Meine erste DMX Investition war eine FX Party Bar bei denen während der ersten Party die Farbe Rot ausgefallen ist. Die Holdlamp haben es nichtmal zum ersten Event geschafft. So langsam glaube ich es liegt an mir. Die Kabel sinds schon mal nicht ^^

    Vielen Dank nochmal auch für eure Zeit

  • Es wäre mit diesen Kabeln sogar besser wenn ich ihn weglassen würde?

    Das kann man daraus nicht schließen ;) Viel mehr eben, dass es in der Praxis häufig auch ohne funktioniert. Aber mit Abschlusswiderstand ist man auf der sicheren Seite, egal mit welchen Kabeln.

    Z.b. bei einem Sinus auf RGB ist bei niedriger Frequenz der Übergang eher Stockend. Aber das klingt für mich auch nach Hardware.

    LightningBrothers redet hier von "schnell über den Bus übertragenen Signalen". Das hat also nichts mit einem schnellen Sinus in DMXControl 3 zu tun. Viel mehr geht es hier darum, wie schnell die einzelnen Bits (also wirklich das elektrische Signal) über den Bus übertragen wird. Das kann man nämlich bei manchen Geräten wie unserem Nodle-Interface einstellen, wenn eben Geräte Probleme machen.

    Inzwischen müsst ich bald alle Hersteller durch haben, die Lightmaxx sind schon der Ersatz für meine Holdlamp die ich nun nach 4 Wochen wieder zurück schicken darf weil ein PAR plötzlich nicht mehr an ging und die Elektronik angefangen hat zu schmoren. Bei meinem Lixada DJ Projektor 0142 ist mir heute aufgefallen dass die blaue-weiße LED flackert. Meine erste DMX Investition war eine FX Party Bar bei denen während der ersten Party die Farbe Rot ausgefallen ist. Die Holdlamp haben es nichtmal zum ersten Event geschafft. So langsam glaube ich es liegt an mir. Die Kabel sinds schon mal nicht ^^

    Also ich bin von BeamZ positiv überrascht worden (habe 4 von den großen BAC 506). Sonst nur Eurolite (PS-4) und Futurelight (EYE-7 und DMH-160MK2) im Einsatz. Früher noch bei den Scheinwerfern und nun noch bei den Nodes Showtec im Einsatz (wobei ich gerade am schauen bin, ob ich mir nicht wieder Scheinwerfer von Showtec hole). Das mal so als Marken, die ich ganz ok finde. Aber auch da gibt e jeweils vergleichsweise gutes Material und manches, wovon man besser die Finger lässt.

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

    Edited 2 times, last by JPK (August 19, 2023 at 9:20 PM).

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