HAL und MovingHead-Position

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Servus,

    HAL müsste doch ungefähr wissen, wo sich ein Movinghead während der Bewegung im Leuchtbereich befindet,

    gibt's da einen Trick, den Shutter nur an bestimmten Positionen zu öffnen und/oder zu schliessen?

    Ich würde gern im Live-Betrieb zwei MH in einer Cue mit CircularEffekt auf die Reise schicken, wenn die Zielposition A erreicht ist, soll erst das Licht starten, bei Ziel B wieder löschen.

    Edited 2 times, last by cooltour: detailierter (August 29, 2020 at 11:49 AM).

  • Aloha.

    Stand heute geht sowas leider nicht so leicht. Du musst dir das selber mit Boardmitteln wie Cuelisten oder Input Assignment zusammenbauen.

    Aber wir denken schon über ein Konzept nach, welches solche und andere Konstrukte in Zukunft möglich macht.

    Gruß

    Das Leben ist NP vollständig!

  • was man machen könnte, dass du mal nen Trapezoid Effekt auf den Shutter legst.

    Dann stellst du folgende Parameter für diesen Effekt ein:

    So wäre der Head beim Circle Effekt für die Hälfte ein und für die Andere aus. Jetzt kannst du das für deinen Abschnitt entsprechend berechnen.
    Wenn der Sinus Effekt auf 0,1 hz eingestellt ist ergeben sich daraus 10 Sekunden. Den Wert musst du im Trapezoid Effekt erreichen, damit die Effekte synchron sind.
    Probiere mal dein Glück damit :)

    Das Ganze könnte man dann auch noch mit einem Speedmaster verknüpfen :).

    Gruß

    Nutzer99

  • Hallo,

    erst einmal möchte ich hier so ein bisschen die Begrifflichkeiten klar stellen und wer für was in DMXControl 3 zuständig ist, bevor ich deine Frage beantworte. Dies um dir zu zeigen, das der HAL hier eigentlich nichts damit zu tun hat.

    Der HAL (Hardware Abstraction Layer) macht genau das, was der englische Name sagt: Er ist eine zusätzliche Abstraktionsebene für Hardware in DMXControl 3, er abstrahiert also die Ansteuerung der Funktionen des Gerätes von der Ansteuerung des Gerätes selbst. Ohne ihn müssten wir bei der Ansteuerung eines Gerätes jedes mal genau wissen, auf welchen DMX-Kanälen welche Gerätefunktionen liegen (sprich im Grunde die Bedienweise anwenden, die DMXControl 2 verwendet). Das wäre nötig, weil wir dann immer das Gerät direkt ansteuern müssten. Durch den HAL kann man aber nun die Geräteeigenschaften verallgemeinern. Sprich man sagt nur noch in DMXControl 3 "mache diesen Scheinwerfer rot" und speichert diese Information für die veralgemeinerte Gerätefunktion "Farbe". Intern wird nur mit der Eigenschaft "Farbe" gerechnet und Änderungen / Effekte etc. darauf angewendet. Erst kurz vor der Ausgabe an das Art-Net- bzw. DMX-Interface wandelt der HAL die Information "mache Scheinwerfer rot" in die entsprechend dafür nötigen DMX-Werte um. Dieses Konzept ist an vielen anderen Stellen in der Technik weit verbreitet. So kann man beispielsweise Dateien von einem Datenträger lesen oder darauf schreiben (beispielsweise auch DMXControl 3 beim Laden und Speichern eines Projekts). Dabei ist es vollkommen egal, ob diese Dateien auf einer internen Festplatte, einer internen SSD, einem USB-Stick oder sogar einem anderen PC im Netzwerk liegen: Die Schnittstelle zum Laden und Speichern von Dateien ist für das Programm das selbe. Das Betriebssystem sorgt dann über seinen eingebauten HAL, dass das richtige Speichergerät mit dem richtigen Treiber angesprochen wird (je nachdem, wo man speichern möchte). Was man an diesem Beispiel schön sieht ist, dass auch vollkommen unterschiedliche Geräte mit ihren eigenen Eigenschaften auf die gleiche Weise angesteuert werden können. Das selbe gilt auch für den HAL in DMXControl 3. Dadurch ist es möglich, dass man eine Gruppe aus Scanner (mit Farbrad), Moving Head (z.B. mit CMY-Mischeinheit) und LED-Schscheinwerfer (RGB-Mischung) erstellen kann und dann DMXControl 3 sagen kann "mache alle Geräte in der Gruppe rot". Der HAL klamüsert dann auseinander, was das eben für jedes einzelne Gerät bedeutet. Auf deine Frage übertragen weiß der HAL überhaupt nicht, an welcher Position ein Moving Head steht, sondern weiß nur, welche Positionswerte, die er vom Werte-Mischer bekommt zu welchen DMX-Werten werden.

    Deine Frage müsste also eher lauten: "Kann das System, welches in DMXControl 3 für die Ansteuerung der Gerätefunktionen zuständig ist, verschiedene Geräteeigenschaften zusammenhängend ansteuern um Effekte auf unterschiedlichen Gerätefunktionen miteinander zu verknüpfen?" Die Antwort lautet klar: Ja :) Hierfür musst du auch beim Shutter mit Effekten arbeiten und alles in einer Cue speichern. Sprich du legst einen Circular-Effekt auf die Position und gleichzeitig einen Rectangle-Effekt auf den Dimmer / den Shutter. Nun musst du beides in einer Cue speichern und die Cue nochmal bearbeiten (die Cue im Cuelist Editor auswählen, einen Rechtsklick auf das Rechteck vor der Cue machen und dann "Edit in Programmer" wählen). Dadurch, dass wir beide Effekte in der Cue gespeichert haben, bekommen beide Effekte den selben Referenz-Punkt für den Anfangspunkt des Effektes (beim Starten der Cue werden beide Effekte gleichzeitig gestartet). Das nutzen wir jetzt aus, dass wir diese zueinander verschieben können. Das geht über die "Phase" eines Effekts, die die Verschiebung des Startpunkts des Effekts angibt. Alle Effekte sind auf einen Durchlauf pro 360° normiert. Du kannst also die Phase des Rectangle-Effekts so ändern, dass der Moving Head an einer gewissen Position im Kreis den Shutter auf macht und direkt gegenüber wieder zu.

    Es geht sogar noch etwas mehr, denn mit dem Rectangle-Effekt ist man darauf beschränkt, dass der Effekt genau gegenüber im Kreis den Shutter wieder zu macht. Beim Trapezoid-Effekt kann man die Zeiten für "Shutter an" und "Shutter aus" (hier "Pause Top" und "Pause Bottom") in Millisekunden einstellen. Das komplizierte wird jetzt, dass dein Circle-Effekt eine gewisse Frequenz hat, die man treffen muss, damit beide Effekte in der gleichen Zeit durchlaufen (sonst verschiebt sich die relative Position zueinander). 1 geteilt durch die Dauer aller vier Sektoren (Up, Down, Fade Up und Fade Down) des Trapezoid-Effekts zusammengerechnet in Sekunden muss der Frequenz des Circle-Effekts entsprechen. Hier mal ein Beispiel: Wenn der Circle-Effekt eine Frequenz von 2 hat, dann ergibt das 1/2 Sekunden, also 500 Millisekunden, die alle vier Sektoren des Trapezoid-Effekts zusammen dauern dürfen.

    Ich hoffe, das war soweit verständlich (auch die Ausführung zum HAL) :)

    Viele Grüße

    JP

    Edit: Ok, bis ich meinen Text fertig hatte, haben die zwei schon geantwortet gehabt :D

    im Falle eines Falles klebt Gaffa einfach alles, denn Gaffa ist dein Freund und Helfer :thumbup:

  • Newly created posts will remain inaccessible for others until approved by a moderator. The last reply was more than 365 days ago, this thread is most likely obsolete. It is recommended to create a new thread instead.