Live@Work - 21_KW18 - Hinter den Kulissen des Live-Tutorials "Clubshow mit DMXC3"
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LightningBrothers
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5. Mai 2021 um 10:00 -
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Bei der Produktion unserer Video-Tutorials zu DMXControl 3 hatten wir von Anfang an nicht nur die reinen Erklärvideos auf unserem Drehplan, in denen wir recht kompakt Funktion für Funktion in DMXControl 3 beleuchten. Es stand recht frühzeitig fest, dass wir euch verschiedene Anwendungsfälle von A bis Z vorstellen und euch zeigen möchten, wie man diese mit DMXControl 3 umsetzen kann - und dies behielten wir auch konstant im Hinterkopf. Stefan hatte sich hier nun dem Thema "Clubshow mit DMXControl 3" angenommen, nachdem Jens-Peter quasi als Weihnachtsgeschenk den Anfang mit seinem Tannenbaum-Video machte. In beiden Fällen zeigte sich aber schnell, dass die Produktion eines solchen Tutorials nicht mal so eben über die Bühne geht.
Wechseln wir hierzu also in die Ich-Perspektive. Das unkomplizierteste an "meinem" Live-Tutorial war das Lichtsetup selbst. Da ich erst kurz zuvor zwei Lichtshows produziert hatte, musste ich hier nichts Nennenswertes mehr umbauen. Ihr habt bestimmt die Parallelen erkannt. Die Equipmentliste sieht wie folgt aus:
- 12 Futurelight Mega Color Wave.i Moving-Bar
- 8 Futurelight DMH-160 Spot-Moving-Head
- 4 Futurelight DMB-160 Beam-Moving-Head
- 4 Eurolite LED KLS-3002 LED-4er-Bar
- 4 Eurolite ML-56 COB CW/WW
- 1 Antari Z-350 Fazer
Für das Drehen kam im Aufbau noch das große Pult hinzu, damit ich eine adäquate Arbeitsposition einnehmen konnte. Der zur Verfügung stehende Platz wurde aber auch benötigt, denn ich hatte auf meinen beiden Laptops jeweils einmal DMXControl 3 geöffnet. Die eine Instanz diente der Aufzeichnung des Live-Tutorials selbst. Auf dem zweiten Laptop lief DMXControl 3 für die Steuerung des Hintergrunds aus den 12 Color Mega Wave.i und dem Weißlicht. Auf den verbleibenden Bildschirmen war dann noch mein digitaler Notizzettel sowie OBS zum Aufzeichnen des Bildschirms für das Tutorial zu sehen (zumindest für mich).
Der digitale Notizzettel beinhaltete verschiedene wichtige Informationen zum Projekt, welches wir gemeinsam aufgebaut haben. Während die Erläuterungen in den Videos entsprechend spontan entstanden und keinem detaillierten Skript folgten, waren die vorgestellten Punkte dafür umso mehr vorgeplant. So hatte ich mir zum einen die Konfiguration der Art-Net-Ausgabe und den Patch sowie das Layout der Stage View notiert. Die wichtigsten Notizen betrafen aber die Cuelists mit ihren Timings und Triggern sowie das Softdesk inklusive Input Assignment. Hier hatte ich im Vorfeld bereits einen umfangreichen Testlauf vollzogen und konnte euch so alles effektiv zeigen, ohne selbst viel dabei nachdenken zu müssen. Das war erforderlich, denn mir war von vornherein klar, dass das gesamte Tutorial länger werden und sich deswegen auch über mehrere Teile erstrecken würde.
Während des Aufzeichnens eines Videos kamen insgesamt fünf Kameras zum Einsatz: Zwei GoPro Hero 4 für die Detailaufnahmen, eine GoPro Hero 7 für die Seitenperspektive, eine GoPro Hero 8 für die Totale und eine Panasonic GX-9 für die Nahaufnahme. Darüber hinaus musste der Bildschirm via OBS aufgezeichnet werden. Hierüber erhielt ich gleichzeitig meine erste Audiospur des Mikrofons. Von meinem Digitalmixer, einem Mackie DL32R habe ich dieses direkt per USB-Anbindung in OSB eingespeist. Parallel nutze ich aber noch meinen Audiorecorder, um eine Backup-Spur zu erhalten.
So kamen insgesamt sieben parallele Spuren zusammen und natürlich eine große Menge an Daten, denn wie so oft klappt ein solches Projekt nicht immer auf Anhieb und erst recht nicht, wenn es eben als Live-Tutorial konzipiert ist. Im Endeffekt habe ich jedes Video soweit dreimal von A bis Z durchlaufen, um nicht nur ein Zeitgefühl für die Länge des Videos zu erhalten. Während des Drehs stolperte ich an einzelnen Stellen auf Punkte, die in meinem digitalen Notizzettel noch nicht detailliert genug vermerkt waren. Das prominenteste Beispiel sind die Einstellungen für das Format-Node, die ich mir erst nach dem ersten Dreh nochmal genau notierte. Letztendlich liegen für die fünf Videos insgesamt 231 GB an Rohmaterial auf der Festplatte. Produziert habe ich aber über 650 GB an Daten, die ich nun nach und nach wieder aussortieren kann.
Die Post-Produktion erfolgte dann in Blackmagic Design DaVinci Resolve. Durch den Punkt, dass alle Spuren mit einem Audiosignal versehen waren, ließen sich diese recht unkompliziert synchronisieren. Nichtsdestotrotz nahm die Post-Produktion ebenfalls nochmal einiges an Zeit in Anspruch, Das aufwändigste Video war der Block 2 zu den Cuelists und Cuelist Groups, da ich hier besonders häufig mit mehreren parallel zu sehenden Videospuren arbeiten wollte. Kurz dahinter folgt aber auch direkt das letzte Video mit der Live-Show.
Bei einem Blick in die Statistiken in YouTube sieht man aber recht schnell, dass sich dieser ganze Aufwand gelohnt hat. Die Videos vermeldeten binnen weniger Tage für unsere Verhältnisse entsprechend hohe Zugriffszahlen und Wiedergabezeiten. Von daher auch auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an euch. Es freut uns und insbesondere mich, dass ihr die neuen Angebote auf unserem YouTube-Kanal so rege nutzt.
Euer Stefan und das Team von
DMXControl Projects e.V. ![]()
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