Es kommt immer mal wieder vor, dass man eine gewisse Flexibilität bei der Programmierung von Lichtprojekten benötigt. Sei es die Effektgeschwindigkeit, die bei einem Effekt auch noch zur Laufzeit anpassbar sein soll oder wenn Werte an unterschiedlichen Stellen in DMXControl 3 voneinander abhängen sollen. Daher wurden mit DMXControl 3.2 die Parameter-Master (Parameter Master) und die Geschwindigkeits-Master (Speed Master) eingeführt. Der Erste repräsentiert einen einfachen Wert und kann beispielsweise auf Gerätefunktionswerte wie einen Dimmerwert angewendet werden. Der Geschwindigkeits-Master dem entgegen speichert einen Geschwindigkeitswert. Er kann beispielsweise bei der Frequenz eines Effektes oder als Beat-Quelle für Beat-Trigger in einer Cuelists eingesetzt werden. Hierzu trägt man einfach beispielsweise in das Frequency-Feld eines Effekts {SpeedMaster 1} ein, wobei auf die richtige Schreibweise und das Leerzeichen vor der Zahl geachtet werden muss. Schon wird die Geschwindigkeit des Effekts über den SpeedMaster 1 gesteuert.
Richtig spannend wird das ganze jedoch erst, wenn man mit diesen Mastern mehrere unterschiedliche Bereiche miteinander synchronisiert. So können beispielsweise zwei unterschiedliche Effekte in zwei verschiedenen Szenenlisten (Cuelists) miteinander synchronisiert werden. Selbst wenn der Geschwindigkeits-Master verändert wird, während beide Szenenlisten aktiv sind, bleiben beide Effekte synchron.
In manchen Fällen sollen zwar zwei Effekte miteinander synchronisiert werden, allerdings nicht mit der gleichen Geschwindigkeit. Das ist der Fall, wenn ein Effekt beispielsweise doppelt so schnell ausgeführt werden soll, wie der andere. Seit DMXControl 3.2.1 lässt sich das sehr einfach und elegant lösen: Man kann bei der Verwendung von Geschwindigkeits-Mastern und Parameter-Mastern in der Gerätesteuerung auch rechnen. So kann der Wert des jeweiligen Masters an dieser Stelle für die Verwendung angepasst werden. Um den Masterwert anzupassen, müsst ihr einfach eure Rechnung nach folgendem Schema hinterlegen:
{<Name des Masters>: <Rechnung>}
So könnt ihr beispielsweise mir {SpeedMaster 1: *2} die Frequenz des Speedmasters 1 an dieser Verwendungsstelle verdoppeln bzw. mit {SpeedMaster 1: /2} halbieren. Das ist in folgendem Bild zu sehen.
Es geht aber noch deutlich mehr, denn an sich ist fast jede Form von mathematischer Rechnung erlaubt. So kann man auch einfach mit {ParameterMaster 1: +10} addieren und so beispielsweise den Dimmerwert des einen Scheinwerfers immer um 10% höher halten als den des anderen. Aber auch Kombinationen oder mathematische Operationen wie sin(60), sqrt(9) und abs(-3) sind erlaubt, wie es im gleichen Beispiel mit dem ParameterMaster 2 gemacht wurde.
Eine Besonderheit nimmt der COUNT-Parameter ein. Dieser repräsentiert die Anzahl der Geräte in der Gerätegruppe, die angesteuert wird. Damit lassen sich sowohl Geschwindigkeits- als auch Parameter-Master entsprechend skalieren, um bei zwei unterschiedlich großen Gerätegruppen trotzdem den gleichen Effekt erscheinen zu lassen. Dies ist im nachfolgenden Bild exemplarisch am Beispiel des Chaser-Effekts dargestellt, der auf beiden Gerätegruppen mit den gleichen Parametern angewendet wird. Durch die Nutzung der COUNT-Parameters zum Beispiel in der Rechnung für die Geschwindigkeit spielt DMXControl 3 hier den Effekt für beide Gerätegruppen nun trotzdem in der gleichen Geschwindigkeit ab und die Proportionen stimmen überein. Ohne die Rechnung mit dem COUNT-Parameter würde die untere Gerätegruppe die obere stetig überholen.
Effekt-Geschwindigkeit mit COUNT-Parameter
Effektgeschwindigkeit ohne COUNT-Parameter
Wir hoffen, damit konnten wir euch die Einstellmöglichkeiten für Master näher bringen.
Euer
DMXControl-Team ![]()
PS.: Diese Informationen sind im Übrigen auch im DMXC-Wiki zu finden und zwar im Artikel zu den Mastern. Die Master sind ebenfalls eines der Themen, welches wir in unseren Tutorial-Videos auf unserem YouTube-Kanal näher zeigen möchten.
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