Hey Black, hier ein kleiner Erfahrungsbericht von uns. Wir haben dieses Szenario in 10 Jahren immer wieder etwas verfeinert und haben (denke ich) nun eine ganz gute Lösung ;o)
Wir nutzen bei uns (Musicals) immer zwei Nebelmaschinen (1000 Watt, wichtig: mit Temperaturregelung, damit sie nicht zwischendurch nachheizen müssen). Eine steht rechts und eine links am Vorhang.
Als Fluid nutze ich ein mittleres bis leichtes Produkt. Bloß kein Heavy-Fog, denn wenn der Nebel ersteinmal "durchgeht" oder ein Sog in den Zuschauerraum entsteht, dann hast Du den schon beschriebenen stehenden Nebel im Raum. Dann lieber mehr Nebeln, dafür aber "Nebel außer Kontrolle" schnell wieder verschwunden wissen. Meine Erfahrung ist, dass sich ein mit Zuschauern gefüllter Saal IMMER anders verhält, als ein leerer Saal. Oft zieht der Nebel dabei über die Bühnenkannte nach unten in den Zuschauerraum.
Beide Maschinen stehen waagerecht auf dem Boden und sind ca. 30-45° um die Y-Achse Richtung Bühne gedreht. Vor den Maschinen steht jeweils ein Ventilator (70cm Durchmesser) um 45° um die X-Achse nach oben geneigt.
Vor der Bühne steht mittig ein Ventilator (wieder ca. 45° um die X-Achse).
Alle Ventilatoren stehen auf höchster Stufe und werden über jew. einen Dimmerkanal geregelt. So kann ich den Schub den Gegebenheiten auf der Bühne anpassen.
Ich kann in diesem Szenario den Nebel sowohl auf dem Boden und hinten aufsteigend (ohne Ventilator) als auch nach oben (Ventilator an) verteilen. Wenn nur auf einer Bühnenseite Nebel fehlt, dann kann ich gezielt nachnebeln. Da der Nebel über die Ventilatoren verteilt wird, ist er (bei 100% Ventilatorleistung) nahezu wie Haze. Zudem fällt er so wenig auf, dass das obligatorische Husten der Zuschauer i.d.R. wegfällt. Die beiden Maschinen/Ventilatoren haben zudem den Vorteil, dass ich ggf. auch nur auf der Bühnenseite nebeln kann, die gerade nicht beleuchtet ist (oder zumindest auf der keine Handlung stattfindet).
Einen Rückstand an den Rotorblättern (aus Metall) gab es bislang noch nicht.
Der dritte Ventilator (vor der Bühne) dient mir dazu, Nebel auf die Bühne zurückzuschieben, wenn er abhauen will. Das klappt bei einer Bühne mit 11 Metern breite (5 Meter hoch, ca. 5 Meter tief bis zu den Kulissen) erstaunlich gut. Wenn ich den Nebel auf dem Boden ausstoße, kann ich zudem den Nebel mit dem vorderen Ventilator nach vorne ziehen und dann Mittig nach oben schieben.
Hoffe, das hilft Dir als kleine Anregung. Nimm auf jeden Fall Maschinen mit einem größeren Ausstoß. Unsere haben ca. 6-8 Meter.
Ansonsten sehr wichig ist eine Möglichkeit, sie mit in den DMX-Kreis einzubinden. Aus Kostengründen haben wir keine Geräte mit Nebelausstoßmengen im Einsatz. Das war bislang allerdings nie ein Problem.
Wenn wir eine schon zugenebelte Bühne (rede von Haze, so dass Licht sichtbar ist, aber nichts wabbert) brauchen, dann starte ich beide Maschinen und die Ventilatoren rechts/links mit vollem Ausstoß ca. 10 Sekunden vor dem öffnen des Vorhangs und schalte sie genau mit der Öffnung wieder aus. Damit habe ich einen gleichmäßigen Nebel im gesamten Bühnenraum, der ggf. mit weiteren kleinen Nebelausstößen á ca. 2-3 Sekunden aufrecht erhalten wird.
Wünsche Dir viel Erfolg ;o)
PS: Wenn keine entsprechenden Ventilatoren da sind, dann hilft es, die Maschinen zusätzlich ca. 30° um die X-Achse nach oben zu kippen.