Beamer MH umbau/eigenbau

  • Hallo alle zusammen,

    ich möchte mein neues Projekt mal vorstellen. Da der Umbau sehr umfangreich ist/war, habe ich mir vorgenommen immer mal ein wenig neues zum Umbau hier nieder zu schreiben.

    Grundlagen:
    Die Grundidee war, einen MH so um zubauen, dass darauf ein Beamer seinen Platz findet.
    Zur Ansteuerung des Beamers soll ein ITX-Board verbaut werden. Zusätzlich soll das Gerät ein DE-Interface erhalten welches die Aus- und Eingabe des DMX Bus ermöglicht.

    Ich hatte mir auch eine Pan/Tilt Einheit nach dem Vorbild im WIKI "Pan/Tilt Eigenbau" gebaut und vor den Beamer montiert. Aber das Ergebnis war mehr als mies. Die Einheit als solches funktionierte super dank der super WIKI Anleitung, doch war es mit dieser nicht möglich das Bild wie gewünscht im Raum zu platzieren. Noch ein Grund warum ich mich für den Bau/Umbau entschieden habe.

    Gehäuse:
    Nach reifer Überlegung was für ein Gehäuse in frage kommt, habe ich mich dafür entschieden einen alten MH zu organisieren. Auch wenn hier sehr interessante Ideen zum Selbstbau eines MH zu finden sind, habe ich mich aus Zeitgründen gegen einen kompletten neubau entschieden. Bei unserem beleibten Aktionshaus, welches mit e anfängt und mit bay endet, bin ich fündig geworden. Ich habe für einen guten Preis diesen Futurelight MH 640 Wash ersteigern können (siehe Anhang). Bei dem Gerät war nur noch die Mechanik enthalten. Aber mehr war auch nicht nötig.
    Das Gerät war "heil" bei mir angekommen. Nach erster Betrachtung steigerte sich immer mehr die Vorfreude auf die kleine Bastelei. Nach der kompletten demontage des MH's, fing ich an mir Gedanken darüber zumachen was, wie und wo verbaut werden musste um dem Gerät neues leben zu ermöglichen. Schnell wurde klar, dass da doch ein wenig mehr arbeit auf mich zukam.

    Im Gehäuse mussten folgende Koponenten platz finden:
    - ITX board (Auswahl fiel auf Zotac ION mit Atom N330 CPU)
    - ITX Netzteil
    - Festplatte (aus Platzgründen verwende ich eine 2,5 zoll sata)
    - DE-Interface
    - DMX 2Kanal Schrittmotorsteuerung von Henne (in leichter modifizierte Ausführung, da ich 4 motoren ansteuern will)
    - Schrittmotortreiber

    Bis auf Netzteil und ITX-Board sollen alle Platinen selber geätzt und bestückt werden. Aber nach 5 DE-Interfaces sollte das ja kein Problem werden. Sorry, ich musste mal auf die kacke hauen. ;) Später schreibe ich mehr dazu.

  • Hey :) Geile sache die du da vorhast!

    Nur so als Tip nebenbei, das DE Interface ist klar mit abstand eines der Besten auf dem Markt. Allerdings genügt in vielen Fällen schon ein einfaches USB auf Seriell -> DMX IF! Ich vermute dass ist bei dir der Fall! Für die 2 Kanäle PAN/TILT reicht es allemal aus -> Spart dir Platz und Geld!

  • Hi,

    der MH soll gleichzeitig die Funktion eines Artnet-Nodes übernehmen. Von daher mach das DE-Interface auf jeden Fall sinn.


    Gruß
    zoidberg

    Ein Programm macht nicht was Du willst, sondern was Du schreibst!

  • Das Argument mit dem Platz lass ich gelten. Aber was die Möglichkeiten angeht ist das DE Interface nicht zu schlagen. Es soll ja nicht nur einfach ein mh werden. Theoretisch kann man mit dem Gerät die ganze Lichttechnik steuern mittels Ein- und Ausgabe wenn nötig. Mittels W-Lan kann man das Gerät auch noch konfigurieren wenn erwünscht. Wie sich das dann in der Praxis macht wird sich zeigen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

    Und mal ehrlich: werd hat schon ein Effektgerät zum steuern der Lichttechnik ;)

    Zumal die kosten für das DE Interface sich auf ca. 15€ belaufen (incl. Platine).

  • hmm...ok, das Argument lass ich dann gelten! Wollte ja nur drauf hinweisen dass es um vier DMX Kanäle zu fahren minimal überdimensioniert ist *g*

    Wenn das teil nicht nur ein Kopfbewegter Beamer sondern mehr ein Multimedia Lichtrack werden soll ist das natürlich klar! Bau dir unbedingt ne möglichkeit ein, mit der du von der Ferne den USB Bus ab- und ankoppeln kannst. Ich hab ab und zu mal Probleme mit dem DE (Fx5) und muss es dann neu anstöpseln damit es wieder rennt...

    Willst du die Sache mit dem ArtNet dann per Software mit dem DE realisieren oder kommt zusätzlich noch ein Standalone ArtNet Node rein?

  • Durch den Einbau des Rechner wird diese Arbeit auch gleich von diesem übernommen, also rein per Software.

    Wir haben bei unseren DE-Inferface eigentlich noch nie Probleme gehabt. Die liefen/laufen Stundenlang durch. Das ist mir auch neu, deshalb bin ich auch nicht auf den Gedanken gekommen eine Unterbrechung mit einzubauen. Aber ich werde das mal nicht aus den Augen verlieren.

  • HIHO,

    die Tage habe ich mir das DE Interface aufgebaut und basierend auf Henne's transceiver das board zur Steuerung der Schrittmotoren aufgebaut. Für den transceiver habe ich das Layout von Henne genommen und mir ein board im Eagle erstellt mit zwei AVR's. Neben Pan und Tilt, soll später auch noch ein Shutter und evtl. eine Scharfstellung des Beamer's mittels Schrittmotors erfolgen. Die Platine habe ich auch fertig geätzt und sie funktioniert wie erwartet. Von Henne's transceiver habe ich ein paar Teile weggelassen die ich für den Anwendungsfall nicht brauche. Im Anhang habe ich ein Foto hinterlegt. Zusätzlich habe ich auf der Platinen das Programmier board zum flashen der AVR's mit untergebracht. Das sind die Bauteile über dem einem DIP. So habe ich noch zusätzlich ein Interface zum flashen in dem Gehäuse. Getestet ist es auch schon und es funktioniert super.
    Das Board mit den Schrittmotortreibern habe ich auch fertig gestellt. Dabei habe ich mich für die Variante mit den L298 IC's entschieden. Der L293D wurde mir dann doch ein wenig zu heiß. Ich weiß nicht genau woran das lag, aber ich vermute mal das es an der 12V Spannung lag mit welcher die Stepper beschaltet waren/sind. Ein Vorteil bei den L298 ist auch, das diese eine Möglichkeit bieten Kühlkörper zu montieren. Ein Nachteil allerdings sind die externen Freilaufdioden. Daher habe ich mir auch da ein board geätzt.

    Mit den mechanischen Arbeiten am Gehäuse habe ich auch schon angefangen. Ich musste Öffnungen schaffen für das Netzteil und das Motherboard. Die arbeit habe ich aber erst angefangen nach dem ich genau wusste wo was hinkommen soll. Erstaunlicher weise habe alle Elemente gut Platz. warum lange reden wenn Fotos viel mehr ausdrücken können. Auf dem zweiten Foto im Anhang ist die Grundplatte mit einem mittig angeordneten Hauptträger zu erkennen. Weiter ist zu die Ausarbeitung für das Netzteil zu erkennen. Die blauen Streben sind Platinenhalter für das DE Interface und das Steuerungsboard für die Stepper. Auf dem dritten Foto ist die Grundplatte mit beiden Hauptträgern zu erkennen, sowie den Abstandshaltern für das Mainboard und die bereits befestigte Festplatte.

  • HIHO,

    habe mal weiter gebastelt. Im Anhang befinden sich gleich mal einige Fotos vom Zusammenbau. Jetzt habe ich alle Teile abgeschliffen und einrostet so gut es ging. Als Lack habe ich einfach Hammerite verwenden. Das glänzt auch noch ein wenig. Auch wenn das eher Sekundär ist. Während der Arbeiten stellte sich heraus, dass die beiden Gabeln des alten MH's nicht den Benötigten Abstand zu einander haben. So habe ich mittig einen Schnitt gemacht um Sie auf das von mir gewünschte Maß von 340mm zu bekommen (Siehe Foto 3). Um nun stabilität in die jetzt wacklige Konstruktion zubekommen habe ich mir, mit HIlfe einer Konstruktionszeichnung, in einer Metallwerkstatt einen Mitteltunnel bauen lassen. Diesen habe ich mit den beiden Gabeln vernietet und anschließend lackiert. Die Montageschiene für den Beamer habe ich auch neu anfertigen müssen. Dafür habe ich mich für ein Kastenprofil entschieden wie man es in jedem Baumarkt bekommen kann. Dabei konnte ich die Kabel für die Spannungsversorgung und das VGA Signal in dem Tunnel super unterbringen und das dann zum Beamer führen.

    Erklärung zu den Fotos:
    1. eingepasstes Motherboard und Netzteil
    2. Schrittmotor Steuerung , DE Interface und Netzteil (bei dem Netzteil habe ich die Kabellänge ändern müssen, da diese viel zu lang waren, das war eine sehr Zeit intensive Arbeit)
    3. MH Gabeln mit Tunnelerweiterung
    4. Seitenteil des Gehäuses mit Spannungsversorgung und dmx in / out

    Es geht schritt für Schritt weiter. Ich kann einfach nicht aufhören weiter zu basteln :D Aber so wird es sicher vielen hier gehen.
    Da ich nun die mechanische Arbeit abgeschlossen habe und alles lackiert ist, kann ich bald mit dem Zusammenbau anfangen.

    Allerdings ist mir heute ein Problem aufgefallen was die Steuerung der Schrittmotoren angeht. Ich habe mal die Steuerung und die Treiber für die Stepper getestet. Ich verwende ja die Steuerung und Software von Henne. Wenn die Motoren am Anfang Referenzieren laufen sie Schön langsam. Nun habe ich mir eine config.eep mit der Position.exe erstellt. Da habe ich die Anzahl der Umdrehungen eingestellt, die Auflösung und die Beschleunigung. Wenn ich die Motoren im DMCX ansteuere laufen sie schnell sehr gut. Wenn ich diese nun aber langsamer laufen lasse dann ruckeln diese und es kommt keine saubere Bewegung zustande. Woran kann das liegen? Bzw. was kann ich machen um das Problem in den griff zu bekommen?

    Im DMXC-Buch habe ich gelesen das man evt. die Rampen noch konfigurieren muss. Ist das der richtige Ansatz für mein Problem?

  • Hallo Simon,

    ich verwende die Firmware von Henne's Homepage. Da steh zumindest das man die Stepper mit einer Auflösung von 16bit ansteuern kann.
    Wie gesagt wenn der Transceiver die stepper referenziert läuft es langsam und sauber. Nur wenn ich sie dann im DMXC ansteuern will geht es langsam nur stockend.

    Grüße

  • Meinst Du Panfine und Tiltfine?

    Diese ändern sich mit.

    Jetzt bin ich selber Ratlos.

    Kann ich noch irgendeine Information bringen, die zur Lösung des Problems weiterhelfen kann?

    Danke schon mal im Voraus für deine Hilfe Simmon.

  • Genau die meinte ich. Aber wenn die sich mitbewegen ist das nicht das Problem....

    Jetzt müssen die ran die schonmal sowas gebaut haben, von der Elektronik hab ich keine Ahnung ;)

    Gruß, Simmon

    Chacka!

  • HIHO @all:

    würde gern nochmal den aktuellen stand wieder geben und dann das thema noch einmal aufgreifen.

    Das Ruckeln ist nach wie vor ein Problem.
    Jetzt habe ich soweit die Hardware fertig. Nach dem lackieren der ganzen Teile konnte ich mich endlach daran machen das Gerät ein erstes mal zusammen zu bauen. Die Verkabelung nahm eine menge Zeit in Anspruch. Die Bilder zeigen teilweise die Verkabelung. Ein Problem bestand noch darin das vga Kabel vom Motherboard zum Beamer zu verlegen. Dieses musste ja in der Mechanik des MH's verlegt werden. Dazu musste ich das Kabel trennen, durch die Mechanik führen und um sie in der Gabel wieder zu verbinden. Ich habe sie allerdings nicht verlötet, sondern 2 8pin Molexstecker verwendet. Diese habe genau die Größe um sie bei einer demontage des MH's durch die Kabeldurchführungen der Mechanik zubekommen. Natürlich zeigte sich nach dem ersten Test, dass das Bild nicht sehr sauber war wie erwartet. Der Grund lag liegt sicherlich in der fehlenden Abschirmung der Steckverbindung. Um diese Problematik werde ich mich später kümmern. Erst sollte das Gerät funktionieren. Nach dem nun endlich auch der Beamer da war, habe ich auch gleich an die Montage von diesem Gemacht. Die Halterung ist auf den Foro's zuerkennen. Es handelt sich bei dem Gerät um einen mp727. Die Leistungen und Ergebnisse im Beamertest werde ich später noch Kommentieren. Bei der Aufnahme des Beamers habe ich eine Klemmvariante gewählt. Siehe Foto. Dabei sind auf den Querverbindern rutsch hemmende Gummis angebracht. Von unten wird der Beamer zusätzlich duch seine Eigenen Verschraubungen mit dem Kastenprofil fest verbunden. Durch die Klemmverbindung ist es Möglich verschiedene Beamer zu verwenden. Über Sinn und Unsinn lässt sich hier sicherlich streiten. Aber vielleicht möchte mal jemand seinen Beamer in dem Gerät sehen um zu sehen wie das wirkt.

    Zu den Fotos:

    Abbildung 1: Zu sehen sind das Netzteil, DE Interface, Platine für die Steuerung der Stepper, sowei der Stepper für Pan
    Abbildung2: Motherboardseite, komplett verkabelt, zusehen sind Motherboard, Stepper Treiber, Sataplatte
    Abbildung3: Noch einmal die Motherboardseite aus einer anderen Perspektive
    Abbildung4: Einbaulage der verwendeten Platinen
    Abbildung5: Das fertige Gerät

    Ein Video folgt in kürze:

    Aber auch jetzt habe ich schon Ideen für Verbesserung und Optimierung. Dazu später mehr.

  • Hier mal noch ein Video vom ersten Test.
    Das ist vorerst die Maximale Verfahrgeschwindigkeit. Liegt halt noch an dem Problem mit der Stepper Steuerung. Bin da über jede Hilfe dankbar.
    Soweit macht das Gerät einen guten Eindruck. Die Steuerung im Video erfolgte über Wlan. Das ging ganz gut. Ein weiterer Test wird zeigen ob man das im Einsatz auch so steuern kann. Probleme bei der Übertragung per Wlan wurden ja hier schon das ein oder andere mal diskutiert.

    Schon jetzt habe ich aber Ideen was man besser machen kann. Dazu schreibe ich später wieder etwas.

    Hab es auch im Nebel schon getestet. Da kann man schöne sachen mit machen :D . Ein Video werde ich bei der nächsten Party mal machen. Da kann man es im Einsatz sehen. Oder wer nicht soweit weg wohnt von Halle(Saale) kann auch zum Drachenbootcup am 5Juni kommen. Da könntet Ihr euch das Gerät mal anschauen :)

    Edited once, last by disco-stu (May 24, 2010 at 8:44 PM).

  • Hy

    sieht gut aus.

    Was ich noch machen würde:
    Ne Blende vorne dran um auf wirklich dunkel umschalten zu können.
    Eventuell nen Servo für das Fokussieren (MÜsste man halt so machen, dass es auch bei anderen Beamer noch geht bzw. diese nicht behindert).
    RS232/USB Anschluss zur Steuerung der Einstellungen des Beamers. Ich kenne es nur von älteren dort kann man via RS232 zum Beispiel den Eingangsport wechseln (wenn 2 Signalquellen dran sind oder er immer die falsche Quelle standardmäßig wählt), Keystonekorrektur(vielleicht möchte man ja nur mal an verschiedene besonderen Punkten etwas (einen Film oder so an projizieren), Helligkeit/Kontrast etc.

    Hat es nen Grund warum du VGA verwendest und nicht DVI/HDMI´?

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