Geschichte der Event-Lichttechnik

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hallo,

    In der Schule müssen wir gerade eine kleine Vorarbeit schreiben. Da wir später was im Bereich Eventlichttechnik machen werden, würden wir als Vorarbeit gerne das Geschichtliche aufrollen.

    Generell stehen 3 Fragen in Raum:
    -Geschichte des künstlichen Lichts
    -Einfluss des künstlichen Lichts auf unsere Gesellschaft
    -Geschichte bzw. Entwicklung der Beleuchtung bei Veranstlatungen. Hauptsächliche im elektronischen kann jedoch auch im Theater sowie Konzertbereich sein.

    Fèr alle 3 Fragen, vor allem aber für die 3 suche wir Quellen. Links, Bücher, Dissertationen, Dokus und was weis ich.

    Danke

    Natürlich sind wir fliessig am Bibliotheken und co. absuchen. Dachte halt, kann nicht schaden, hier auch mal zu fragen.

  • Was habt Ihr denn schon gefunden?

    Wär ja jetzt blöd hier die Standards aufzuzählen, die jeder mittelmäßig begabte Google-Sucher findet.
    Schon der einführende Teil von Max Keller "Licht" dürfte das Niveau vollständig erreichen, das man auf einer Schule erwartet.

    Ist das Themenfeld nicht etwas groß? Künstliches Licht hat der Mensch seit er Zugriff auf Feuer hat. Und seither hat es die Gesellschaft beeinflusst. Jede Weiterentwicklung (Kienspan, Fackel, Öllampe, Kerze, Petroleumlampe, Gaslicht, Glühstrumpf, Kohlefadenlampe, Kohlebogenlampe, Metallfadenlampe...) hat massive gesellschaftliche Einflüsse gehabt.

    Einschlägiger Berufsverband ist die DTHG. In deren Hausorgan, der BTR, sind auch immer wieder Berichte über Historisches zu finden, insbesondere wenn bei Umbauprojekten der Altbestand beschrieben wird.
    Einschlägige Hochschulen, z.B. die Beuth-Hochschule in Berlin - da sind sicher auch studentische Arbeiten zu Eurem Thema zu finden.

    Wenn's etwas Reisen sein darf: Es gibt Museen für Theatertechnik und so manches Stadttheater hat noch alte Schätzchen im Keller. Aber dazu muss man halt eine persönliche Beziehung zu einem der dort arbeitenden aufbauen.

    Ich warne vor reinem Quellenstudium ohne praktische Anschauung. Nur Texte aus anderen Publikationen umzuformulieren oder zu zitieren, fremde Grafiken abzuscannen und zu re-publizieren macht keinen spannenden Vortrag. Auf der Ebene ist sicher schon alles geschrieben, was man schreiben kann.

    Den dritten Spiegelstrich verstehe ich nicht so ganz - auch im Theater wird "elektronisches" Licht genutzt. Wenn Du damit das "Rock'n'roll" Geschäft meinst ist das sicher eine starke Verengung des Themas. Gerade wer später Eventlicht machen will, muss begriffen haben, wie "Theaterlicht" geht. (Naja, manche Dinge die man so von frisch ausgebildeten "Eventlichttechnikern" sieht, beweisen, dass man auch total unbeleckt durch die Prüfungen kommt...)

  • Danke für die Antwort. Das ganze soll kein riesen Projekt werden, sondern eher eine kleine, grobe Einleitung ins spätere. Wir gehen grob auf die Entwicklung des Lichts ein. Dabei beginnen wir bei der Fackel und kämpfen uns bis zum LED vor. Wie gesagt, sind wir hier ziemlich grob. Klar hat Theater und co. auch Licht, wir müssen uns jedoch beschränken da wir nicht besonders viel Zeit haben. Da dies eine Art Vorarbeit für die Zweite Arbeit ist in welcher wir ein RGB LED Modul entwickeln, werden wir uns aber mehr auf die Bereiche welche hier wichtig sind beschränken. LEDs werden wir z.B. mehr erläutern als den Kienspan.

    Wir sind beide auch totale Neulinge im Bereich des Lichts, jedoch bot uns dieses Projekt einen sehr guten Lerneffekt. Man kann sein technisches Interesse mit Kreativität ausleben.

    Zurzeit haben wir Bücher wie z.B. Lichtblicke, Vom Kienspan zum Laserstrahl, A history of light and lightning,Der Mensch und das Licht, Licht für Städte

  • Da scheint mir der Weg richtig zu sein.
    Mit LED hat sich das Theater ja lange schwer getan (und tun sich noch - erst beim Gespräch mit einem Beleuchtungsmeister des Schauspielhaus Zürich erfahren), insofern seid Ihr da im Eventbereich durchaus gut aufgehoben. Von der LED-RGB-Par-Kanne bis hin zum Großdisplay, das auch in RGB aufgebaut ist gibt es dutzende Anwendungen, die eben erst mit LED gehen.
    Finden wird man dazu eher was in den entsprechenden Unterlagen der Hersteller als in irgendwelchen bereits historisch aufbereiteten Schriften.
    Ich denke der Schlüssel war die Herstellbarkeit der blauen LED - da kann ich mich noch erinnern, dass das die ganze Hobby-Elektronik-Szene elektrisiert hat.

    Eine der ersten LED-RGB-Leuchten habe ich von Fa. Soundlight vor JAHREN auf einem VPLT-Seminarwochenende im Hannover Congress Centrum gesehen. Die Gehäuse waren noch aus dem vollen gedreht, die Dinger hatten zwar den Durchmesser eines PAR64, waren aber flach wie eine Flunder (~3..4 cm). Netzteil war extern. Hübsch, aber als der erste Hersteller die Platinen in bereits sattsam bekannte PAR-Gehäuse eingebaut hat, war es damit erst mal vorbei.

    Eure Literatursammlung enthält es schon: Gerade fahren auch Objektbeleuchter (Indoor und Outdoor, "Stadtmöblierung") voll auf LED ab, allerdings eher weiß, weniger RGB.
    Persönliche Meinung: Mit LED lassen sich gerade im Architekturbereich (von der Zimmerlampe bis zur Gestaltung ganzer Fassaden) ganz neue Dinge machen - der E14/E27 Glühbirnenersatz mit LED ist da nur der klägliche Anfang. Spannend wird es, wo die Hersteller von Leuchten kapieren, dass eine LED-Leuchte auch ganz anders aussehen kann als eine Leuchte für Glühobst. Wir kommen weg von Leuchten, die selber hell sind hin zu Leuchten, die wirklich be-Leuchten; also das Licht gezielt aus einer kleinen Quelle rauswerfen statt einfach ihre ganze Oberfläche leuchten zu lassen und die Umgebung mit Streulicht versorgen. (mattierte Glühleuchtmittel oder auch Leuchtstoffröhren)

    Ein bißchen Farblichtlehre von Keller können trotzdem nicht schaden - denn warum braucht man farbiges Licht, wenn man nicht weiß, was man damit auf der Bühne aussagt. Und dann wird auch schnell bewusst, warum nicht nur die satten Grundfarben interessant sind sondern auch brauchbare und reproduzierbare Mischfarben ohne farbige Schatten.

    Vielleicht lasst Ihr das Forum ja am Ergebnis teil haben! Viel Erfolg!

    Ach ja - Wirklich RGB? Nicht RGBW? Das ist gerade ein Trend, der die noch immer schlechte Farbwiedergabe bei zusammengemischt weißem Licht aufnimmt und positiv weiterentwickelt. (W zum Entsättigen der Farbe)

  • Klar schadet das Buch von Keller nicht, werde es auch mal machen. Generell ist unser Ziel mit den LEDs bestehende Partydekorationen zu beleuchten. Also weniger Matricen oder Screens, wie mans oft sieht, als wirklich Dekorationen ala String-Arts, Lycra Stoff etc. Wie mans halt aus dem GOA Bereich kennt.

    RGBW wäre sicher gut, aber all das werden wir dann sehen. Da wir echt ziemlich grün hinter den Ohren sind, zumindest im Thema Licht, müssen wir das dann eruieren. Auch wirds Teil der Arbeit sein, zu schauen, welche LEDs etc. den nun am besten sind etc. etc.

    Das Ergebnis kann ich gerne Posten. Evtl. wirds jedoch nur ein Prototyp, jenach Aufwand.

    Irgendwie reizts mich schon, mal mit dem Schauspielhaus Zürich einGespräch zu suchen, aber dazu haben wir keine Zeit. (Stress) Kommen ja auch aus der Nähe und ich finde Theater ist doch was gutes. :)

    Die Geschichte der LEDs werden wir genauer unter die Lupe nehmen und sicher auch die einzelnen Schritte. Wir suchen noch ein gutes Buch diesbezüglich. Auch übers technische.

  • Klar schadet das Buch von Keller nicht, werde es auch mal machen. Generell ist unser Ziel mit den LEDs bestehende Partydekorationen zu beleuchten. Also weniger Matricen oder Screens, wie mans oft sieht, als wirklich Dekorationen ala String-Arts, Lycra Stoff etc. Wie mans halt aus dem GOA Bereich kennt.


    Was Ihr in Eurer Anschlussarbeit tut ist egal - Ihr habt gefragt nach Input über die Geschichte = Entwicklung. Und da gehören diese Dinge unbedingt rein, weil sich das ja alles gegenseitig beeinflusst.

    Quote


    Das Ergebnis kann ich gerne Posten. Evtl. wirds jedoch nur ein Prototyp, jenach Aufwand.


    Auch hier meinte ich eigentlich erst mal die Vorarbeit

    Quote


    Irgendwie reizts mich schon, mal mit dem Schauspielhaus Zürich einGespräch zu suchen, aber dazu haben wir keine Zeit. (Stress) Kommen ja auch aus der Nähe und ich finde Theater ist doch was gutes. :)


    Die hatten im Oktober Tag der offenen Tür im Schiffbau, da war ein Beleuchtungsmeister da, der u.A. in seiner Demoanwendung auch ein paar LED-Rampen hatte. Zeitaufwand: 1/2 Tag. Mal die Augen auf halten. Vielleicht machen die das nächstes Jahr wieder. Im Staatstheater Karlsruhe, bei deren Spielzeiteröffnungsevent (am gleichen Tag) muss auch eine Technik-Präsentation im Opernhaus dabei gewesen sein (war selber nicht - man kann sich ja nicht zerreißen). Da war für den geneigten Interssenten sicher auch Gelegenheit, den Pultmann anschließend auszuquetschen.
    Messe ProLight&Sound in Frankfurt (April?) und die Showtech in Berlin im Juni sind auch geeignet, um zumindest mit Herstellern in Kontakt zu kommen.

    Die Geschichte der LEDs werden wir genauer unter die Lupe nehmen und sicher auch die einzelnen Schritte. Wir suchen noch ein gutes Buch diesbezüglich. Auch übers technische.[/quote]

  • Klar schadet das Buch von Keller nicht, werde es auch mal machen. Generell ist unser Ziel mit den LEDs bestehende Partydekorationen zu beleuchten. [...]
    RGBW wäre sicher gut, aber all das werden wir dann sehen. Da wir echt ziemlich grün hinter den Ohren sind, zumindest im Thema Licht, müssen wir das dann eruieren. Auch wirds Teil der Arbeit sein, zu schauen, welche LEDs etc. den nun am besten sind etc. etc.


    Dazu noch eins: Eben das hängt zusammen.
    "am besten" = erfordert, dass Ihr erst mal Kriterien definiert, nach denen Ihr die LED bewertet.

    • Effizienz? (Licht je Energie - das interessiert die Stadtbeleuchter)
    • Satte farben, aber nicht unbedingt vergleichbar? (wäre jetzt beim "beleuchten von Partydeco" mein erster Impuls in Verbindung mit günstiger Beschaffbarkeit)
    • Die Farben (auch gemischt) sind immer die gleichen, egal wie viele Einheiten ich nutze und wie alt die sind (das ist dann das, was der Theatermann gerne hat) und ob ich neuere und ältere Einheiten mische.
    • Wie groß ist der erreichbare Farbraum (dann sind wir beim Punkt ob RGB, RGBW, kombiniert ggf. sogar noch mit anderen Grundfarben)
    • Farbwiedergabe (Also wie gut erkennt man die Farbe eines Objektes, das davon beleuchtet wird?)
    • Muss es besonders klein sein?
    • Lässt es sich mit meinen Mitteln für die gewünschte Stückzahl fertigen? (Ein Chip, den man Aufbonden muss, nützt Euch nix, auch wenn er ggf. sonst Eure Idealwerte hat)
    • Wie teuer ist eine Einheit als Muster oder in Serie? Kriege ich die von mir benötigte Stückzahl her (es könnte ja sein, Ihr findet den genialen Chip, müsst davon aber einen Container voll in Asien ordern und kriegt den dann 1 Jahr später)
    • Muss es besonders lange halten? Wird es speziellen Umweltbedingungen ausgesetzt? Darf es eine maximale Berührtemperatur nicht überschreiten?


    Die Liste ist sicher nicht vollständig, andererseits auch nicht für alle Anwendungen so umfangreich.
    Wie Ihr den Katalog auswählt, muss für Euch passen. Wenn es DIE BESTE Led gäbe, gäbe es nur die eine auf dem Markt und alle würden genau diese bauen.

  • Danke für die Antworten, werd das Dokument mal durchlesen.

    Da die Arbeit in einem ungeheuren Stress entsteht, müssen wir uns überlegen ob wir sie veröffentlichen. Ist echt nichts besonderes. Da ist die zweite Arbeit schon um einiges interessanter und wird diese Qualitativ wohl mehrmals übertrumpfen.

    Wie dem auch sei. Natürlich werden wir Kriterien für unsere LED auswahl definieren und diese zuerst sorfgfältig erörtern.

    Ich bin noch an einer Empfehlung interessiert, welche das RGB-Prinzip/Farbmischung abhandelt. Gerne auch zusammen mit LEDs/PWM und die Programmierung dessen. Ein Buch über den Entstehungszyklus bzw. die Planung eines Produktes wäre sicherlich auch nicht verkehrt. Also wie man die einzelnen Schritte wie Programmierung, Planung der Platine, Gehäuseplanung etc. kombiniert/auf einander abstimmt.

    Danke

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