Wie funktioniert das mit den Harting-Steckern?

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!



  • Der Bedarf ist nur ein defektes Kabel schnell tauschen zu können, und da sind die Harting Verbinder natürlich optimal geeignet.
    Gruß Soon5


    Da sprichst Du einen wichtigen Aspekt an. In einer Industrie-Anlage wird das Zeug angeliefert und eingesteckt - und wenn nicht jemand mit dem Gabelstapler das Kabel abfetzt, wird der Stecker das ganze Maschinenleben lang wohl nie wieder ausgesteckt. Die Belastungen, die wir in der V-Technik für die Stecker bereithalten sind einiges höher. (Häufige Steckspiele, mechanische Last auf den Steckern/Kabelverschraubungen).

  • leider ist das bei 90% aller kabel so...

    Richtig :(

    Es gibt übrigens - so bilde ich mir ein irgendwo eines im Lager zu haben - Lastmultis die als Verlängerung ausgelegt sind, also nicht mit Adapter sondern so.

    Richtig, und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben wir uns alle unsere Lastkabel so ausgelegt :)

    Hat den Nachteil, dass ich das Kabel nicht alleine einsetzen kann, sondern nur in Verbindung mit einem "normalen" Harting, deshalb setze ich die Dinger (2x 6er Bar mit 2x Kabel und eben der Verlängerung) so gut wie nie ein, obwohl das Dimmpack ansich nichtmal schlecht wäre[/quote]Ach, nehmen würd ichs schon ;)

    Ist zwar aus Sicht des Veranstaltungstechnikers vielleicht "Schmarrn", aber wollen mal die Kirche im Dorf lassen.

    Ach, lass mich doch mal ein wenig plakativ sein ;) :D

    Entgegen Deiner Darstellung ist es beim "Harting" System eben möglich, auch Kabel aneinanderzuhängen. Es fehlt nur die Klammer. Und da wird dann eben der gekreuzte Kabelbinder verwendet (an dessen Zulässigkeit ich allerdings zweifle)

    Deswegen das (klammertechnisch) - Ich habe selbst schon die Kabel so verlängert. War dann glaub ich nur ein Kabelbinder aber ist ja egal ;)

    Andererseits sind dann die Klammern den erhöhten Belastungen ausgesetzt, die ein Kabel nunmal abkönnen muss (eine Stagebox ziehe ich nicht durch's Rigg...) und werden wohl ruckzuck abgerissen, verbogen... sein.

    Dann sind sie nicht stabil genug konstruiert ;) Die Klammern klappen ja vollständig über den Stecker/Buchse drüber, so stark werden die auch wieder nicht belastet.

    Die Belastungen, die wir in der V-Technik für die Stecker bereithalten sind einiges höher. (Häufige Steckspiele, mechanische Last auf den Steckern/Kabelverschraubungen).

    Aber machen wir da dann nicht etwas falsch, sobald wir mechanische Last auf den Steckern haben? Mal abgesehen vom Eigengewicht des Steckers selbst...

    Stefan


  • [...]
    hat auf seite 11 die werkmäßige belegung der harting ausgänge und da ist pin 16 (und 15) PE!
    ja auf spannungsgebender seite unkritisch etc. aber offensichtlich gibts das (und so exotisch ist llt nicht)
    [...]grüße hørst


    Naja - dass es das gibt bestreitet niemand. Macht's aber nicht richtiger.
    Ich verweise auf die DIN 15565-8. PE gehört auf die vom Hersteller des Steckers dafür vorgesehenen Kontakt (voreilend, beidseitig außen am Kragen).
    Dann verweise ich darauf, dass die Norm für unseren Bereich gültig ist - soweit noch freiwillig.
    Wer als Inverkehrbringer ein CE-Zeichen auf ein Gerät pappt, bestätigt, dass er die für dieses Gerät gültigen Normen berücksichtigt hat. Mit spitzen Fingern behandelt und mit der Lupe betrachtet wäre LLT mit einer derartigen Belegung NICHT berechtigt, ein CE-Zeichen aufzupappen und damit dürfte das Ding NICHT in der EU in Verkehr gebracht werden - wenn man ganz genau hinschaut.
    Ich hätte von einer Firma wie LLT im Umfeld der Belegung zumindest einen Hinweis erwartet, dass die Belegung nicht normgemäß ist - im besten Fall vielleicht noch ein Kommentar, warum sie so belegen.
    Die Lösung von LLT halte ich für unschädlich (auf Dimmerseite - auf der anderen Seite BÖSE) - solange der voreilende, beidseitige offizielle PE-Kontakt auch wirklich belegt ist und die 15 und 16 nur "zusätzlich". Würde PE NUR auf 15/16 liegen, würden sich die hier schon beschriebenen Konsequenzen ergeben. (Fehlender voreilender Kontakt beidseits des Gehäuses um auch bei asymetrisch gesteckten und gezogenen Verbindungen sicherzustellen, dass PE zuerst kontaktiert und zuletzt öffnet...)

  • solange der voreilende, beidseitige offizielle PE-Kontakt auch wirklich belegt ist und die 15 und 16 nur "zusätzlich".


    Das ist er selbstverständlich.
    Bei allen Modellen (D26Bs ist der "Neueste"), die ich besitze, ist die Belegung tatsächlich so. Warum habe ich mich auch schon immer gefragt.
    Laut Anleitungen macht LLT das noch heute so.

    Dennis

    Edited once, last by fisl (April 10, 2010 at 7:56 PM).

  • Quote

    Entgegen Deiner Darstellung ist es beim "Harting" System eben möglich, auch Kabel aneinanderzuhängen. Es fehlt nur die Klammer. Und da wird dann eben der gekreuzte Kabelbinder verwendet (an dessen Zulässigkeit ich allerdings zweifle)

    Deswegen das (klammertechnisch) - Ich habe selbst schon die Kabel so verlängert. War dann glaub ich nur ein Kabelbinder aber ist ja egal ;)

    Vor dem Problem standen wir auch mal, seitdem hat sich in unserer Anlage als "Quasi-Standard" bewährt, dass an jedem Harting-Gehäuse, egal ob Stecker oder Kupplung nur EINE Klammer ist (bei uns immer rechts, wenn man von vorne auf den Stecker schaut und die 2 Nuten unten sind). Das hat den Vorteil, dass dann immer 2 Hartings zusammengesteckt werden können, da sich die Klammern dann passend ergänzen. Daher gibts dann auch die Möglichkeit, einfach Kabel-Bar, Bar-Kabel und Kabel-Kabel ohne Umsetzen der Klammern oder Kabelbinder zu realisieren, jede Verbindung hat ihre 2 Klammern.

    Quote

    Die Belastungen, die wir in der V-Technik für die Stecker bereithalten sind einiges höher. (Häufige Steckspiele, mechanische Last auf den Steckern/Kabelverschraubungen).

    Aber machen wir da dann nicht etwas falsch, sobald wir mechanische Last auf den Steckern haben? Mal abgesehen vom Eigengewicht des Steckers selbst...

    Naja, wenn das Kabel mal 10cm zu kurz ist oder noch ein Stück durch den Truss muss, dann wird am Stecker gezogen, besonders von Neulingen im Truss ;)

  • Vor dem Problem standen wir auch mal, seitdem hat sich in unserer Anlage als "Quasi-Standard" bewährt, dass an jedem Harting-Gehäuse, egal ob Stecker oder Kupplung nur EINE Klammer ist (bei uns immer rechts, wenn man von vorne auf den Stecker schaut und die 2 Nuten unten sind).


    Da fallen mir aber direkt ein paar Probleme ein, die enstehen.
    Keine Kompatibilität zu gemietetem Material.
    Keine Kompatibilität für evtl. Vermietung.
    An den alten Hartings sind die Bügel nicht zum abnehmen, sondern sind genietet, zusätzlich oft die Gehäuse nicht am Gerät verschraubt sondern auch genietet-> Austausch?
    Fehlende Gummidichtung an Kabel-Kabel Verbindungen (wobei das auch bei der Kabelbindermethode der Fall wäre) + -> Klammern sitzen dadurch nicht fest.

    Das wären Gründe, die für mich gegen ein solches System sprechen würden.

    Dennis

  • Deine Ideen sind komplett richtig. Allerdings wird diese Lösung nur in einem geschlossenem System verwendet, es wird kein Material angemietet oder vermietet. Alle Stecker haben die aufgesteckten Klammern, auch an den Dimmern und Bars, insofern kein Problem. Mit den Dichtungen gibt es auch kein Problem, wenn nur alle Stecker oder alle Kupplungen (egal ob Kabel oder Gerät) eine Dichtung haben.
    Wie gesagt, für die Vermietung oder Bedienung durch Fremde ist das nichts, aber in unserer Halle musste einfach ein möglichst flexibles System her ohne großen Umbauaufwand, daher hat sich das einfach angeboten.

  • hallo liebe user

    ich habe mal eine frage und zwar habe ich schon öfters mit multicore gearbeitet aber leider nur mit dimmer und ich wollte nun fragen ob man aus dem multicorkabel vllt auch 230 volt schaltungen aufbauen kann mit nur einem neutral leiter und vllt eine dmx strecke??

    weil ich möchte gerne mir eine box bauen wo ich eben 4-8 steckdosen drauf habe und die sozusagen als switchpack verwenden möchte inklusive dmx signal


    über eine pn würde ich mich freuen


    gruß lukas

    MFG
    Lukas Viehweg

  • hmm...also ich versteh gerade nicht zu 100% was du meinst.

    1. Ein Harting Stecker (Multicore) ist für 230V und 16A geeignet. Wenn du ein entsprechendes Kabel fachgerecht am Stecker installierst gibt es normal keine Probleme! Die sache mit "nur einem Neutralleiter" funktioniert so nicht d.h. sie würde schon funktionieren - macht aber keinen sinn, da dir so die ganze Schaltung irgendwann ab- oder durchbrennt. Stell dir vor du jagst 8 500 Watt Pars über eine 1,5mm² Leitung. Der Strom der über den Neutralleiter zurückfließt Addiert sich (Parallelschaltung) und dein ganzes konstrukt raucht dir ab ALSO -> Jede Leitung eine eigene N-Leitung! PE kannste zusammenfassen.

    2. Wenn du das DMX Signal auf dein Multicorekabel mit drauf legen willst, musst du mit unverdrilltem, nicht geschirmtem Kabel klarkommen. Dies entspricht nicht dem DMX Standart und ich kann dir daher nur davon abraten. Über einige wenige Meter wird es wohl funktionieren. Für längere Strecken wirst du allerdings Probleme bekommen. Allein schon wegen den Störungen durch die gedimmten (Phasenanschnitt, sprich nicht nur 50Hz Frequenz sondern mehr) Dimmerzuleitungen die im selben Strang verlaufen.

    3. Was macht das ganze für einen Sinn? DMX Kabel geht zum Dimmerpack. Von dort geht der Multicore weg bis in die Truss und fertig! Für was also DMX mit auf den Multicore legen?

  • ich hatte den plan das ich mir mit dem ulticore kabel ein switchpack baue wo ich einfach nur die 230 volt für -8 steckdosen durchjage damit ich nicht so viele stromkabel legen muss wollte ich mi das einfachergestalten

    So weit auch kein Problem - ob Du gedimmte oder geschaltete 230 V über ein MC jagst ist egal - solange Du im Rahmen der technischen Specs bleibst (RCD/FI mit 30 mA davor und je Kanal die zum Querschnitt des Multicores passende Absicherung).
    Im Klartext: Aus einer Schuko-Stagebox auf jedem Multicore-Paar 16 A rausholen is nich! Daher dürfen z.B. die beliebten aber umstrittenen Sammelpeitschen (6 x Schukostecker auf 1 x Harting) korrekterweise NIEMALS direkt in eine Schuko-Dose in der Wand, da die i.d.R. mit 16 oder 10 A abgesichert sind. Die Querschnitte im MuCo sind dafür nominell zu gering.

    Ein DMX-Signal (wie in Deinem ersten Post zu dem Thema suggeriert) gehört nicht auf ein normales Lastmulticore. Für solche hybriden Lösungen (Kleinsignalleitung zusammen mit Netzleitung in einem Mantel) bieten die einschlägigen Hersteller passende Kombileitungen (ob es allerdings Lastmulticore mit Datenleitung kombiniert gibt weiß ich nicht. Ich kenne z.B. 5X2,5 mit CAT 5 oder 2x DMX, 1x Schuko, 1 x symmetrische Tonleitung für die Verdrahtung zwischen Lichtpultplatz mit Anlage...). Es gibt dafür dann auch hybride Stecklösungen. Damit können in einem üblichen "Harting"-Gehäuse sowohl Leistungs- wie auch Signalkontakte kombiniert werden. Steckerkompatibel ist das dann nicht mehr - aus gutem Grund und zur Sicherheit der Kleinspannungskomponenten.
    Stell Dir mal vor, Du nutzt am Abgang des Multicores ein Päärchen als DMX und der Verdrahter am Eingang packt da 230 V drauf...


    Ach ja: Nur 1 Neutralleiter (auch Dein erster Fragepost)- NICHT IN DER VERANSTALTUNGSTECHNIK! (Wenn das eine E-Fachkraft als Sondersteckverbinder in einer Maschine/Anlage nutzt mag das gehen). Multicores sind erlaubt, weil sie gedacht ein Bündel aus Verlängerungsleitungen sind - mit unabhängigem Aussenleiter und Neutralleiter für jeden Pfad.
    Das Zugeständnis, nur einen Schutzleiter (mit dem einfachen Nennquerschnitt) zu benutzen ist "erkauft" durch die Verpflichtung, davor einen RCD/FI mit 30 mA Nenn-Auslösestrom zu haben.

    Aber im 2. Fragepost schreibst Du von 8 Schukos - das ist mit voll belegtem Multicore möglich, auch mit separaten Aussen- und Nullleitern.

    Und als Nicht-E-Fachkraft darfst Du das Zeug in der Veranstaltungstechnik nicht mal alleine und selbstsändig in Betrieb nehmen, geschweige denn zusammenbasteln.

  • Im Klartext: Aus einer Schuko-Stagebox auf jedem Multicore-Paar 16 A rausholen is nich! Daher dürfen z.B. die beliebten aber umstrittenen Sammelpeitschen (6 x Schukostecker auf 1 x Harting) korrekterweise NIEMALS direkt in eine Schuko-Dose in der Wand, da die i.d.R. mit 16 oder 10 A abgesichert sind. Die Querschnitte im MuCo sind dafür nominell zu gering.

    In der Praxis jedoch durchaus üblich: Movinglight- Stromverteilungen mit Harting Ausgängen (jeder Kanal mit 16A abgesichert. Wenn da nicht gerade 150m Lastkabel dranhängen, ist das bei 2,5qmm Querschnitt auch kein Problem 10A pro Kanal aus der Plug Box zu ziehen.

    Gruß Janno

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