Posts by konrad

    Für Theaterbeleuchtung gibt es kein richtiges Grundset. Diese Sets sind höchstens für Showbeleuchtung zu gebrauchen.
    Für richtig kaltes weißes Licht ist der Lee 201er am besten geeignet. Für neutrales weißes Licht aus Halogenscheinwerfern der LEE 203

    Folgende weitere Farben habe ich ausser dem 201er und 203er öfters gebraucht und deshalb immer vorrätig:
    LEE 159 no color straw -> warme Stimmung
    LEE 103 Straw -> sehr warme Stimmung
    LEE 183 Moonlight Blue -> Mondlicht-Stimmung, Nachtstimmung

    Rote und Gelbe Folien habe ich in Kombination (geschnitten und gestückelt) für Feuer verwendet. Die Lee-Nr. weiß ich nicht mehr.
    Auch ein violettes Filter habe ich immer vorrätig für mystisches Licht, dass weder kalt noch warm sein soll.

    Im Normalfall sollte man starke Farben nicht von vorne bringen, sondern besser von der Seite oder hinten, die Gesichter sind sonst schwer zu erkennen und wirken "schmutzig"
    Eine weitere Regel ist, das man im Normalfall Farbe auf der Bühne nicht durch die gleiche Lichtfarbe unterstützen soll. Also einen Wald nicht unbedingt durch grünes Vorderlicht "aufgrünen".
    Bei Farbe von vorne wirkt es sehr räumlich, wenn man Licht von beiden Seiten in unterschiedlichen Farben bringt. Z.B. Straw von der einen und no color straw oder sogar weißes Licht, also 203er von der anderen Seite.

    Gruß
    Konrad

    Die Verwendung von 3pol. statt 5pol. Buchsen in billigen Endgeräten lag mit Sicherheit nicht an der Verwendung mit Mikrofonkabeln.
    Die 3pol. Buchsen sind im Großeinkauf um einiges billiger und leichter zu beschaffen (da sie eben für Audiozwecke in Massen hergestellt werden). Gerade bei der Entwicklung von billigen Geräten wird an jedem Cent gespart.
    Die Verwendung von 3 pol. Steckern hat noch den Vorteil, dass diese stabilere Pins haben. Die 5 pol. sind dünner und verbiegen sich leicht.
    Die Ausstattung mit durchgehend 5 pol. Systemen ist im privaten Bereich nicht relevant. Im Leihbetrieb und Profibetrieb ist dies wichtiger, da man mit der normmäßigen Ausrüstung sich leichter tut mit (professionelen) Ergänzungen.

    Gruß
    Konrad

    Quote

    Leider haben wir wie gesagt nur 8 Scheinwerfer. Wenn ich da jetzt vor 4 eine Farbfolie mache, dann habe ich nur noch 4 für die Bühne, was aber zu wenig ist

    Dann kaufe dir für dein Geld statt der LED-Scheinwerfer lieber 4 weitere Theaterscheinwerfer. Z.B. im Bundle von Thomann: http://www.thomann.de/de/dts_scena_300500_fresnel_bundle.htm

    Damit bist du letzten Endes flexibler, weil du diese auch für die normale Beleuchtung einsetzen kannst.
    Wenn du mit Stativen arbeitest, bieten sich als Dimmerpacks bei kleinen Leistungen folgende 4-Kanal Dimmer an:
    http://www.thomann.de/de/showtec_multidim_mkii_dmx.htm

    Für die Ansteuerung benötigts du neben PC und DMX-Control ein USB-DMX Interface, am besten das FX5 oder ein Mischpult, z.B.:
    http://www.thomann.de/de/showtec_sc2412.htm

    Diese Ausrüstung bekommst du unter 1000.- (Mischpult + Scheinwerfer + 3 Dimmer + DMX-Kabel für ca. 800€). Zusammen mit deinem existierendem Equipment bist du dann bereits gut eingedeckt für deine Bühnengröße.

    Mit dem vorgeschlagenem Mischpult kannst du dann vorbereitete Stimmungen (gespeichert oder von einer der beiden Presetbänke) zur Ansicht bringen. Dein jetziges "Mischpult" ist soweit ich verstanden habe ein einfacher 8kanaliger Lichtsteller. D.h. bei Stimmungswechsel musst du an allen 8 Reglern schrauben, richtig? Damit kannst du im Theater keine sauberen Stimmungswechsel fahren.
    Statt Mischpult kannst du auch DMXC mit einem DMX-Interface verwenden.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,
    ich mache seit vielen, vielen Jahren Theater und schaue mir auch regelmäßíg Theater an. LED-Scheinwerfer spielen dort (noch) keine große Rolle. Lediglich bei showartigen Stücken (Musicals,...) kommen sie reichhaltig zum Einsatz.
    Im Theater setzt man Halogenscheinwerfer mit 3000 bis max. 3400K Farbtemperatur ein. Damit erreicht man bereits standardmäßig ein warmes Licht.
    Farben macht man mit Farbfolien. Ein LED-Scheinwerfer erreicht die exakten Farbtöne von LEE-Filterfolie niemals. Diese sind aber oftmals sehr exakt für bestimmte Stimmungen abgestimmt.
    Farbe wird im Theater von vorne nur sehr dezent eingesetzt, da die Gesichter dann schnell unansehlich werden (vor allem bei dunklen Farben) Farben kommen eher von der Seite oder als Gegenlicht, während man von vorne mit warmem bis kaltem weiß arbeitet. Auch die Feinabstufung verschiedener "weiß" dürfte mit LED-Scheinwerfer sehr schwierig zu bewerkstelligen sein, mit LEE-Filterfolien ein klacks.
    Ein weiteres Problem sind Lüfter. Scheinwerfer mit integrierten leisen Lüfter sind sehr teuer und im Amatheurbereich unerschwinglich.

    Wenn es flimmert (und nicht flackert) könnte das Timing nicht stimmen. Im DE-Interface kannst du die Zeit zwischen zwei DMX-Frames und die Zeit zwischen zwei DMX-Bytes künstlich verlängern. Manche billige Geräte brauchen dass, da sie mit der Verarbeitung der Daten nicht mitkommen.

    Es könnte jedoch auch sein, dass deine Last geringfügig zu gering ist. Die Kanäle benötigen eine Mindeslast, damit der Triac den Stromfluß nach Zündung aufrecht erhält.

    Die Lampenvorheizung kann nicht zu einem Flimmern führen. Im Prinzip macht die Lampenvorheizung nichts anderes als den DMX-Wert nach unten zu begrenzen.

    Gruß
    Konrad

    Weil es mit der galvanischen Trennung ein paar Irretationen gab. Hier dazu ein paar Erklärungen:

    Die DMX-Spezifikation sieht keine galvanische Trennung vor, das ist Fakt. In der Praxis ist es jedoch so, dass alle DMX-betriebenen Geräte sich intern für die Signalverarbeitung eine Kleinspannung erzeugen müssen. Diese ist galvanisch getrennt über Trenntrafos. D.h. zumindest die Elektronik des Gerätes hängt galvanisch am Bus. Bei guten Geräten sind die RS485 Treiber der DMX-Schnittstelle zusätzlich galvanisch von der Elektronik getrennt. Da der Schirm und manchmal auch die Masse der Elektroniken auf Erde liegen, ist eine gute Erdung der Aggregate wichtig, da es sonst zu Potentialdifferenzen zwischen den unterschiedlich versorgten Busteilnehmern kommen kann und über die DMX-Leitung (Schirm oder sogar Masse), dann die Ausgleichsströme fließen.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,

    haben alle Scheinwerfer gleichzeitig geflackert? Heisst flackern, dass die Scheinwerfer kurz ausgingen oder dass sie willkürliche Lichtintensitäten abgeben?

    Bei gleichzeitigem Flackern tippe ich auf nicht angepasstes bzw. unverträgliches Timing am DMX-Bus oder an einen Wackelkontakt (Stecker, interne Lötverbindungen). Evtl kann es auch das Kabel sein. DMX-Kabel verwendet oder Mikrokabel im Einsatz?

    Wenn einzelne Scheinwerfer abwechselnd flackern kann das auch mit der Mindestlast des Dimmerpacks zusammenhängen. Welche Leistung kann dein Dimmerpack und welche Lampen hast du angeschlossen?

    bei 5m werden 500W Scheinwerfer schon etwas knapp. Für die Entfernung setze ich dann schon 1000W Scheinwerfer ein.
    Nimm ein PC-Scheinwerferset oder Fresnel-Scheinwerferset von Thomann. Es gibt keine in der Helligkeit gleichwertigen LED-Scheinwerfer. In der Preisklasse schon gleich zweimal nicht.

    Gruß
    Konrad

    Halb so schlimm. Die Bühne ist genau so groß, wie meine Indoor-Bühne. Das mit den dunklen Farben von vorne würde ich wirklich bleiben lassen, es sei denn es gibt einen dramaturgischen Grund dafür. Versuche die ARRIs zu nutzen indem du denen einen Farbkorrekturfilter verpasst. Dann wird aus dem weißen Licht brauchbares Theaterlicht.
    Versuche von einer Seite Führungslicht auf die Bühne zu bringen (helles Licht = Sonne) und von der anderen Seite Aufhelllicht (Grundlicht auf der Bühne). Je nach Stimmung kannst du mit Farben arbeiten. Z.B. Gold für eine warme Sommerstimmung oder das kalte Licht der Arris für eine kalte, brutale Stimmung. Für Nachtstimmungen kannst du mit "moonshine-blue" auf einem Scheinwerfer möglichst extrem von der Seite einleuchten (z.B. auch auf einem PAR), als Aufhellicht verwendest du einfach das kalte Arri-Licht.
    Für die Bühnenfläche und bis zu 3 Lichtstimmungen benötigst du ca. 12 Scheinwerfer. Wobei es dann geschickt ist, die Scheinwerfer für verschiedene Lichtstimmungen zu verwenden.
    Beispiel: mit 4 Scheinwerfern das Aufhelllicht für alle Stimmungen durchführen. 4 Scheinwerfer als Führungslicht für ein warmes Licht. 3 Scheinwerfer für kaltes Licht, Einen als "Mond".
    Auf diese Weise habe ich mich ca. 10 Jahre in meinem Theater über Wasser gehalten und damit alle Stücke brauchbar ausleuchten können. Danach war dann genügend Geld da (und das Material inzwischen billiger) um eine größere Ausrüstung und Spezialteile (z.B. Profilzooms) anzuschaffen.
    Wie weit bist du mit der Traverse von der Bühnenkante weg? Wahrscheinlich wirst du bei der Bühnengröße und entsprechender Entfernung 1000W Scheinwerfer einsetzen müssen.

    Gruß
    Konrad

    und noch etwas :)
    im Theater beleuchtet man von vorne nur in Ausnahmesituationen mit kräftigen Farben. Von vorne setzt man in der Regel nur leichte Farben ein und bringt die kräftigen Farben als Seiten- und/oder Gegenlicht. Die kräftigen Farben wirken in den Gesichtern nicht besonders schön.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,
    LED Scheinwerfer geben für Theaterbeleuchtung noch viel zu wenig Licht ab. Meiner Meinung nach sind diese aktuell nur für Shows und bestenfalls Kleinkunstbühnen zu gebrauchen.
    Die Basisbeleuchtung für eine Theaterbühne besteht aus PC-Scheinwerfer oder Stufenlinsenscheinwerfer (werden auch Fresnellinsen genannt). Diese sollten zoombar sein und über Tore verfügen. Die Leistung richtet sich nach der Größe der Bühne. Erhältlich sind sie in 300W, 500W, 1000W, 2000W. Als Lampen verwenden diese Scheinwerfer Halogenbirnen mit einer Farbtemperatur von 3000K - 3400K.
    Diese Scheinwerfer bekommst z.B. günstig im Set bei Thomann (z.B. http://www.thomann.de/de/dts_scena_300500_pc_ah_bundle.htm)
    Pars nehme ich nur für besondere Situationen her, da man die Leuchtweite nicht regulieren kann. Je nach Art des Theaters (z.B. Musical, Showartiges, usw) können Sie trotzdem die richtige Wahl sein.
    Bei Thomann kannst du recht gut studieren welche Scheinwerfer ausserdem im Theater eingesetzt werden: Profilscheinwerfer, evtl. Fluter, Verfolger,...
    Ich vermute deine Arri-Scheinwerfer sind Tageslichtscheinwerfer? (wegen dem Hinweis "Studioscheinwerfer") Falls das so ist, dann sind diese eher für Film und Fernsehen geeignet, da sie extrem weißes Licht erzeugen. Im Theater bevorzugt man für das Grundlicht 3000 - 3400K (leicht gelblich, warm).
    Erzähl doch einfach ein bißchen welche Art von Theater du machst und welche Bühnengröße du hast. Dann kann ich dir vielleicht noch den einen oder anderen Tipp geben.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,
    ich gehe davon aus, dass du die Geräte selber baust, ansonsten empfehle auch ich, die Verbindungen so zu lassen, wie der Hersteller es vorgegeben hat.
    Üblicherweise wird der GND der Niederspannung nicht auf das Gehäuse gelegt. Ein Metallgehäuse eines 230V betriebenen Gerätes muss aus sicherheitstechnischen Gründen mit dem PE verbunden werden. Über diesen werden auch die Störungen abgeführt.

    Der Schirm der DMX-Leitung gehört sich im Kabel auf das Steckergehäuse gelegt. Der Pin1 wird natürlich mit GND belegt. D.h. Schirm und GND haben eigentlich nichts miteinander zu tun.

    Bei batteriebetriebenen bzw. über Steckernetzteil betriebenen Gerätschaften würde ich vermeiden ein evtl. Metallgehäuse mit dem GND zu verbinden. Speziell bei optisch getrennten DMX-Eingängen bzw. Ausgängen würde dies den Effekt der galvanischen Trennung aufheben.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,
    schön das du dir Gedanken zur Trussbesfetigung machst und nicht einfach loslegst.
    Als erstes würde ich 2 Flugpunkte empfehlen. Damit bekommst du ein statisch bestimmtes System und kannst jederzeit ganz einfach die Belastung der Trusslagerung berechnen
    Wie du schon erkannt hast, muss eine fliegende Truss neben seiner Befestigung über eine 2. Sicherung verfügen. Die gängigste Aufhängung wird mit Gurten realisiert, als Sicherung verwendet man üblicherweise Stahlseile.
    Ketten und Seile haben den Vorteil, dass brandschutzfest sind. Seile etwas weniger, da die Verbindungsstelle der Rundsclingen meisst aus Aluminium sind. Der Nachteil ist die kleine Auflagefläche, hier sind die Gurte haushoch überlegen.
    Die Kombination aus Gurt als Befestigung und Drahtseil oder Kette als Sicherung wird deshalb gerne für diesen Zweck verwendet.

    Wenn du mit Flaschenzüge Handkettenzüge meinst, dann dürfen diese über Puplikum nicht eingesetzt werden. Da diese Züge keine zweite Bremse besitzen. Für das Riggen dürfen Sie natürlich verwendet werden, danach muss normal angeschlagen werden und der Handkettenzug entlastet werden. Wichtig ist noch, dass nur statisch bestimmt damit gearbeitet werden darf, also nur mit 2 Aufhängepunkten.
    Wenn du Motorzüge meinst, dann gibt es durchaus welche, die BGV C1 kompatibel sind, d.h. als Aufhängepunkt über Publikum verwendet werden dürfen.

    Wichtig ist noch die Ausführung der Flugpunkte. Diese nehmen die ganze Last auf und führen sie in die Statik des Gebäudes über.
    Üblicherweise macht man dies an Trägern der Dachkonstruktion. Hier muss unbedingt ein Statiker befragt werden. Für die Befestigung an I-Trägern gibt es entsprechendes Equipment (Klammern) als Trusszubehör.

    Gruß
    Konrad

    Hallo Chris,

    Die Idee mit den 2 Widerständen sorgt zumindest für definierte Potentiale. Allerdings habe ich keine Ahnung wie sich das statisch und dynamisch auf die Pegel auswirkt.

    Da du scheinbar mit Leerrohren bei deiner Installation gearbeitet hast, finde ich den Aufwand des Kabeltausches geringer als den möglichen Ärger und Bastelei.

    Wenn du die Masseverbindung wegen gleicher Stromversorgung weglässt, funktioniert das nur dann zuverlässig, wenn keine optisch getrennten Sender oder Empfänger im DMX-Kreis sitzen. Ausserdem muss dann die Masse der Niederspannungsseite in den Geräten mit PE verbunden sein. In der Regel haben die Geräte für die Niederspannungsseite einen Trenntrafo bzw. ein Schaltnetzteil mit galvanischer Trennung. Damit hängt die Masse gegenüber der Stromversorgung zunächst mal in der Luft.

    Gruß

    Konrad

    Hallo,

    zunächst einmal: die Masseleitung ist nicht für eine Abschirmung gedacht. Sie wird ja schließlich über einen Draht und nicht über den Schirm übertragen. Der Schirm liegt in der Regel über den Stecker auf dem Gehäuse und damit i.d.R. auf Erde.

    Gleichwohl ist die Masseverbindung sinnvoll und nicht völlig überflüssig wie von MartinR angemerkt :)
    Die Differenz zwischen den beiden Signalen wird von einem Halbleiter "errechnet". Die Empfangsbausteine sind in der Regel als Differenz-Operationsverstärkerschaltung ausgebildet. Diese Halbleiter akzeptieren jedoch nur absolute Spannungspegel innerhalb des Gleichtaktunterdrückungsbereiches. Wenn das Potential zwischen Sender und Empfänger ausserhalb des Gleichtaktunterdrückungsbereiches liegt, dann funktioniert die Differenzbildung nicht mehr.

    Ein solcher Fall kann z.b. durch unterschiedliche Stromkreise für die Spannungsversorgung von Sender und Empfänger eintreten.
    Eine andere Möglichkeit ist, dass ein optisch getrennter Empfänger oder Sender bezüglich seinem Potential gegenüber der Gegenstelle "in der Luft hängt", der Potentialbezug stellt sich dann irgendwie per Zufall über die Datenleitungen ein.
    Der Ärger der damit verbunden ist, ist die 10m DMX-Kabel nicht wert. Wenn du die Leitung fest verlegst und unbedingt ein paar Cent sparen willst, kannst du auch ein Cat-Kabel verwenden.

    Gruß
    Konrad

    Fisl hat Recht. DMX-In und DMX-Out befinden sich galvanisch auf der gleichen Seite. Lediglich bezüglich Timing bringt das DE-Interface (bzw. FX5) eine Verbesserung, da dieses sich frei einstellen lässt.

    Wenn die Buchsen ohne metallische Verbindung untereinander stehen (Kunststoffgehäuse) und im Interface der Schirmanschluß nicht verbunden ist, könnte es mit der Brummunterdrückung trotzdem klappen, da die Schirmung dann zunächst unterbrochen ist.

    Gruß

    Konrad

    Hallo,
    dein Versuch mit der Funkstrecke ist ein guter Versuch und schränkt den "Fehler" auf zwei Probleme ein:

    a) Potentialausgleichsproblem (Brummschleife)

    b) Das Timing des Mischpultes war für dein Gerät nicht verständlich

    zu a) hier hilft, wie du schon angemerkt hast, eine galvanische Trennung. Wenn dein Mischpult und deine Geräte über den gleichen Stromkreis versorgt werden, halte ich dies aber für unwahrscheinlich. In der Regel tretten diese Probleme nur bei Versorgung mit unterschiedlichen Stromkreisen auf. Hast du ein Vielfachmessgerät? Dann könntest du überprüfen, ob zwischen dem Erdanschluß und dem Pin1 (Masse) beim Gerät und beim Mischpult eine Verbindung besteht. Das gleiche kann man zum Schirm probieren. Manchmal wird der Schirm der Leitung (z.B. überdas Gehäuse) auf Erde gelegt. Erfolgt dies auf beiden Seiten, und sind diese von unterschiedlichen Stromversorgungen, fließen Ausgleichsströme. Dann hilft das Unterbrechen der Schirmleitung an einem Ende.

    zu b) In diesem Fall helfen Repeater, wie z.B. dein Funkempfänger.

    Gruß

    Konrad

    Hallo Stefan,

    der Abschlußwiderstand hilft nur dann, wenn er an den Wellenwiderstand der Leitung angepasst ist. Mikrokabel haben keinen definierten Wellenwiderstand, also kann der Abschlußwiderstand nicht helfen.

    DMX-Kabel haben durch die gleichmäßige Verdrillung einen Wellenwiderstand von 120 Ohm.

    Gruß
    Konrad

    Hallo,

    ich habe mehrere Botex 620 Dimmer. So weit ich das beurteilen kann, kommen die Teile vom gleichen chinesischen Hersteller wie die von dir angeführten Dimmer. Meine Dimmer fühlten sich zunächst auch nicht besonders angesprochen. Ein Anheben der Inter-Framezeit hat Wunder bewirkt. Auch mit der Interbyte-Time hatte ich schon Probleme. Dass DE-Interface ist nicht, wie von dir vermutet, zu langsam sondern nutzt die DMX-Spezifikation bezüglich der zeitlichen Toleranzen voll aus. Es ist in der Lage die einzelnen Zeichen (Werte) ohne Zwischenpause zu senden. Viele Mikroprozessoren sind nicht leistungsfähig genug die Daten rechtzeitig aus dem Empfangspuffer zu entfernen. Eine Verlängerung der Interbyte-Time wirkt hier Wunder.

    Am besten das mitgelieferte Test-Programm des DE-Interface verwenden, die Zeiten größer als die Defaultwerte einstellen und die Hacken bei Interbyte und Interframe-Delay ankreuzen und anschließen mit Store abspeichern. Vorher natürlich das Interface mit Open Link öffnen.

    Gruß

    Konrad

    Hallo,

    der Abschlußwiderstand wird in erster Linie bei langen DMX-Leitungen benötigt. Man erreicht damit eine Leistungsanpassung am letztem Empfänger (= Kabelende). Den Abschlußwiderstand kann man sich leicht selber basteln: 120 Ohm zwischen Pin 2 und 3 eines Steckers.

    Bei einem nicht abgeschlossenem Kabel werden die Signale am Ende reflektiert und laufen die Leitung entlang zurück und addieren sich zum aktuellem Signal. Dadurch kommt es zu Verzerrungen.
    Bildlich kann man sich das mit Schallwellen vorstellen. Ruft man gegen eine weiter entfernt stehende Wand (Entfernung länger als die Wellenlänge des Schalls), dann reflektiert die Wand das Signal und es kommt zum Echo. Das Echo summiert sich zum aktuellem Schall und es kommt zur Verzerrung des aktuellen Schallsignals. Bei einer Schallleistung absorbierenden "Wand" wird die Schallenergie aufgenommen und nicht reflektiert. Das Signal bleibt verständlich

    Wenn du Mikrokabel für die Übertragung verwendest, kannst du auf den Abschußwiderstand komplett verzichten. Diese besitzen eine weit aus geringere Bandbreite als die DMX-Kabel und übertragen keine hohen Frequenzen, wie sie in den Rechtecksignalen der digitalen DMX-Übertragung vorhanden sind. Die tieferen Frequenzen sind unkritisch, da bei der resultierenden Wellenlänge der "Echo-Effekt" vernachlässigbar ist. Durch die geringe Bandbreite werden jedoch die Signale durch wegfiltern der hochfrequenten Signale verzerrt. Aus den Rechtecksignalen wird mit zunehmender Kabellänge eine Art Sägezahn.
    Diese Verzerrungen können zum Signalverlust führen und sind durchaus vom verwendetem Treiberbaustein und noch mehr von der Abtastungsart des Empfängers abhängig. Der digitale Pegel wird dann gerade noch oder auch gerade nicht zeitgerecht erreicht, um richtig als 1 oder 0 interpretiert werden zu können.

    Ein weiteres Problem ist, vor allem bei billigen Geräten aus China, die Mißachtung der DMX-Spezifikation. Das Signal eines auf maximalem Durchsatz betriebenen Senders (keine Pausen zwischen den Zeichen und Frames, kurze Reset-Zeit des DMX-Signals) kann u.U. von einem derartigem Gerät nicht mehr detektiert werden, weil die Geschwindigkeit des Mikroprozessors oder dessen Pufferfähigkeit der Eingangsdaten nicht ausreichend ist. Beim DE Interface kann man deshalb diese Timings einstellen, um sich auch an derartige Geräte anpassen zu können.

    Wie lang ist deine DMX-Leitung und welches Kabel verwendest du? Kannst du einen Test mit einem kürzeren Kabel machen?
    Wenn die Kabel i.O. sind und auch das kürzere Kabel nicht hilft liegt es ziemlich wahrscheinlich an den Timings. Dann wird es schwierig. In diesem Fall würde ich das DE Interface als Repeater einstellen und mit den Timing-Einstellungen spielen.

    Gruß
    Konrad