Hallo musik-und-licht,
Du schriebst, dass früher die Lampen umso heller leuchteten, je lauter der Ton war.
Das stimmt aber nur bedingt dadurch, dass die Glühwendel eine gewisse Zeit benötigten, um aufzuleuchten.
Die meisten Lichtorgeln hatten einen "elektrischen Schalter" verbaut, der von Hause aus nicht dimmen konnte und nur AN oder AUS kannte.
Eine Dimmersteuerung ist für eine Lichtorgel auch ein wenig overkill...
Diese Nachleuchtcharakteristik nachzubilden ist auch nicht ganz trivial, da die LED weitaus schneller leuchten (und auch wieder aus sind).
Bei den Glühlampen war das "Ausleuchten" auch nicht linear, sondern hing von vielen Faktoren ab.
Bestes Beispiel sind die LED-Blinder, die nur Weißlicht können - da sieht der Nachleuchteffekt auch nicht besonders aus.
Eigentlich müsste man zusätzlich auch rote LED mit in den Blindern verbauen, um auch die nachlassende Farbtemperatur nachzubilden (gibt es sowas schon?)...
Ich kann hier nur für die 2er Version sprechen, hier kann man schön gewisse Lichtorgel- und auch VU-Meter-Effekte nachbilden.
Den großen Vorteil der LED-Leuchten sehe ich bei solchen Anwendungen insbesondere, dass man dafür nicht unbedingt noch weitere Leuchten benötigt, sondern dass sie je nach Musikstück auch Lauflichter oder Backlight sein können. So benutze ich z.B. mehrere Moving Heads auch als Blinder (Gobo offen, auf das Publikum ausgerichtet und dann 100% Dimmer mit langsamen Ausfaden...).
Thema Kanaltrennung: Bei den heutigen Musiktitel liegt so viel in der Mittenposition, da wird es schwierig mit Kanaltrennung - war bei den Beatles anfangs noch anders...
Da wirst du um ein vorheriges Verlichten von Musikstücken wohl nicht herum kommen.
Grüße
Markus