Stromzufuhr der Bühne?

We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


On September 29, 2026, we held our release show for DMXControl 3.3.3. During our usual “hour-long” session, we showed you all the new features in this version and what it now has to offer.
Read all about it in the corresponding news article: We proudly present: The release of DMXControl 3.3.3!


  • Hi Leute,


    ich bekomme langsam Strommangel auf der Bühne. Derzeit laufen

    -> 12x500W ParCan
    -> 4x 1000W
    -> 2x 700W Fogger
    -> 8x 100W Kleinere Lämpchen

    -> PA-Technik (auch nochmal so einige 100W)
    -> Videotechnik + PC-Technik

    Macht alles zusammen ungefährt 50 Ampere. Mit 3x16A ergibt sich aber nur ~48 Ampere.

    Ich habe einen 32A CEE-Anschluss zur Verfügung. Daran hängt derzeit eine Multicore-Box mit 6x16A abgesicherten Schukodosen, an denen alles dranhängt (jeweils 2x16A Automaten für eine Phase).

    Wie löst ihr dieses Problem bei euren Aufbauten? Ich ziehe ja leider nicht unbedingt eine symmetrische Last, sodass ich auf dem Rückleiter ja einen größeren Rückstrom habe (bzw. damit wenigstens rechnen muss). So kann ich doch keine 32A pro Phase ziehen, oder? Legt ihr Beipässe von der Hauptstromschiene in den Gebäuden oder habt ihr eine andere Lösung? Oder zieht ihr einfach auf "gut Glück" 32Ampere pro Phase und hofft, dass der N hält?


    Ich wäre dankbar für Meinungen, Hinweise und/oder Ideen :)


    schönen Abend noch,
    Christian

  • Du kannst theoretisch ohne Probleme auch unsymetrisch die Phasen bis 32A belasten. Der Null wird nie mit mehr als 32A belastet. Das hängt damit zusammen, dass wenn z.B. nur zwei Phasen belastet werden sich der Rückstrom jeder Phase auf die andere und den Null aufteilt. Versteht man das?
    Naja, wenn du z.B. alle drei Phasen genau gleich belastest fliesst durch den Null gar kein Strom. Bei einem Durchlauferhitzer oder einer grossen Drehstrommotor, wo eine gleichmässige Belastung garantiert ist gibt es daher oft auch gar keinen Null.
    So, jetzt das praktische: Diese Stromauslöschung statt Addition im Nullleiter funktioniert für ohmsche Lasten super. Wenn du aber einen Dimmer (mit Phasenanschnitt) oder Schaltnetzteil verwendest werden starke Oberwellen im Netz produziert (z.B. 150 Hz). Diese Addieren sich dummerweise im Null, so dass er dadurch doch überlastet werden kann.
    Wenn du aber nur etwas mehr als 16A CEE brauchst und 32A hast würde ich mir darüber noch keine Gedanken machen. Allerdings solltest du die Last immer möglichst gleichmässig verteilen.
    Und informier dich ruhig mal über Drehstrom, wenn du in Zukunft damit rumhantierst, das schadet sicher nicht (wie ein Thread im PA Forum gerade zeigt...)

  • Nun die Last "gleichmäßig" zu verteilen dürfte bei Dimmern etwas schwer fallen, oder? Was meinst du warum ich hier gefragt habe *g*

    Naja, ich werde bei der nächsten Veranstaltung mir genau die Leitung anschauen und dann nochmal entscheiden, ob ich alle Pars dranhängen kann. Wenns >4mm^2 ist, dann häng ich wohl alles dran.

    22kW hätte ich ja dann bei meinem 32A zur Verfügung, abzüglich der Verlustleistungen der Leitungen, versteht sich. Naja, mehr als die Hälfte für die Lichtanlage und den Rest für die PA und andere Technik. Der Zähler wird wohl ne Kühlung brauchen, so schnell wie der sich drehen wird *g*


    Am Besten ich kaufe mir noch ne Stromzange für mein Oszi, damit ich das mal korrekt unter Belastung ausmessen kann :) Die derzeit messbaren Spannungspeaks am Null sagen ja leider überhaupt nix aus.


    thx für die Antwort Michael!
    Christian

  • > un die Last "gleichmäßig" zu verteilen dürfte bei Dimmern etwas schwer fallen, oder? Was meinst du warum ich hier gefragt habe *g*

    Verteil halt die max. mögliche Last einigermassen gleichmässig.
    Wenn du 12 Kanäle mit jeweils 500W hast, dann kommen die ersten 4 Kanäle auf L1, nie nächsten 4 auf L2 und die letzten auf L3...
    Du musst nicht zu jedem Zeitpunkt dafür sorgen, dass eine Gleichmässige Lastverteilung gewärleistet ist. Das is in deinem Haus auch nicht so, da hängt auch jedes Zimmer an einer beliebigen Phase. Brauchst dir also beim Dimmen keine Gedanken drüber machen...

  • Also, wozu sollte ein 32A Anschluss mit einer 32A Sicherung abgesichert sein? Doch bestimmt nicht, damit man vorsichtig "nur weniger ziehen" kann. Sicherungen werden auch als Leitungsschutzschalter bezeichnet... wieso wohl?

    Also, ganz richtig: 32A pro phase bei einem 32A Anschluss ziehen ist völlig in Ordnung, wenn deine elektrische Installation fachgerecht ausgeführt ist.
    ABER BITTE AUF KEINEN FALL JEMALS IRGENWELCHE BYPÄSSE LEGEN!!! Schon mal drüber nachgedacht wie sich das vielleicht auf einen FI vor der 32A - Dose auswirkt? Wenn du nicht genau Bescheid weisst, was du tust, lass die Finger von solcherlei elektrische Installation, ganz abgesehen davon, dass du das NICHT DARFST, kann es auch gefährlich sein!

    Nichts für ungut,

    Gruß, Markus

  • Als Beipass zähle ich eine zweite 16 oder 32A Leitung, die an der Hauptstromschiene des Hauses hängt (natürlich mit eigenem Automaten/Schmelzsicherung.

    Mir ging es in diesem Post hauptsächlich um das Problem Neutralleiter, aber das hat sich ja schon geklärt. Bin auf dem Thema kein Noob, aber hatte bislang nur mit geringeren Strombelastungen zu tun gehabt.


    cu,
    Christian

  • Na gut, kapiert,
    aber da du so konkret auf die Nullen eingegangen bist, hatte ich plötzlich Angst.
    Deinen Beipass würde ich wohl eher eine weitere Stromversorgung nennen...

    Nichts für ungut.

    Markus

  • Naja,

    Was ich noch nicht verstehe, ist warum das Verteilen der Last auf 3 Phasen bei einem Dimmer ein Problem ist. Ein gescheiter und entsprechend großer Dimmer hat schon eine 3 Phasige Zuleitung. Da brauch man sich um nix mehr kümmern. Das macht der von selber. Also zumindest bei meinen Dimmern ist das so.

    Gruß

    Soon5

    PS. Das Problem hatte ich auch, deshalb hab ich mir mal einen 63A Drehstromverteiler gebaut. Da Zieh ich direkt an der Hauptverteilung und bin Autonom vom Rest. Wenn nämlich die ganzen "Kleinen Dosen", damit meine ich <63A schon belegt sind, schaut man doof in die Wäsche. Und um gleich irgendwelchen Posts bezüglich Erlaubnis vorzubeugen, ICH DARF SOWAS. Ausserdem ist der Verteiler vor Inbetriebnahme durch einen Elektrikermeister begutachtet worden.

    Das Leben ist NP vollständig!

  • Im Normalfall zieht deine Tonanlage auch nicht die Leistung die draufsteht, zumindest nicht auf Dauer, du jagst ja keine Sinusschwinungen auf die LS.

    Im Prinzip kannst du ohne weitere Probleme 3 2kW Amps an eine normale Schukodose hängen ohne größere Probleme, ev beim Einschalten aber da sollte in jedem einigermaßen gutem Amp ne Einschaltstrombegrenzung drin sein. Aber durch unseren lieben Crestfaktor hat man da immer genug Headroom.
    Das hier ein gewisser Unsicherheitsfaktor dabei ist, muss ich glaub nicht extra betonen.

    Beim Licht kann man zumindest bei Diskoveranstaltungen sagen, dass du nie die volle Leistung ziehst, da ja normal nie alle Pars bei voller Leistung laufen.

    Wenn du alles einigermaßen gleichmäßig verteilst solltest du keine Probleme bekommen.
    Und wie schon oben geschrieben, ein 32A Automat ist dafür gedacht, 32A bereitstellen zu können und dann muss man sich da auch nicht zurück halten ;)

  • "Unsicherheitsfaktor"? So kann man brennende Vorhänge auch nennen *g*

    Also nein, bei mir gibts keine glühenden Leitungen. Ich leuchte ein Theater aus, bei dem ohne weiteres mal alle Pars voll an sind (teilweise aufgrund dunkler Farbfilter) und da fließt schon ne handvoll Strom.

    Versicherungstechnisch gesehen dürfte ich am Hauptverteiler ja auch basteln (beinahe DiplIng - gelte also laut VDE bereits als "ausgebildete Fachkraft" - hab extra mal nachgesehen) aber eben wird man in der Uni nicht für kleinen Hausstrom ausgebildet. Ich arbeite Berufsmäßig mit 20kV-110kV Leitungen *g* und da fließen teilweise nur wenige mA ;-).


    Ich wollte mit diesem Post ja nur erfragen, mit welchen Methoden ihr das Problem löst - mein "Beipass" wie Soon5 ihn ja auch verwendet, werde ich wohl in betracht ziehen müssen. Das heißt investieren in ne Menge Kupfer. Aber Weihnachten kommt und 100m 63A Leitung passen vielleicht noch zwischen Weihnachtsbaum und Osternest :D


    Schönen Abend noch ;)
    Christian

    Nachtrag: was mir gestern abend wieder entfallen war: du musst bei der Stromrechnung ja auch die Blindanteile bedenken... zur reinen Wirkleistung hast du bei Phasenanschnittssachen noch einen nicht unerheblichen Teil an Blindleistung, die teilweise so dämlich vom Phasenwinkel liegt, dass durchaus mehr als 32 A auf der Null und den Phasen liegen - das ist blöd, vor allem, wenn ich die Adern sowieso schon voll auslaste.

    Mal sehen, vielleicht werde ich über Weihnachten mal ne komplette Berechnung aller TRIACs samt Schalt- und Durchlassverluste mit Zeigerdiagrammen machen - dann weiß ich, woran ich bin.

    Wie ich oben schon gesagt habe: "Unsicherheitsfaktoren" will ich mir nicht leisten, da 1000 Leute in einer Veranstaltung blöd bei ungewollten(!) pyrotechnischen Einlagen aus der Wäsche gucken. ;)


    cu,
    Chris

  • Mit "Unsicherheitsfaktor" war eher gemeint, dass bei voller Auslastung ev doch die Sicehrung fliegt.

    Zu einem Kabelbrand kann es nicht kommen, weil davor die Sicherung fliegt.

    3 Amps die mit 2kW RMS angegeben sind ziehen eben nicht auf Dauer diese 2kW bzw dann 6kW da Crestfaktor etc. und funktionieren wie gesagt ganz normal an einer Schuko Dose mit 16A Absicherung.

    Da kann es auch zu keinem Kabelbrand kommen, vorausgesetzt die verwedneten Kabel haben den entsprechenden Querschnitt in Betracht zur Länge.

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