Posts by Stefan

    Hey Tom,


    nachdem du bei deiner Software bezüglich Schnittstelle frei bist, klingt das prinzipiell nach ner Aufgabe für Art-Net.

    Binde in deine Software eine Art-Net Bibliothek ein, welche bei korrektem Münzeinwurf für kurze Zeit einen Kanal setzt - diesen kannst du dann über's Input Assignment dem Go deiner Cue zuordnen, und darüber die Lichtshow starten.

    Hey Kev!


    Hm, das hängt ganz davon ab, welche Schnittstellen deine Software bietet - hast du da vielleicht ne Übersicht? Zwar steht in der Beschreibung erst mal drin "Egal welche Leuchtmittel Sie in Ihrem Gebäude verwenden, Loxone erhellt jede Leuchte. Von der LED Leuchte über Halogen bis hin zur Glühbirne. Zusätzlich unterstützen wir digitale Schnittstellen wie DMX und DALI, die überwiegend in Großprojekten zum Einsatz kommen."

    Wenn man sich die DMX Extension aber ansieht, dann meinen die damit "DMX Output".


    Andere in der Hausautomatisierung übliche Protokolle wie z.B. MQTT unterstützt DMXControl leider nicht.


    Welches Protokoll spricht denn die Ansteuerhardware deines LED-Stripes? Wenn das auch DMX ist, dann könntest du zwar nicht den Weg DMXControl -> Loxone -> LED-Stripe gehen, sondern direkt von DMXControl -> LED-Stripe - müsstest dann halt für die Veranstaltung umstecken (oder das per Relais erledigen).

    Ne Seiteninfo bezüglich Echtzeitfähigkeit von Windows: In der Industrie gibt's das Problem auch, Beckhoff bietet hier mit TwinCAT eine Windows-Software an, die EtherCAT (ein Echtzeit Netzwerkprotokoll) ausgeben kann. Das ist aber nicht mit der Windows-Software gelöst, sondern die bindet sich tief in den Netzwerk-Treiber ein (unterstützt auch nicht alle Hersteller) und funktioniert je nach Treiber besser oder schlechter.

    Also theoretisch möglich ist es - praktisch tust du dir (wie bei vielen anderen Sachen) leichter, wenn du auf Windows und Microsoft-Produkte verzichtest.

    Nebenbei würde ich auch auf den Hersteller der LED-Matrizen zugehen und einen Sachmangel anmelden: So weit ich mich erinnern kann, ist eine DMX Wiederholrate von 1 Hz ist vollkommen legitim - erst ab einer Unterbrechung von 1 Sekunde darf ein Ausfall des DMX-Signals angenommen werden.

    Hallo Leonardo,


    zu 1) Das ist ganz schnell beantwortet: DMXControl bringt das entsprechende Plugin bereits mit - du brauchst hier überhaupt nichts manuell machen. (Andernfalls würde Schritt 2 bei dir ja gar nicht gehen)


    zu 2) Das funktioniert bei mir:


    Hast du denn den Treiber für's Interface erfolgreich installiert? Taucht bei dir im Gerätemanager unter das Interface auf? Ist DMXControl die einzige Anwendung, die gerade auf's Interface zugreifen will?


    Freundliche Grüße


    Stefan

    Tendentiell ist sowas eher was für die Domäne der Hausautomatisierung wie beispielsweise https://www.openhab.org/ - die unterstützt mehrere Protokolle (u.a. HTTP und DMX, was hierfür nötig wäre) und kann die entsprechende Verknüpfung dazwischen vornehmen.


    Hab damit selbst schon mal den Status eines Jenkin Buildservers auf zwei Lavalampen (rot und grün) visualisiert.

    Womit bewiesen wäre, dass man auch mit kleinem Balkon eine große Lichtshow machen kann! Respekt, sieht klasse aus!

    Wenn hier Interesse daran besteht, dann mache ich nochmal einen eigenen Thread zum kompletten Aufbau der Weihnachtsbeleuchtung.

    Gerne, das würde mich auch interessieren. Was macht das Gerät oben auf der Truss drauf?

    Ja, wenn du deine Switches mit QoS entsprechend konfigurierst, und an deinem Rechner einen speziellen Treiber installierst (Dante Virtual Soundcard), und du eine gute/passende Netzwerkkarte hast. Außerdem kann die Lizenz nur mit Internetverbindung und nur an einem Rechner aktiviert und nie wieder übertragen werden.

    Da ist viel "wenn" mit dabei und nutzerunfreundlich ist es auch. Aber ja, möglich ist es :) Aber ich für meinen Fall würde mir eher ein AES50 Interface kaufen - dann bin ich für meine Anwendungszwecke flexibler.

    Andererseits kann ich per Doppelklick einen Strahler aktivieren, bekomme ihn dann aber mit keiner Geste wieder aus.

    Klicke den Clear-Knopf links im DMXControl Fenster - das löscht den Programmer, und dadurch den/die durch Doppelklick eingeschalteten Scheinwerfer.


    Falls du gleichzeitig anderes Licht noch anhaben willst, dann speichere die Lichststimmung davor in eine (temporäre) Szene oder nutze notfalls eine eigene Programmer-Session zum Einleuchten.

    Mal noch ein kleiner Ausflug in die Tontechnik: Mit Digitalmischpulten hat man solche Probleme auch, und da liegen die Latenzen tatsächlich grob in solchen Größenordnungen. Mal anhand des bereits erwähnten X32 herausgesucht (Bedienungsanleitung):


    I/O latency (console input to output): 0.8 ms

    Network latency (stagebox in > console > stagebox out): 1.1 ms

    Expansion Card Performance: Typical round-trip latency HighSpeed USB 2.0: ~14 ms


    Da muss man sich echt Gedanken machen, wie man Latenz irgendwie beschränkt und den Jitter klein hält - deswegen verwendet die digitale Stagebox mit AES50 oder auch Ultranet zwar auf dem physischen Layer Ethernet (denn da sind die Komponenten günstig und haben eine hohe Reichweite - machen viele Anwendungen so), aber die Layer darüber - sofern man hier vom OSI Schichtenmodell sprechen kann - sind dann kein Ethernet mehr, sondern eigene (simple) Protokolle.


    Bei der Tontechnik kommt dann noch etwas anderes dazu: Die Schallgeschwindigkeit in Luft von 343,2 m/s

    Das heißt, pro 1 ms Latenz darfst du eigentlich wieder die Lautsprecher 343 mm weiter vor die Bühnenkante stellen, um mit einem solchen System eine Person an der Bühnenkante ohne hörbare Latenz verstärken zu können.


    In der Lichttechnik sind 20 ms quasi "nichts" - um mal ein Gefühl dafür zu bekommen: Wenn du dein Stroboskop auf 50 Hz einstellst, dann beträgt die Zeit zwischen zwei Blitzen 20 ms. In der Zeit hat ein Shutter in nem Movinghead gerade mal angefangen, sich zu bewegen. Wenn man hier mit eine Lichtshow programmieren will, dann findet der "Latenzausgleich" eh optisch statt, indem man den Effekt so lange passend verschiebt, bis die Optik zur Musik passt.

    Bzgl. Latenz: aber auch eine konstante Latenz ist ja ein Problem weil ich die nicht immer kompensieren kann. Klar, wenn ich z.B. vorprogrammierte Abläufe (Cuelists die in Dauerschleife laufen und immer mit einem festen Interval weiterschalten) habe, dann kann ich da einen Offset von X ms draufrechnen um die Werte früher via ArtNet rauszuschicken. Aber bei manuell getriggerten Events geht das ja nichtmehr: wenn ich "jetzt" die Cuelist "alles weiß" starte, weiß DMXC das ja nicht im Vorfeld und dementsprechend wären doch diese Änderungen wieder verzögert?

    Ja und Nein. Idealerweise ist alles vorprogrammiert, und man kann dann alles vorberechnen. (Dann kann man sogar die Zeit für die Positionsfahrten der Scheinwerfer berechnen und sie rechtzeitig davor auf Position fahren lassen)


    Aber wenn man solch einen Latenzausgleich tatsächlich implementieren würde, dann würde das wie folgt ablaufen:

    Nehmen wir an, du hast zwei Interfaces: Ein Super USB Interface mit 0 ms Latenz und ein Art-Net Interface über Netzwerk mit 20 ms Latenz. Anders als du jetzt vielleicht denkst würde man sinnvollerweise nicht für vorprogrammierte Abläufe und manuell getriggerte Events unterschiedliche Behandlung implementieren, sondern der Trick geht anders: Die Software würde einen kleinen FIFO von 20 ms Länge mit den DMX Ausgabewerten aufbauen. Ganz am Anfang vom FIFO werden die Werte für das Art-Net Interface abgegriffen und sofort herausgeschickt. Am Ende vom FIFO werden die Werte für das USB Interface abgegriffen (also 20 ms verzögert) und dann an das Interface abgeschickt. Letztendlich hast du dann auf allen Interfaces 20 ms Latenz und die Ausgabe der DMX-Werte auf allen deinen Geräten ist wieder synchron - denn hierauf kommt es an, das nicht die Geräte am USB Interface früher reagieren, als die Geräte am Art-Net Interface. Ob die Cuelist "alles weiß" 0 ms oder 20 ms nach deinem Mausklick ausgeführt wird, das merkt keiner - aber wenn die Latenz zu den Geräten unterschiedlich ist, dann sieht man das recht schnell.

    Das Problem bei WLAN ist einerseits die Latenz und andererseits die begrenzte Datenrate.

    Latenz teilweise ja (mehr dazu gleich), aber die Datenrate ist absolut nicht das Problem:

    DMX hat (bis zu) 512 Kanäle bei (bis zu) 44 Hz. Ein Kanal sind 8 Bit, also übertragen wir 44 mal in der Sekunde 512 * 8 bit, ergibt eine Datenrate von 512 * 8 * 44 Bit/s = 180224 Bit/s = 176 kBit/s = 0,1718 MBit/s

    Sind wir mal großzügig, rechnen 10 % Overhead für's Art-Net Protokoll obendrauf und runden auf: 0,19 MBit/s pro DMX Universum

    Verfügbare (Anwendungsschicht) Datenraten im W-LAN: 802.11b 5,5 MBit/s, 802.11g 25 Mbit/s, 802.11n 100 MBit/s - ist also je um Größenordnung(en) darüber.

    Tatsächlich war unsere Rechnung auch noch großzügig, denn 44 Hz wird auf Art-Net nicht so häufig verwendet.


    Das Problem ist:

    * Jitter in der Latenz - eine konstante Latenz (= Paketverzögerung) wäre kein großes Problem, die wäre bekannt und die kann man ausgleichen. Der Jitter (= die Varianz der Paketverzögerung) ist das Problem - manchmal kommt ein Art-Net Paket früher, manchmal später an. Ist doof, wenn man den Zeitpunkt aber genau festlegen will

    * Paketverlust Art-Net sind "nur" UDP-Pakete, die werden verschickt, und kommen an - oder eben auch nicht. Gerade beim W-LAN kommen sie halt auch mal nicht an... und dann geht die Lampe später oder gar nicht an.

    So Silvester ist vorbei, auf ein neues Jahr ^^

    Sieht klasse aus, da hast du es sprichwörtlich krachen lassen! Sieht fast so aus, als hättest du schon ein bisschen Nebel gehabt und hättest die Nebelmaschinen ganz weglassen können.


    Ja, Funk hat so seine Probleme... wenn man genau hinschaut, erkennt man es schon.


    Zur Aufnahme: Mir scheint die Aufnahme überbelichtet zu sein, dafür kann die Kamera wenig ;) Der Sensor hat ein anderes Helligkeitsempfinden (weniger Dynamik) als das menschliche Auge, deshalb sind Lichtshows manchmal ne kleine Herausforderung.

    Am Besten immer mit manuellem Fokus arbeiten (scheinst du eh schon gemacht zu haben), aber auch mit manueller Belichtung. Such dir eine der hellsten Szenen aus, stelle mit dieser die Belichtung der Kamera passend ein, und dann nimm die ganze Show damit auf. Damit bekommst du kräftige Farben, wie du es wünscht.


    Zum Stromverbrauch: Das meiste hat der Heizlüfter gezogen, oder? ^^

    Hallo Björn!


    Laser sind gefährlich! DMXControl.de ist kein Laserforum, wir sind keine Experten deshalb wollen und können wir auch auf solche sicherheitsrelevanten Fragen keine Antworten geben. Dein Laser hat 100 bzw. 30 mW und ist damit ein Laser der Klasse 3, für deren Betrieb du einen Laserschutzbeauftragten (mit entsprechender Sachkenntnis) brauchst.


    Wir verweisen auf:

    http://www.laserfreak.net/

    PS: Stefan: Der wichtige Teil der Verordung über das Abbrennen von Feuerwerk ist ja auch "Auf von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden festzulegenden zentralen Begegnungsflächen". Privat im Garten darfst Du rausballern was Du willst bzw noch im Keller liegt. ;)

    ... so lange du nicht zu nem Freund gehst, und dafür dein Feuerwerk in zentralen Begegnungsflächen mit dir führen musst ;)